Eine Warnung

Ich habe mich gestern in die Nesseln gesetzt und in meiner Wut etwas vorschnell einen Kommentar geschrieben, der sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat. Den Kommentar habe ich transparent als falsch deklariert.
Heute kommt das St.Galler Tagblatt mit einer Erklärung und weiteren Informationen daher. Informationen, die auch für mich absolut neu sind. Informationen, die man nur bekommt, wenn man aktiv auf die Stadt zugeht.

Wenn die Stadt aktiv mit einer Medienmitteilung rausgeht, dann muss diese vollständig und transparent sein. In der gestrigen Mitteilung war dies nicht der Fall. Im Gegenteil. Liest man heute den Artikel im Tagblatt, dann merkt man schnell, was alles unterschlagen wurde. Von Korrekturgesuchen über Baubewilligungen bis zu Verkehrsanpassungen und Aufstocken von Parkplätzen fehlt so ziemlich alles, was zur transparenten Erklärung notwendig ist.

Die Stadt tut gut daran, in Zukunft die Stadtbewohner so zu informieren, dass sie auch ohne das Tagblatt in der Lage ist, die Mitteilung einordnen zu können. Das war gestern definitiv nicht der Fall.
Was sie damit auslöst ist schnell ersichtlich und betrifft auch mich und meinen Blog. Halbwissen, Gerüchte, Spekulationen, Wut, Misstrauen sind die logische Konsequenz.
In meinem Fall trifft so ziemlich alles zu. Ich habe die Schnauze ziemlich voll, ja, ich hatte schon den Gedanken, das Thema Parkplätze hinzuschmeissen.
Ich weiss nicht, was die Stadt mit dieser Informationspolitik bezwecken will? Geht es darum einen Wissensvorsprung zu sichern? Hat die Stadt Angst vor Reaktionen? Liegt es an der Mentalität einiger städtischen Angestellten?

Ich erwarte von der Stadt eine offene und transparente Informationspolitik. Geheimniskrämerei, wie sie in einigen Direktionen aktiv gelebt wird, hat keine Zukunft. Im Gegenteil. Die Stadt verspielt Vertrauen und muss damit rechnen, dass sie zum Buhmann wird.

Das betrifft auch #kurzverbloggt. Noch schmeiss ich nicht hin. Nein, ich werde in Zukunft aktiv auf die Direktionen zugehen und die Informationen einfordern. Wenn die Stadt nicht in der Lage ist, für Transparenz zu sorgen, dann übernehme ich das.
Ich bin mir bewusst, dass ich damit auch Gefahr laufe, zu einem Wutbürger zu werden. Das nehme ich in Kauf.

Ihr dürft euch also darauf freuen, dass ich sämtliche Informationen und ihre Beschaffung hier dokumentieren werde. Ohne Rücksicht! Und ja, es wird Klartext geschrieben. Die Zeiten in denen ich auf Personen Rücksicht nehme sind vorbei.

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