Das Tagblatt haut ab, endgültig?

Was für ein Wochenstart, die Lobhudelei von Stefan Schmid über die „heimliche Hauptstadt“ der Schweiz macht stinkig.

„Nirgendwo ist der Reichtum der Schweiz sichtbarer als an den Ufern der Limmat. Wohn- und Bürotürme schiessen in die Höhe, aus ehemaligen Industriebrachen werden hippe Trendquartiere, die modernen Nomaden des globalisierten Kapitals lassen sich in chicen Wohnungen nieder, zu horrenden Mietkonditionen.“

„Die nationale Politik sollte sich entschlossener auf die Zentren fokussieren. Dort geht die Post ab. Dort entscheidet sich, ob die Schweiz international konkurrenzfähig bleibt.“

„Von Randregionen hat niemand gelebt. Ein starkes Land braucht starke Zentren.“

„Wir berichten bis Samstag täglich auf zwei Seiten über dieses Zentrum, das wie kein zweites nach oben strebt. Eine pulsierende Stadt, die fasziniert.“

Und das von der einzigen, letzten Zeitung, die wir in unserer Stadt mit knapp 80’000 Einwohner noch haben. Eine Zeitung, die keinerlei Konkurrenz hat!
Diese letzte, in der Ostschweiz verbliebene Zeitung haut ab, ab nach Zürich, und wie! Mit einer Lobeshymne, die das Blatt eigentlich über unserer „Metropole“ verfassen müsste! Man fragt sich, ob diese Woche nicht der Anfang vom definitiven Ende ist. Eine der 10 grössten Städte der Schweiz ohne eine tägliche Zeitung?

Oder versucht sich da der Chefredakteur beim Mutterhaus einzuschleimen?

Wird Zeit für eine Revolution in unserer Republik….. #insider

Kurzzeitgedächtnis Stadtrat

Es ist noch kein halbes Jahr her, da hat der Stadtrat seine Evaluation zur Videoüberwachung in der Stadt St.Gallen präsentiert. Darin hiess es  unter anderem:

„Der Stadtrat hat seit Einführung der Videoüberwachungsmassnahmen bereits bewiesen, dass er sich seiner Verantwortung in diesem sensiblen Bereich bewusst ist und sich stets am Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert. Es sieht keine Veranlassung, weitere Videoüberwachungen einzuführen.“

Nun ist für Dienstag 13.6.2017 im Stadparlament folgendes Theme traktandiert:

„Reglement über die Videoüberwachung der Parkgaragen Kreuzbleiche und Rathaus“

Darin geht es um 2 neue Standorte für eine Videoüberwachung. Ein in der Tiefgarage im Rathaus und eine in der Parkgarage Kreuzbleiche.
Es hat also nur knapp 4 Monate gedauert, bis unser Stadtrat neue Standorte vorschlägt.

Aufgewärmt – Nazca Linien

Ich muss meine Idee nochmals aufwärmen, sorry.
Am 4. Forum „Zukunft Innenstadt“ wurden 10 Themengebiete ausgewählt, die in den nächsten Monaten intensiv angeschaut werden sollen. Eines davon heisst „Signaletik – Welche Schilder sind erforderlich, dass sich Gäste in der Stadt zurechtfinden? „. Ein weiteres Themenfeld lautet: „Touristische Aktivitäten und Angebote – Was fehlt den Touristen?“ und noch ein Drittes: „Digitale Vernetzung – Braucht es ein offenes Netz? Welche Apps könnten den Touristen dienen?“ Zusammen mit der Neugestaltung Altstadt und der Pflästerung ergeben sich grosse Chancen für meine Idee „Stadtlehrpfad“

Und so sieht die Idee aus:

Die neu gepflästerten Gassen erhalten einen Gehweg zur Orientierung in der Innenstadt. Dieser Gehweg könnte durch Abschleifen oder Teer auch die Probleme für Seh- und Gehbehinderte Menschen entschärfen.

Mit einer durchdachten Linienführung entstünde ein Pfad vorbei an touristischen Sehenswürdigkeiten.

Geschickt integrierte „Wegweiser“ und Informationen dienen sowohl Touristen als auch Auswärtigen bei der Orientierung.

Wenn der Pfad dann noch mit einer mobilen App, angereichert mit Infos, unterstützt wird, dann schlagen wir gleich 3 Themengebiete aus dem Forum und entschärfen die Diskussion um die Pflästerung. Geschickt aufgemacht, würde die Stadt um eine zusätzliche Attraktion, die sich geschickt vermarkten lässt, reicher.

Die Idee hatte ich ursprünglich vor rund einem Jahr. Nun hat sie durch das Forum neuen Auftrieb erhalten 😉

VBSG – Zum 3. Mal in Folge weniger Fahrgäste

Die St.Galler Nachrichten vermelden heute für das Jahr 2016 einen Rückgang der VBSG-Fahrgäste um 4.8%
Zwar wird die Baustelle am Banhhofplatz erwähnt, das dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein.
Denn bereits 2015 und 2014 wurden weniger Fahrgäste verzeichnet:
2015 waren gemäss Ralf Eigenmann die E-Bikes mitverantwortlich und 2016 gab es keinen ersichtlichen Grund.

