Ha kei Ahnig

chumä nüm druus…
Eigentlich sollte ich mich ja aus Kulturfragen raushalten. Davon verstehe ich nun wirklich nichts.
Und gerade weil ich nichts davon verstehe, möchte ich etwas dazu schreiben.

Mir ist es ziemlich egal, wer in der Stadt kulturell seine Spuren hinterlässt und wer nicht.
Ich finde aber, wenn er/sie etwas Kulturelles erschafft, dann soll man das auch würdigen.
Würdigen sollte es aber diejenigen, die eine Leistung beurteilen können und nicht diejenigen, die einfach per Reglement am längeren Hebel sitzen.
Das Gschtürm um die Personen Scheitlin/Rau geht mir auf den Kecks, etwa so wie damals der Signerbrunnen im Grabenpärkli.
In diesem Sinne mit einem feinen Wink an die Protagonisten in diesem Streit (alle zusammen), gebt den Preis nächstes Jahr dem Jack Stoiker alias Knöppel

Der 11er nach Mörschwil

Ich durfte mich gestern mit einem Mörschwiler über die Aufhebung der Buslinie 11 unterhalten.
2 Aussagen haben mich genervt und zwar so richtig!

  • Wenn die Stadt die Linie 11 einstellt, muss sie sich nicht wundern, wenn wieder alle Mörschwiler mit dem Auto in die Stadt fahren
  • Wir würden ja mit dem Zug nach St. Gallen fahren, aber wir haben keine Busverbindung zum Bahnhof Mörschwil?

Himmelarsch, die Mörschwiler leben in einer der reichsten Gemeinden der Ostschweiz und zahlen die tiefsten Steuern! Sie kommen aber nicht auf die Idee, sich selber mit einem Ortsbus zu helfen. Nein, die Stadt soll gefälligst dafür sorgen, dass das Dorf an den ÖV angebunden wird.
Was, liebe Mörschwiler, hindert euch daran, einen eigenen Ortsbus zu organisieren und eine eigene Buslinie vom Bahnhof Mörschwil ins Neudorf zu installieren? Am Geld kann es ja nicht liegen, oder?
Und weiter bis als ins Neudorf muss die Linie auch nicht reichen, denn dann sind die meisten Schüler draussen und der Bus so gut wie leer

Ideologisches Kotzen

Im Ernst, sind wir jetzt in der Stadt St. Gallen schon so weit, dass man in Sachfragen anfängt, Links gegen Rechts auszuspielen? Ja, die Mobilitätsinitiative schafft das!
Es ist wirklich zum Kotzen, wenn wir in unserer überschaulichen Stadt gemäss nationalem Vorbild nicht mehr sachlich argumentieren, sondern uns auf irgendwelche Parteizugehörigkeiten versteifen und das Links/Rechts-Schema als Argumentatorium herbeiziehen. Hört damit auf und zwar Heute!
So kommen wir nicht weiter. Dieses ewige „du Linker“, „du Rechter“, „du Grüner“….
Es ist klar, dass Einstellungen auch gewisse Sympathien nach sich ziehen. Aber letztendlich alles darauf zu reduzieren ist so richtig Scheisse, weil wir so nicht vorwärts kommen, weil wir uns so gegenseitig blockieren und nicht zuletzt die Fronten verhärtet werden.
Konzentriert euch doch alle bitte zuerst einmal auf den Inhalt und dann auf die politische Ausrichtung!

Danke!

 

Lädelisterben – bestellt schon mal die Urnen

Ich bin geneigt, dem Stadtrat den Vorschlag zu unterbreiten, auf dem Marktplatz einen Friedhof zu realisieren. Einen Lädelifriedhof. Die Marktfahrer können dann ja nebst Gemüse auch Urnen verkaufen. Blumen gibts ja schon.
Und am Sonntag können dann die liberalen und konservativen Kräfte, die es schon immer gewusst haben, den Platz mit Trauermärschen und Gedenkgottesdiensten beleben.
Das wär doch was…..
PS: Parkplätze für Leichenwagen und Trauergesellschaft stellt die Stadt sicher unentgeltlich zur Verfügung. Man soll den Toten ja nicht noch Steine in den Weg legen, ausser Grabsteinen natürlich.

Nackt vor den Kadi

Vorneweg, es geht um Schnüffler, die im Namen der Sozialversicherungen vermeintlichen Betrüger hinterherjagen sollen.

