Entwicklung Anzahl PKW vs. Anzahl Einwohner

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich euch mit Datenauswertung oder Zahlen bombardiert habe. Heute habe ich für euch die Entwicklung der Anzahl Personenwagen vs. die Entwicklung der Wohnbevölkerung aufbereitet.

Hier geht es um eine Übersicht, wie viele Autos pro Einwohner so in der Stadt unterwegs sind resp. die meiste Zeit einfach herumstehen.

Die Stadt St.Gallen zeigt sich hier ziemlich konstant. Die Zahl der zugelassenen Personenwagen ist stabil, wobei sie seit 2018 leicht am Sinken ist. Ähnliches gilt für die ständige Wohnbevölkerung. Sie steigt konstant ganz leicht an. Das wirkt sich minimal auch auf die Anzahle Personenwagen pro Einwohner aus. Lag die Zahl 2016 noch bei rund 455 Personenwagen pro 1000 Einwohner, waren es 2021 „nur“ noch 445 Personenwagen.

Ein Trend, wie in anderen Städten, dass immer mehr Stadtbewohner auf das Auto verzichten lässt sich für St.Gallen im Moment nur auf einem sehr tiefen Niveau feststellen.

Quelle: Eigene Auswertung der Zahlen https://www.stadt.sg.ch/home/verwaltung-politik/stadt-zahlen.html


Dazu ein Vergleich aus dem Städtevergleich Mobilität der Städtekonferenz Mobilität (SKM). Die Zahlen dort stammen allerdings aus den Jahren 2010/2015. Wàhrend in Basel, Bern und Zürich immer weniger Einwohner ein Auto besitzen ging es in Luzern und St.Gallen in die andere Richtung. Winterthur zeigt sich ziemlich konstant. Sollte sich der Trend in der Stadt St.Gallen fortsetzen, dann besteht aber die Chance, dass auch bei uns die Stadtbevölkerung erkennt, dass es bessere Alterantiven anstelle eines eigenen Autos gibt.

Quelle: https://skm-cvm.ch/de/Info/Fakten/Stadtevergleich_Mobilitat

Es bieten sich hier weitere Vergleiche an, die allenfalls helfen könnten, den Gründen auf die Spur zu kommen. Ich wage aber keine Aussage. Es gibt sehr viele Parameter , die hier eine Rolle spielen. Das wären zum Beispiel Angebot und Kosten für private und öffentliche Abstellplätze, ÖV-Angebot, Alternativen wie Carsharing, Förderung von Velverkehr usw.

Ein Kommentar

  • Stettler Hansueli

    Die schlüssigste Erklärung dürfte wie bei den GA pro Kopf bei der Dichtezahl liegen:
    Eine Zürcherin erreicht innert der Fahrzeit von einer Stunde mit dem GA fast einen Drittel der Einwohner der Schweiz.
    Von der Stadt St. Gallen aus sind das höchstens die Zahl der Kantonseinwohner…also etwa 500.000.
    Wenn man also so einen Erreichbarkeitsfaktor (heisst wohl anders in der Fachsprache) und die Erschliessungsdichte/Frequenz einbezieht, ist klar, warum man von hier zu seinen Freunden in Eggerstanden mit dem Auto fährt.
    Die einzigen Faktoren, die das Autofahren wirksam eindämmen könnte, sind einerseits die Kosten pro Km und andererseits der Zeitaufwand von Ort zu Ort.
    Da hat sich all die Jahre kaum etwas verändert, auch wenn der Sprit nun leicht teurer geworden ist.

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