Quelle: VBSG Geschäftsbericht 2016 (PDF)

Das wir in der Stadt eine hohe Zahl an Autopendler haben, sollte uns zu Denken geben.
Ist unser ÖV zu wenig attraktiv? Stimmen Nachfrage und Angebot in Bezug auf Fahrplan und Linien?
Fragen, die man durchaus ins Parlament tragen könnte.

Viel ÖV-Potential in St.Gallen

Das Bundesamt für Statistik hat heute die Zahlen zum Verkehrsverhalten der Bevölkerung 2015 veröffentlicht.
Besonders aufgefallen ist mir der hohe Anteil an Autos und der tiefe Anteil Eisenbahn im Vergleich zur Agglomeration Zürich und Winterthur oder Zug. Es scheint, als ob ein ausgebautes Angebot an Bahn (spez. S-Bahn) den entscheidenden Unterschied ausmacht. Bus und Tram haben überall einen eher geringen Anteil. Wenig erfreulich ist die Tatsache, dass in St.Gallen eher auf das Auto als auf den ÖV resp. auf die Bahn ausgewichen wird. Entweder ist das Auto zu attraktiv, oder der ÖV keine wirkliche Alternative.
Da freut man sich doch auf die anstehende Mobilitätsinitiative in der Stadt oder Freie Fahrt auf Kantonsstrassen im Kanton , die den Anteil an Autofahrten wohl noch weiter erhöhen wird.
Das muss nicht sein!

Kleinkraftwerk Mühlenenschlucht

Da das St.Galler Tagblatt sehr zurückhaltend mit Internetlinks oder der Einbettung von Multimedia ist, hole ich das hier nach:

Hier das Video zum Artikel „Mülenenschlucht: Die Angst der Anwohner
Das Video zeigt, wie viel Wasser bei 50 Liter pro Sekunde noch hinabfliesst.

Ich habe nicht nachgerechnet, wie effizient und wie sinnvoll das Kleinkraftwerk ist. Es hat aber einen gewissen Reiz, wenn man mit dem Wasser das die Mühleggschlucht hinunterfliesst, die Bahn nach oben zieht. Bei der Tahlfahrt liesse sich dann ein Teil der gewonnen Energie sicherlich auch wieder einspeisen.
Also ich finde, falls es machbar wäre, ein „energieautonomes Mühleggbähnli“ eine ziemlich coole „Touristenattratktion“ 😉

Mit der angekündigten Sanierung der Strecke, der neuen coolen Kabine und dem barrierefreien Einstieg wäre der „autonome Betrieb“ ein weiteres Highlight.

Update vom 29.6.2017: Kein Wasserkraftwerk in der Mülenen

Legislaturziele 2017 bis 2020

Nachdem der Stadtrat heute die Legislaturziele präsentiert und die Medien fleissig darüber berichtet haben, hier meine, etwas weniger „laut“ erwähnten Highlights:

  • Die Open Data Plattform St.Gallen für frei zugängliche Daten ist aufgebaut und in Betrieb.
  • Eine Partizipationsplattform St.Gallen für den Einbezug von Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Unternehmen ist aufgebaut.
  • Die räumlichen Vorstellungen für die künftige Entwicklung des Stadtteils St.Fiden – Heiligkreuz sind geklärt.
  • Die intelligente Steuerung und effiziente Kontrolle des rollenden und ruhenden Verkehrs sowie des Parkraumangebotes sind wesentlich ausgebaut.

Es freut mich, dass die Stadt Partizipation nach wie vor Gross schreibt. Bin aber gleichzeitig auch gespannt, wie die Diskussion im Stadtparlament verlaufen wird.
Den Slogan, den sich der Stadtrat gegeben hat, kann ich zu 100% unterstützen!

Versprechen an die Stadt

Nachdem Gestern und Vorgestern die Cityparking AG Schlagzeilen gemacht hat (der unbequeme Verwaltungsrat), wäre ein Kommentar eigentlich angebracht. Da die Stadt St.Gallen an der Generalversammlung der Cityparking AG vom 8.5.2017 aber ein klares Zeichen gesetzt hat und ich Peter Jans versprochen habe, den Vertretern der Stadt im Verwaltungsrat eine Chance zu geben, verzichte ich darauf.
Stattdessen habe ich den Medienspiegel zur Parkgarage am Schibenertor auf Vordermann gebracht.

Der Ausfall der Woche

Auch in dieser Woche funktionierte uns Parkleitsystem so gut wie überhaupt nicht.
Einzig von Dienstag-Mittag bis Mittwoch-Mittag lieferte das System Zahlen.

Während den restlichen Tage wurden keine freie Parkplätze an die Webseite geliefert. Ich befürchte, dass es auch auf den Anzeigetafeln keine Aktualisierungen gegeben hat (zufällige Stichproben, reine Vermutung). Betroffen waren diesmal nicht nur vereinzelte Parkgaragen, sondern gleich Alle!

Wer weiss, vielleicht findet Nino Cozzio noch Zeit, in den letzten Monaten vor seiner Amtsübergabe bei der PLS-AG nachzufragen. Immerhin vertritt er die Stadt im Verwaltungsrat der Firma