Alp(traum)gallen?

Das Magazin Saiten (Krieg den Hütten!) hat sich bereits zu Beginn der Weihnachtszeit auf die Suche nach Holzhütten gemacht. Heute ist das St.Galler Tagblatt dran.

Speziell im Tagblatt kann man den Neid spüren. Ein Wirt stellt mitten in der Innenstadt ein grosszügiges Chalet hin und beschwert sich über den Eiszauber in der Kreuzbleiche: «Der Anlass zieht Leute aus der Altstadt ab»

Wenn sich die Wirte und Detailhändler so bekämpfen, dann kommt wohl nie mediterranes (im Sinn von ungestresstem Flanieren) Feeling in die Stadt. Diese Art von Missgunst ist es übrigens auch, die die Stadtpolizei jeweils zwingt, äusserst pinggelig auf die Einhaltung von Vorschriften zu achten.

Da mir die aufgesetzte Weihnachtsstimmung aber eh nicht gefällt, meide ich die Innenstadt im Dezember so oder so soweit als möglich. Insofern betrachte ich die Holkisten als absolut legitim. Wirtschaftliche Risiken tragen die Betreiber jedoch ganz alleine. Es gibt keinen Grund zu jammern.

Etwas möchte ich aber noch erwähnen. Herr Steffen (Marktchef) betreibt auch dieses Jahr wieder einen Glühwein-Stand (1 von 4 zulässigen!) Es ist auch nicht das erste Mal, das in der Stadt Personen, die man in der Politik als „befangen“ einstufen würde, an innerstädtischen Anlässen eine grössere Rolle spielen. Ich kann mich da an Herrn Walter Schweizer (Leiter Bewilligungen der Stadtpolizei ) erinnern, der 2017 an der nostalgischen Chilbi auf dem Gallusplatz ebenfalls eine Doppelrolle innehatte. Als Leiter Bewilligungen und Mitglied der Interessengemeinschaft Historische Chilbi.
Solche Verstrickungen, mögen sie noch so legal sein, werfen viele Fragen auf. Meiner Meinung nach müsste das den betreffenden Mitarbeitern von Seiten Stadt untersagt werden.

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