Orkan am Union

Das St. Galler Tagblatt schreibt von Gegenwind und das Magazin Saiten von Widerstand – Ich nenne das einen Orkan, der dem Parkhaus entgegenweht.

Bei dem Projekt liegen handfeste Einsprachen auf dem Tisch und auch sonst scheinen sehr viele Punkt nicht berücksichtigt oder angemessen eingeplant zu sein:

  • Die Appenzellerbahnen befürchten massive Beeinträchtigungen für die Durchmesserlinie während, aber auch nach der Bauphase
  • Franziska Wenk sorgt sich als Direktbetroffene und befürchtet ein Verkehrschaos
  • Die Grünen der Stadt haben am Abholzen der Platanen nur sehr wenig Freude
  • Peter Olibet verweist auf das Abstimmungsergebnis zur ersten Marktplatzvorlage
  • Hans-Ueli Stettler wirft dem Stadtrat sogar ungetreue Geschäftsführung vor
  • Die Frage nach dem Grundwasser resp. die Verdrängung durch den Tiefbau scheint nicht zu Ende gedacht
  • Ausgrabungen in der Stadt bergen archäologisch immer wieder Überraschungen
  • Die Auslastungszahlen der übrigen Parkgaragen zeigen, dass der Bau ebenfalls nicht zwingend notwendig ist

Das sind allesamt wichtige Punkte, die ein Überdenken des Bauvorhaben rechtfertigen.

Nebst der Tatsache, dass auch politisch einige offene Punkte zu reden geben.
Die Aktienbeteiligung der Stadt an der City Parking AG und der PLS AG werfen ebenso ein schlechtes Licht auf den geplanten Bau, wie auch die Kapitalerhöhung bei der City Parking AG im Vorfeld der ersten Marktplatzvorlage. Daneben halte ich auch die Verflechtungen von Dr. Elmar Jud und Thomas Scheitlin in diversen Firmen für problematisch. Der Verdacht auf gemeinsame Entscheidungen bei einem netten Bier liegt leider nahe.

Da wir ja eine grosszügige Erweiterung der Anzahl Parkplätze am Unteren Graben bekommen und weitere Möglichkeiten am Platztor bestehen, frage ich mich ob das Vorgehen des Stadtrates noch korrekt ist, oder ob es hier evtl. nicht doch einen Marschhalt mit einer Vorlage an das Stimmvolk geben sollte. Ein breit abgestützter Entscheid wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung PS: Ja, ich weiss, dass es diesen Entscheid rein rechtlich nicht braucht, aber es wäre ein Signal, das zu mehr Vertrauen in die Sanktgaller Bauerei führen könnte. Man nennt es auch vertrauensbildende Massnahme und die würden dem Stadtrat durchaus gut tun.

Quellen zum Widerstand:

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