Ich bin diesen Sommer haarscharf an einer Invalidität vorbeigeschrammt. Es geschah völlig unerwartet und aus heiterem Himmel. Das ich nicht zu einem Sozialfall wurde habe ich meine Arbeitskollegen und Kolleginnen zu verdanken. Viel, verdammt viel Glück war auch im Spiel.

In der REHA habe ich dann viele Leute kennengelernt, die weniger Glück hatten und die heute um jede Hilfe betteln müssen. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es trotz anerkannter körperlicher und geistiger Nachteile nicht einfach so ist, das einem der Staat hilft. Nein, man muss darum kämpfen, und die Hosen runterlassen, vom Gehstock bis zur Haushaltshilfe, alles wird hinterfragt. Ja, alleine schon einen halben Arbeitstag wegen stechender Kopfschmerzen zu verpassen, löst einen (ungewollten) Arztbesuch aus. Nein, nicht der Arbeitgeber, die Krankentaggeldversicherung will dafür ein ärztliches Zeugnis!

Jetzt sollen also noch Schnüffler den sonst schon gegängelten Menschen hinterherjagen nur um zu beweisen, dass sie ja vielleicht doch ab und zu in der Lage sein könnten, sich wie ein gut schweizerisch arbeitender Mensch an der Gesellschaft beteiligen zu können, wenn auch nur stundenweise versteht sich.
Dazu sollen Telefone abgehört werden, das Internet überwacht und was weiss ich noch was alles.
Ich bestreite nicht, dass es Menschen gibt, die unser System ausnützen. Das gilt aber für IV-Betrüger genauso, wie die Verfechter der finanziellen Privatsphäre. Das sind übrigens sehr oft dieselben, die am lautesten nach Sozialdetektiven schreien.
Ich erwarte von einer derart wohlhabenden Gesellschaft, dass sie die Benachteiligten Menschen schützt und nicht auf Verdacht hin ihrer Privatsphäre beraubt. Die faulen Eier findet man auch ohne solche massiven Eingriffe. Und ja, ich halte diesen Schnüffelstaat auch bei Steuervergehen für nicht adäquat. Privatsphäre und Datenschutz gilt für alle!

Weitere Infos hier: 16.479 Gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten

Mobbende Politiker

Seit die Flüchtlingsproblematik etwas an politischer Brisanz eingebüsst hat, besinnt sich der Rechte Mob wieder auf das, was er am besten kann. Gezieltes Diskreditieren einzelner exponierter Personen. Auf dem Schulareal würde man es heute wohl gezieltes Mobbing nennen.
Da werden Wissenschaftler/innen, Pädagogen, Journalisten aber auch Menschen wie du und ich durch den Dreck gezogen, nur weil sie ihren Job machen oder einfach ihr Leben leben.
Das geht soweit, dass sich Nationalräte derart ereifern, im Parlament Vorstösse zu starten, deren einziges Ziel ist, eine ganze Berufsgruppe in die Pfanne zu hauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob persönliche Prinzipien kurzzeitig in Vergessenheit geraten.
Dieses Spiel kennen wir schon länger. Ob die Personen nun Sarasin, Goltermann, Schutzbach, Sommaruga, Leuthard, Wyss oder Spiess-Hegglin heissen. Sobald sich Personen mit abweichender Meinung exponieren wird als erstes versucht, die Person zu demontieren.
Werden aber Details aus den eigenen Reihen bekannt, gelten sehr schnell andere Massstäbe. Mit dem rechten Mob ist keine Politik zu machen. Wer ausschliesslich auf nicht genehme Personen und deren Meinung zielt, soll sich in die Kommentarspalten der Boulevard-Medien verkriechen und seinen Platz in der Politik konstruktiven Kräften überlassen. Leuten, denen die Angelegenheiten der Schweiz noch am Herzen liegen und denen es zu blöd ist, einzelne Menschen zu mobben.
Da der Horizont allerdings derart beschränkt ist um das selber zu erkennen, liegt es an uns Wählern, hier auszusortieren.

