Aufhören, ich schaff das sonst nicht

In St.Gallen geht mal wieder die Post ab und ich komm mit meinem Blog nicht mehr hinterher 😉
Es bleibt also nicht nur spannend, sondern wird noch spannender in der Gallusstadt

Und natürlich die Vision Marktplatz+ der WISG

Stadtparlament Amtsdauer 2017–2020 – 1. Sitzung

Das neu gewählte Stadtparlament hat seine erste Sitzung abgehalten.
Neu mit elektronischer Abstimmungsanlage. Somit wird, wie mir die Stadt auf Anfrage bestätigt, die Abstimmungsprotokoll jeweils dem Geschäft angehängt.

Eigentlich war ich gespannt auf das Traktandum 8, die Passarelle beim Riethüsli.
Dazu reichte aber leider die Zeit wegen der nachfolgenen Präsidiumsfeier nicht mehr. Die zahlreichen Zuschauer aus dem Quartier hatten daran wohl weniger Freude.

Und heute erfahre ich noch das:

Unser Stadtpräsident chauvinistisch, paternalistisch und politisch zur Wahl der neuen Stadrparlamentspräsidentin – Magazin Saiten

Zum Schluss noch die (für mich) wichtigsten Abordnungen für die Amtsdauer 2017–20

Verwaltungsrat der City Parking AG:

  • Heinz Indermaur
  • Roger Dornier (FDP)
  • Roger Bechtiger (CVP)

Hinweis: Heinz Indermaur wird per 1. Mai Leiter Soziale Dienste St.Gallen. Sobald sein Nachfolger als Stabschef feststeht, übernimmt dieser seinen Sitz im VR.

Verwaltungsrat der Olma Messen St.Gallen:

  • Stadtpräsident Thomas Scheitlin
  • Doris Königer (SP)

Delegiertenversammlung der Olma Messen AG:

  • Anja Bürkler (Junge Grüne)
  • Vica Mitrovic (SP)
  • Nadine Niederhauser (glp)
  • Marcel Rotach (FDP)
  • Werner Ruppeiner (CVP)
  • Heini Seger (SVP)

Liegenschaften- und Baukommission (LBK):

  • Clemens Müller (Präsident, Grüne)
  • Roger Dornier (FDP)
  • Doris Königer (SP)
  • Werner Kühne (FDP)
  • Thomas Meyer (CVP)
  • Peter Olibet (SP)
  • Daniel Rüttimann (glp)
  • Franziska Ryser (Junge Grüne)
  • Heini Seger (SVP)
  • Daniel Stauffacher (CVP)
  • Beatrice Truniger (SP)

Ich hab nach wie vor Mühe mit den 2 Mandaten von Roger Dornier, der sowohl als Verwaltungsrat bei der City Parking AG als auch in der Baukomission Einsitz nimmt. Ich frage mich nach wie vor, welche Interessen Roger Dornier bei der City Parking AG vertritt.

Der Kanton als Spielverderber

Da freut man sich zu Beginn des Jahres über den Chiosco, der am Bahnhof Nord eine neue Ära einleuten könnte und dann kommt der Kanton St. Gallen mit einem Dämpfer.
Sorry, lieber Kanton St. Gallen, die Aussagen unseres Kantonsbaumeister Werner Binotto im St. Galler Tagblatt vom 9.1.2017 sind mehr als fragwürdig. In dieser Form stösst er allen Interessierten und Beteiligten des partizipativen Verfahrens vor den Kopf.
Wir wissen alle, dass der Synthesplan nur ein Ansatz und kein fertiges Projekt ist. Aber dass man nun im Nachhinein und trotz Einsitz im Beurteilungsgremium so tut, also ob es das partizipative Verfahren nie gegeben hätte, kann ich nicht akzeptieren.
Es zeugt von einer gewissen Arroganz, wenn sich der Grundeigentümer nicht an die Testplanung gebunden fühlt und letztendlich auf „seinem Grund und Boden“ sein „eigenes Ding“ durchziehen will, insbesondere dann, wenn das Gebiet letztendlich den Leuten gehört, die sich für eine sinnvolle Entwicklung im Gebiet Bahnhof Nord eingesetzt haben.
Der Kanton soll sich zusammen mit der Stadt und der Visana dafür einsetzen, dass eine Ost-Erweiterung der FHS möglich wird. Dort wäre meiner Meinung nach der beste Platz für die notwendige Erweiterung.
Und wenn am Schluss steht, „…dass dies ein ganz neues Denken erfordere“ dann fordere ich den Kanton, die Stadt und alle anderen Beteiligten auf, endlich neu zu denken!

