Festiv(abf)al(l)

Alle Jahre wieder sehen wir die Bilder von Abfall übersäten Wiesen, die an Festivals zurückbleiben. Ja, ich finde es richtig Scheisse, wie die Besucher ihre Schlafplätze zurücklassen. Aber ist das was wir sehen auch wirklich diese ungeheure Abfallmenge oder ist es der subjektive Eindruck, der uns Büntzli-Schweizer zum jährlichen Sommerloch-Aufschrei verleitet?

Ich versuche mal Klarheit zu schaffen, in dem ich ein paar Zahlen (Open Air St.Gallen) gegenüberstelle

@Home@Festival
Abfall1.92 kg/Tag1.5 kg/Tag
PET Recycling83 %95 %
Wasser299 Liter/Tag25 Liter/Tag
Rücklauf Zelte
(ca. 600 bleiben liegen)
91 %

Quellen: BAFU, SVGW, St.Galler Tagblatt, Open Air St.Gallen ( Die Zahlen stammen jeweils aus dem Jahr 2017/18 ), Details gibts in den nachfolgenden Grafiken und Tabellen

Unbestritten, es gibt immer Verbesserungspotential. Die Festival-Organisatoren bringen auch jedes Jahr neue Ideen, mit denen Verbesserungen erreicht werden sollen. Manche funktionieren, manche sind nach 2 oder 3 Ausgaben nicht mehr wirksam und andere laufen ins Leere.

Die Zahlen aber zeigen recht deutlich, würden die Besucher zu Hause bleiben, es wäre schlimmer

Die Aufstellung ist selbstverständlich unvollständig und bezieht sich auf die Schreckensbilder. Im Hintergrund gibt es natürlich durchaus noch weitere Punkte, in Bezug auf Umweltschutz. Da wären die An- und Abreise, die Stromproduktion usw. Diese liessen sich zwar ebenfalls berechnen, aber das überlasse ich den Bezahlmedien, die sollen ruhig auch mal etwas anderes tun anstatt mit „Horrorbildern“ auf Klicks zu setzen.

Hier wie angetönt die Quellen zu den oben aufgeführten Zahlen:

Quelle: St.Galler Tagblatt vom 31.5.2019
Abfall-und-Recycling-2017-im-Überblick

Wasser: Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches

Update vom 20.7.2019

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