Finger aus dem Arsch

Die Lenkungsbgabe auf leerstehende Ladenlokale, wie sie von der SP vorgeschlagen wurde, halte ich für falsch. Gerne begründe ich meine Meinung.

Die Stadt hat mit dem Forum „Zukunft Innenstadt“ Hand geboten. Sie versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Bedingungen für den stationären Handel zu verbessern. Dazu gehört auch eine umfassende Überarbeitung der Gebühren und die Einholung von Bewilligungen (diese wurde an der letzten Infoveranstaltungen vom 29.9.2018 in der Lokremise vorgestellt). Sie ist sie daran, die Innenstadt auch optisch zu erneuern. Das Projekt „Neugestaltung“ ist ein grosser Brocken, auch wenn er nicht allen gefällt. Und nicht zuletzt hat das Dornröschen namens Standortförderung zumindest mal die Augen geöffnet.

Jetzt muss der stationäre Handel, deren Interessenvertreter, die Gassengesellschaften und die Liegenschaftbesitzer/Vermieter die Finger aus dem Arsch nehmen. Sie sind am Zug. Bislang gibt es da ausschliesslich Schuldzuweisungen und Gejammere. Keine Aktion, keine konkreten Vorschläge bei denen auch nur Ansatzweise guter Willen zu erkennen ist. Beispiel Citymanager: Da wurde zwar ein Aufgabenbereich oder eine Art Pflichtenheft erstellt, es gab aber keinen konkreten Vorschlag, wie das Ganze finanziert werden soll.

Der Ball liegt nicht bei der Stadt! Es sind neue Formen gefragt, Eventshopping, Shopsharing, Kinderbetreuung, PickUpStationen oder was auch immer. Der stationäre Handel muss sich von sich aus bewegen. Tut er das nicht, dann stirbt die Stadt vorübergehend aus. Persönlich halte ich das zwar für wenig wünschenswert, aber vielleicht braucht es das, damit eine Erneuerung stattfinden kann. Es stehen uns harte Zeiten bevor, ja. Die Stadt kann Wasser und Brot verteilen, ja. Wenn die Detaillisten aber einen Braten auf dem Teller wollen, dann sollen sie selber dafür sorgen. Da müssen wir durch.

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