GESAK, Gründenmoos und NetzwerkSport

Das könnte jetzt eine etwas längere Geschichte werden. Ich strate einfach mal mit den Protagonisten, die irgendwie involviert sind und deren Verknüpfungen ich aus Sicht der Stadt St.Gallen äusserst kritisch sehe:

Die Stadt St.Gallen

Die Stadt St.Gallen hat das Gründenmoos nach dem Rückzug der Migros Klubschule dem Verein NetzwerkSport zur Zwischennutzung übergeben. Gemäss Medienmitteilung läuft der Pachtvertrag über 5 Jahre, wobei der Verein NetzwerkSport längerfristig plant und die Erstellung und Etablierung eines umfassenden Leistungssportzentrums für Sporttalente im Sinne eines Campus «SportZentrum Ostschweiz» im Sinn hat.

Der Verein NetzwerkSport

Der Verein NetzwerkSport wurde Ende 2019 gegründet. Das wird vor allem zu einem späteren Zeitpunkt in Zusammenhang mit dem GESAK relevant

Quelle: Verein NetzwerkSport

Sportfeld Gründenmoos AG

Die Sportfeld Gründenmoos AG ist ein Projekt von NetzwerkSport. Sie wurde gegründet, um die Sportanlage während den 5 Jahren Zwischennutzung zu betreiben. Gleichzeitig arbeitet die AG aber auch an der Weiterentwicklung des Konzeptes.

Quelle: Moneyhouse

Das Sportzentrum Ostschweiz

Noch ein neuer Begriff inklusive Definition:

Die drei Pfeiler eines künftigen SportZentrums Ostschweiz sind ein Kompetenzzentrum, sowie Bildungsinstitutionen für den Sport und disziplinenspezifische Leistungszentren.

Quelle: Sportfeld AG

Der Kanton St.Gallen

Was hat jetzt der Kanton St.Gallen damit zu tun?

Der Kanton St.Gallen hat im November 2020 sein Sportvision Ost vorgestellt, resp. möchte seine Vision weiter vorantreiben. Involviert ist auch der Verein NetzwerkSport St.Gallen, der für Sommer- und Indoor-Sportarten eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten soll.

Quelle: Kanton St.Gallen

Die Schweizerische Eidgenossenschaft

Jetzt kommt auch noch der Bund ins Spiel. Die wichtigsten Sportverbände haben beim Bund Fördergelder beantragt:

Quelle: Kanton St.Gallen

Dem NASAK und den vorgesehenen 5 Millionen habe ich im März 2021 ein kurzverbloggt gewidmet. Wie ihr seht, geht es da schon recht konkret zu und her:

Das GESAK

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Auslöser für diesen Post. Beim Studium des GESAK bin ich bei der Projektorganisation zum ersten Mal auf den Verein NetzwerkSport gestossen.
Das irritierte mich. Letztlich hätte das GESAK Mitte 2018 fertig sein sollen und trotzdem taucht in der Projektorganisation ein Verein auf, der erst Ende 2019 gegründet wurde?

Quelle: Stadt St.Gallen (PDF)

Dass der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden konnte, betrachte ich als weniger tragisch. Viel mehr überrascht hat mich, dass der Verein NetzwerkSport im GESAK 20mal!! erwähnt wird. Unter anderem auch bei der Weiterentwicklung „Sportschwerpunkt Lerchenfeld“

Quelle: GESAK Stadt St.Gallen, Seite 86

Was heisst das jetzt für das GESAK und die Stadt St.Gallen?

Man weiss es nicht so genau. Aus meiner Sicht spielen hier viel zu viele Interessen mit. Die Politik mit Bund, Kanton und Stadt, die Wirtschaft, Interessengruppen und Sportvereine. Irgendjemand zieht hier den Kürzesten und ich befürchte, es wird die Stadt mit ihrem GESAK sein. Ich befürchte, dass wir am Ende ein Leistungsportzentrum erhalten (was ich übrigens sehr begrüsse) das aber als städtische Sportanlage nicht oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann. DIe Stadt setzt auf ein Pferd, dass von anderen geschlachtet wird.

Ein Kommentar

  • Hansueli Stettler

    Zu viele Köche werkeln…
    Zu viele Konzepte dampfen vor sich hin…
    Zu wenig „nicht infrastrukturbasierter“ Breitensport…

    Zu wenig enkeltauglich das Ganze.

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