Feuerwehrdepot – ein Murks

Am 17. November stimmen wir über die Komplett-Sanierung unseres Feuerwehrdepot ab und ja, ich halte es für einen Murks, eine Riesenkröte, die wir vermutlich einfach schlucken müssen.

Es ist absolut unbestritten. Das heutige Depot ist eine Zumutung. Wer einen Blick in die äusserst kreativ geflickten Schlafräume der Berufsfeuerwehr werfen kann, der wird nie auf die Idee kommen, dass hier kein akuter Bedarf besteht. Soweit ist eine Diskussion obsolet. Es muss etwas gehen!

Es ist aber auch so, dass hier mindestens 15 Jahre lang geschlafen wurde. 20 Millionen müssen in ein Gebäude investiert werden, das zwar strategisch am richtigen Ort steht, aber möglicherweise bereits in wenigen Jahren wieder zur Diskussion steht. Dann nämlich, wenn die Stadtwerke und die VBSG wie angedacht an die Rechen-/Zürcherstrasse umzieht.

Die Sanierung wirft schon Fragen auf. Ist es technisch wirklich problemlos machbar, die 7x24h Bereitschaft während des Umbau aufrecht zu erhalten?
Muss wirklich Rücksicht auf die Stadtwerke genommen werden? Hört man bei kritischen Stimmen genau hin, dann sollte man sich schon überlegen, ob man die Stadtwerke, wenn sie einer besseren Lösung im Weg stehen, vielleicht schon heute aus dem Gebäude werfen muss?

Ich werde am 17. November mit der Faust im Sack ein Ja einlegen. Ich werde aber auch weiterhin ein Auge offen haben, wenn es um grössere Projekte geht. Ein „Nein, das geht nicht“ muss immer frühzeitig hinterfragt werden. Nicht dass es dann ein paar Jahre später heisst, es geht nicht anders.

Beispiele dafür gibt es genug. Aktuell ist der Bahnhof St.Fiden und der Weg zum Olmadeckel so ein Thema. Bislang wurde der Weg vom Bahnhof St.Fiden vergessen oder ignoriert. Und heute heisst es schon, dass geht nicht. Natürlich würde es gehen. Man muss einfach wollen!

Will man nicht, dann gibt es an der Urne eben Kröten zur Belohnung

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