30-60-90

Ich stelle jetzt mal frech eine Behauptung (denkanstoss) auf. Keine Ahnung ob sie in dieser Art bereits existiert und ich erhebe auch keinen Anspruch auf Exklusivität geschweige denn Richtigkeit. Ich gebe der Behauptung trotzdem den Namen 30-60-90

 

In den allermeisten Fällen leben 3 Generationen gleichzeitig. Zur ersten Generation (30er) zähle ich alle zwischen 0 und 30 Jahren. Die zweite Generation (60er) sind zwischen 30 und 60 Jahre alt und die 90er ab 60plus.

Bei 2 dieser 3 Generationen war Fernsehen nicht von Beginn weg selbstverständlich. Erst die 30er sind von Beginn weg mit diesem Medium aufgewachsen.

Die NoBillag-Initiative stösst also 2 Generationen vor den Kopf, in dem sie etwas verändern will, das für viele nicht von Beginn weg selbstverständlich war.
Persönlich kommt die Nobillag-Initiative aus diesem Grund 1 Generation zu früh. Erst wenn die 60er Generation durch eine neue 30er ersetzt wurde ist es meiner Meinung nach Zeit für ein solches Anliegen wie #NoBillag

Selbsternannte Königinnen der Schöpfung

Liebe selbsternannte Königinnen der Schöpfung

Ja, Männer können Schweine sein, aber wir können nichts dafür, dass wir mit einem Gehänge zwischen den Beinen geboren wurden. Eine Hetzjagd auf das mit Schwänzen ausgestattete Geschlecht hat die Mehrheit nicht verdient. Bitte pauschalisiert also nicht und pickt euch die echten Schweine heraus. Eure loyalen Untergebenen helfen beim Schlachtfest gerne mit.

Warum schreibe ich das?

Es ist eine beschissene Situation, wenn du nicht aus der Opferperspektive argumentieren kannst und mit einem Veto Gefahr läufst, in eine Täterrolle gedrängt zu werden. Du riskierst, dass dir Verharmlosen oder sogar Sympathien für Schweine unterstellt werden.

Liebe selbsternannte Königinnen der Schöpfung, stellt eurem Gegenüber klar, wenn euch etwas nicht gefällt. Die mit dem Gehänge zwischen den Beinen haben dafür leider wenig Gespür. Woran das liegt, weiss ich nicht. Es kann nämlich nicht sein, dass wir (die mit dem denkenden Geschlechtsteil) eine Äusserung in aller Konsequenz durchdenken und unser Gegenüber auf mögliche Reaktionen analysieren müssen, bevor uns etwas aus dem Mund rutscht.

PS: Bei Berührungen gelten selbstverständlich andere Regeln!

Karten auf den Tisch

Ich blogge nun schon seit einigen Jahren. Heute ist aber erstmals ein Mail bei mir eingetroffen, das mich sehr freundlich auf meine mittlerweile doch recht provokative Schreibweise aufmerksam gemacht hat.

Ich bin mir dessen durchaus bewusst und möchte hier eine kurze Erklärung dazu abliefern.

Ich habe zur Zeit einen, glücklicherweise sehr glimpflich abgelaufenen Schicksalsschlag, zu verarbeiten. Ich hatte Ende Juni einen Schlaganfall erlitten, der mich zuerst ins Spital und anschliessend in die Reha brachte. Körperlich ist eigentlich soweit wieder alles beim Alten. Allerdings trage ich noch immer ein paar psychische Narben mit mir herum. Es ist scheinbar nichts aussergewöhnliches, dass sich Menschen nach einem Schlaganfall noch über längere Zeit mit Depressionen herumschlagen. Das gilt auch für mich. Im Kopf habe ich das Ereignis sicher noch nicht verarbeitet und das äussert sich zuweilen auch in schriftlichen Ausbrüchen. Das ist keine Entschuldigung, denn das, worüber ich schreibe hat sich nicht geändert. Aber die Wortwahl ist definitiv schärfer geworden. Das bedauere ich und ich werde mir Mühe geben, wieder zurück zu mehrheitlich objektiven Texten zu finden. Die spitze Zunge wird aber bleiben, einfach fair soll sie wieder werden 😉

Ich hoffe, ihr übt noch ein wenig Geduld mit mir und ihr meldet euch, wenn ich es übertreibe. Ich bin immer offen für ein Gespräch und auch gerne bereit Korrekturen und Entschuldigungen anzubringen, wenn ich mal zu weit gehe. Mein Blog wird aber mit Sicherheit kein Weichspüler-Account werden. Ich bleibe kritisch und stehe zu meiner Meinung.

Vielen Dank für euer Verständnis