PS: Das die FHS Platz benötigt, wusste man schon lange vor dem Start. Es wäre also durchaus möglich gewesen, diese Vorgabe in die Testplanung einfliessen zu lassen….

Chiosco am Bahnhof Nord

Das Tagblatt resp. René Hornung berichtet heute, dass der von den beiden Architekten Ivo Barão und Peter Hutter vorgeschlagene Kiosk sehr schnell aufgestellt werden könnte. Ein guter, gelungener Startschuss für den Bahnhof Nord. Da war man sich am abschliessenden Themenforum einig.
Damit man nicht allzuviel Vorstellungskraft benötigt hier ein Bild eines der kleinen feinen Häuschens aus Catania (IT):

Chiosco di granite a Catania

Handänderungen Platztor

Wie man den Handänderungen 10.12.2016 bis 24.12.2016 entnehmen kann, hat der Kanton St. Gallen 4 Parzellen von der Firma Senn Resources übernommen.
Es handelt sich dabei um Grundstücke, die für den neuen HSG Campus am Platztor benögtigt werden:

  • C-931 – St.Jakob-Strasse 13 Geschäftshäuser, 341,0 m2
  • C-3531 – Magniberg 566,0 m2
  • C-4159 – Magniberg 3 Einfamilienhaus, 460,0 m2
  • C-4346 – Böcklinstrasse 10 Mehrfamilienhaus, 1‘288,0 m2

Die von mir eingezeichneten Parzellen sind nur annähernd und entsprechen nicht den tatsächlichen Grenzen. Sie wurden ungefähr von den Grenzen auf dem offiziellen Stadtplan der Stadt übernommen.

 

PS: Eine weitere schöne Ansicht des Gebietes (und auch dem Rest der Stadt) gibts auf der virtualcityMAP Sankt Gallen

Neustart #kurzverbloggt

Das Jahr 2017 startet mit einer neuen URL und einem neuen Blog.
Inhaltlich wird sich gegenüber meinem alten Blog unter https://blog.marcel-baur.ch wenig bis gar nichts ändern. Die Inhalte auf der alten Webseite bleiben selbstverständlich online.
Der Grund ist, dass sich mein #kurzverbloggt eigentlich recht gut etabliert und eine eigene Domain verdient hat. Zudem möchte ich meine persönliche Domain in Zukunft für andere Ideen nutzen.

Einen guten Start ins neue Jahr und weiterhin viel Spass mit meinen Texten

Marcel

Unflexibles Tram

Ein starker ÖV ist wichtig. Ein Tram ist ein möglicher Weg dorthin.
Was mir aber schwerfällt zu akzeptieren ist es, wenn eine Stadt, die sich vernetzt, die sich Smartcity nennt, auf ein unflexibles Schienensystem aus dem letzten Jahrtausend setzen will.

St.Gallen ist auf einem guten Weg. Etwas mehr Mut braucht es allerdings noch, um eine echte smarte, vernetzte Stadt zu werden.

Verkehrszahlen in St. Gallen

Heute hat die Stadt die Verkehrszahlen 2015 veröffentlicht. Die Presse hat die Meldung auch dankbar aufgenommen.
Allerdings gibt es dazu ein paar persönliche Anmerkungen:

