Kein Funken am Bahnhof Nord

2 Jahre und 3 Monate ist es her, seit das Forum Bahnhof Nord am 30.11.2016 seine Ergebnisse präsentiert hat.
Seither ist nicht Nichts passiert, aber es gab auch nicht wirklich einen sichtbaren Aufbruch.
Als Initialzündung wollte eine private Initiative einen Chiosco mit italienischem Flair auf dem Vorplatz der FHSG installieren. Die Idee hat es immerhin bis zu einem 1:1 Modell gebracht, ist aber leider an kleinen Dingen gescheitert.


Die Stadt hat es geschafft, und sich für das spanische Klubhaus eingesetzt. Das wird zur Zeit gerade komplett saniert und soll wohl demnächst (geplant war Ende 2018) eröffnet werden.


Ein Lichtblick kommt jetzt mit der Villa Wiesenthal. Wer nun denkt, das könnte der langersehnte Aufbruch für den Bahnhof Nord bedeuten, der wird mit grosser Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Es gibt da einen Akteur, der nicht mit spielen will.

War da nicht noch etwas mit einer Erweiterung der Fachhochschule?

Doch, nur dürfte das noch längere Zeit ein Papiertiger bleiben. Das Bildungsdepartement hat ringsherum ein paar ganz grosse Projekte aufgegleist, so dass da noch Jahre ins Land ziehen werden. Spontan fallen mir da der neue Uni Campus am Platztor, die Komplettsanierung der Gewerbeschule St. Gallen inklusive Erweiterungsbau und Wattwil mit einem neuen Campus für die Kantonsschule ein.
Ich gehe davon aus, dass das Bildungsdepartement zur Zeit weder Ressourcen noch Geld hat, die Erweiterung der Fachhochschule anzugehen.

Dass der Kantonsbaumeister Werner Binotto im Januar 2017 im St.Galler Tagblatt sagt:

«Ich wehre mich gegen ein langfristiges Baurecht an dieser Lage oder gar einen Verkauf dieses zentralen Grundstücks. Es muss in öffentlichen Händen bleiben.»
Denn die langfristige Entwicklung des Gebiets dürfe nicht zugunsten von ein paar Wohnungen der öffentlichen Hand entzogen werden. Falls tatsächlich ein (Wohn-)Hochhaus entstehe, dann müsse der Kanton dies selbst bauen – was nicht nur einen politischen Entscheid, sondern auch ein ganz neues Denken erfordere.


Das alles deutet darauf hin, dass am Bahnhof Nord für lange Zeit nichts passieren wird.
Aus meiner Sicht nach wie vor ein äusserst arrogantes und destruktives Verhalten des Kantons. Er bremst die Stadt aus und ist letztendlich der Spielverderber am Bahnhof Nord.

Hier findet ihr übrigens einen umfangreichen Medienspiegel zum Bahnhof Nord, der weit bis ins Jahr 2014 zurückreicht

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.