Gopfertaminomol – Tschüss Calatrava

Vor rund einer Woche habe ich mich über einen Stararchitekten und hoffentlich ehemaligen Stadtheiligen genervt, Und jetzt kommt schon wieder etwas zum Vorschein.

Im Rahmen der Marktplatzerneuerung sind über 1 Million für die Sanierung des Buswartehäuschens vorgesehen:

Quelle: Stadt St.Gallen

Ich habe mich ja damit abgefunden, dass das Teil stehen bleibt, weil es sich sehr viele Stadtbewohner wünschen. Aber die Bauten sind eine Hypothek für die Stadt. Ein schwarzes Loch.

Kaum zu fassen, was wir da an Geld verlocht haben!

Update vom 11.10.2019

Jetzt ist das Thema auch im St.Galler Tagblatt angekommen.
Hellhörig werde ich dann, wenn die 850’000 CHF teure Konstruktion unter Umständen abgebaut, saniert und wieder aufgebaut werden muss (der 1 Million-Fall!).
Wir werden es halt einfach schlucken müssen….

Ein Kommentar

  1. Das Projekt „Mit gemeinsamen Kräften entrosten wir zwei Stützen“ wird maximal übertrieben…man möchte sichtlich einfach Geld loswerden. Ich habe dort bisher keinerlei Untersuchungshandlungen festgestellt, was man bei einer aufgewendeten runden Kiste Steuerbatzen doch wohl vermuten dürfte…
    Ich schlage gerne vor, dass man die unteren verpissten 20 cm entrostet und dick mit PU-Farbe zudeckt. Tribut an die Säuferhunde. Mehr nicht. Das wär auch ganz im Sinn eines kleinen Beinpinklers an Calatrava. Damals hat er das Budget übrigens eingehalten – seine Gier wuchs, je länger er mit schrägen, imagegeilen Auftraggebern zusammenarbeitete.
    Mein Verdacht ist, es ist im Perimeter des Stadtzentrums ein extremer Aktivismus des Stadtingenieurs festzustellen, der überall Hand anlegen will, auch dort, wo es niemand will. Mit allerlei neckischen Kanten, Gräbli und viel, viel Aushub/Abfuhr und Neueinfüllen und Neu“gestalten“. Beat Beton Rietmann einmal mehr. Nun will er vermutlich – just vor dem Coop, vielen Dank dafür – noch eine Grube für das Regenwasser ausbetonieren, welches er wegen der geplanten Versiegelung des Areals nun zwischenlagern muss. Welche unbändige Freude kommt mir da auf, wenn ich an dieses Argument denke, die von niemandem gewünschte Haltestellenverschiebung elegant zu erledigen!
    Beim Nachdenken über den eigenen Spielraum den Klimawandel zu bremsen gäb es zuerst sicher noch ein paar andere Prioritäten. Wollten wir Umweltbewussten nicht lieber solche Inhalte in der smarten Stadt-Boutik in der Neugasse einbringen?

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