  1. Die Form der Daten
    Die Daten (übrigens genau wie 2014) kommen im PDF-Format, wobei die Darstellung auf eine ursprüngliche Bildschirmpräsentation (Powerpoint?) deuten.
    Diese Art der Datenweitergabe ist aus verschiedenen Gründen eine Zumutung. Die einzelnen Werte lassen sich nicht in eigene Tabellen übertragen und weiterverarbeiten. Sie sind auch nicht barrierefrei und nicht durchsuchbar.
    Ich wünsche mir von der Stadt eine Form der Datenweitergabe, die dem Inhalt (das sind ja Zahlen, keine Bilder!) gerecht wird. Am liebsten in einer CSV Datei oder wenn es denn sein muss als Excel-Datei
    Immerhin hat das Tiefbauamt diesmal auf eine Weitergabe via CD und Briefpost verzichtet und den Inhalt zum Download bereitgestellt (siehe dazu meinen Blogbeitrag vom 3.3.2016)
  2. Inhalt
    Die Mittelwerte sind bis auf wenige Ausnahmen auf ein ganzes Jahr gerechnet. Das subjektive Empfinden der Stadtbewohner fokussiert aber fast durchwegs auf die Zeiten, in denen das Verkehrsaufkommen so massiv ausfällt, dass es zu Staus kommt. Die Stadt täte gut daran, ihre Zahlen aufzubrechen und der Bevölkerung Durchschnittswerte pro Uhrzeit zur Verfügung zu stellen. Nur so kann sie wirklich argumentieren und zum Beispiel auch die Pförtneranlagen am Stadtrand begründen. Zudem interessieren sich die wenigstens für die Zahlen zwischen 0:00 Uhr und 05:00h, die den Tages-Durchschnitt kräftig nach unten drücken.
    Das Bundesamt für Strassen macht es da deutlich besser. Beim Astra sind die Zahlen für die Stadtautobahn stündlich (7 x 24h) über 365 Tage erhältlich, Richtungsgetrennt versteht sich!
    Nimmt man die Werte nämlich genau, sind sie in dieser Form unnütz, da die Zahlen die Summe der Fahrzeuge in beide Richtungen sind. Es ist also keine Unterscheidung möglich, ob der Verkehr in die eine Richtung angestiegen und gleichzeitig in die Andere abgenommen hat. Für Pendlerströme von und in die Agglomeration durchaus entscheidende Werte. Für zuverlässige Aussagen zum Aufkommen und Verkehrsfluss braucht es richtungsgetrennte Messwerte. Es könnte ja sein, das auf der Teufenerstrasse 2014 das Verhältnis 50:50 war und 2016 25:75

Das Veröffentlichen von Zahlen gehört mittlerweile zu den Pflicht-Aufgaben der Städte. St. Gallen beschränkt sich leider noch immer auf eine simple Publikation, anstatt die gesamten Zahlen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ich hoffe, OpenData erreicht demnächst auch unsere Verwaltung. Architekten, Firmen und weitere interessierte Kreise freuen sich mit Sicherheit darüber. Übrigens, der Aufwand die Rohdaten zur Verfügung zu stellen dürfte deutlich tiefer liegen, als die Arbeit, die hinter der Erstellung der Präsentation liegt. Bei OpenData wird niemand sauer, wenn nackte Zahlen anstelle von farbigen Balkendiagrammen daherkommen 😉

Desinteresse bei den Grundeigentümern

Ich bin sauer!
Ok, beim Marktplatz in St. Gallen ist vieles, wenn nicht sogar alles schief gelaufen.
Die Stadt hat zwar bereits 2 Abstimmungsresultate und eine VOX-Analyse als Messlatte für den 3. Anlauf, sie versucht aber, beim hoffentlich letzten Anlauf, möglichst viel richtig zu machen.
Unter anderem nicht nur mit Einbindung der Öffentlichkeit, sondern auch intensiven Abklärungen mit Anwohnern, Gewerbe und Grundbesitzern. Nun ist eine Umfrage und Auswertung unter den Betroffen einsehbar. Ich dachte, ich sehe nicht richtig.
Der Rücklauf der Umfrage unter den Grundeigentümern betrug gerade mal 34%!!! Oder, um es deutlicher zu machen: Von 50 Angeschriebenen haben gerade mal 17!! geantwortet.

Quelle: Stadt St.Gallen

Liebe Grundeigentümer am Marktplatz. Dieses Desinteresse (oder Arroganz?) ist erschreckend. Entweder schluckt ihr den nächsten Entscheid stillschweigend oder ihr nehmt die Finger aus dem Ar… und beteiligt euch.
Und falls nicht, wagt es nicht, euch bei Parkgaragen, Parkplatzaufhebungen und ÖV-Haltestellen mit Einsprachen und Jammern, quer zu stellen. Aus meiner Sicht habt ihr euer Mitspracherecht verwirkt!

PS: Eigentlich wäre dies ein Leserbrief wert und zwar einer der sich gewaschen hat. Ich verzichte aber diesmal darauf. Ihr könnt den #kurzverbloggt aber gerne unter Freunden und Bekannten weitergeben, wenn euch das ebenso sauer aufstösst. Danke

Die Stadt erklärt sich den geringen Rücklauf so: