OpenData Ansporn Part II

Ok, das könnte noch ein Weilchen dauern, dis ich die Datensammlung und die Visualisierung so habe, wie ich sie mir vorstelle. In der Zwischenzeit hier eine erweiterte Version der Parkplatz-Statistik.
Es sind insgesamt 3 Übersichten über alle Parkhäuser.

Im Moment werden die Daten einmal in der Nacht aktualisiert
Abgesehen vom Einstein, Burggraben und Olma. Hier liefert der RSS Feed der PLS-AG zur Zeit keine Daten. Das selbe gilt für den Zeitstempel. Der ist im Januar stehen geblieben. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis das korrigiert wird.

OpenData Ansporn – Part I

Ich habe mir wieder ein Mal etwas in den Kopf gesetzt und ja, es hat mit Parkplätzen zu tun.
Diesmal liegt es aber ein bisschen anders also sonst.
Dr eigentliche Grund für mein Gehversuche in Richtung Datenvisualisierung ist, dass ich die Stadt von OpenData überzeugen will.
Es gibt zwar hunderte von Beispielen, wie in anderen Städten mit offenen Daten gespielt wird, aber keine Beispiele aus St. Gallen. Da bin ich auf die Idee gekommen, etwas mit meinen Lieblingsdaten zu entwickeln.

Die Idee

Eine sogenannte Heatmap über die aktuelle Auslastung der Parkgaragen in der Stadt.
Also eine Karte, die die Belegung der Parkgaragen in farbig darstellt. Je voller ein Parkhaus, desto deutlicher ist soll es auf einer Karte sichtbar sein.

Erste Schritte

Da mir das Hacker-KnowHow fehlt und ich höchstens in Ansätzen verstehe, was es dazu braucht, versuche ich es in einem ersten Schritt mit Klickibunti-Tools. In diesem Fall ist es Microsoft Power BI

Die erste Map

Mit Hilfe von Power BI sind auch Nichtprogrammierer in der Lage, eine Datenquelle (in diesem Fall der RSS-Feed der PLS-SG) anzuzuapfen und die aufgenommenen Daten zu transformieren. Nachdem ich die Daten ausgelesen und in lesbare Zeichen umgewandeln konnte, werden die Daten mit den Zugehörigen Koordinaten in einer Karte dargestellt.
Je grösser der Kreis, desto mehr freie Parkplätze sind vorhanden

 

Erstes Fazit

Es macht Spass
Allerdings bin ich noch nicht da, wo ich sein möchte.
Erstens gefällt mir das mit Microsoft nicht so richtig. Hier muss ich eine andere Möglichkeit für die Visualisierung suchen. Zweitens klappt das mit den Farben nicht. Die Kreise ändern zwar die Grösse, aber nicht die Farbe. Für einen ersten Wurf bin ich ganz zufrieden. Die Grundidee steht

Parkplatznot? Wo denn?

Die St.Galler Nachrichten reiten einmal mehr auf den Parkplätzen rum. Mittlerweile grenzt es an Gehirnwäsche, was die verschiedenen Gruppierungen in der Stadt veranstalten.
St.Gallen hat KEIN Parkplatzproblem!


Wenn dann hat St. Gallen ein Problem mit seinem Parkleitsystem und den jammernden Gewerbetreibenden und Hauseigentümern. Ich habe bereits mehrfach in meinen Blogbeiträgen darauf hingewiesen, dass diejenigen, die am lautesten nach Parkplätzen schreien auch diejenigen sind, die nichts oder fast nichts für eine zukunftsorientierte Innenstadt beitragen.

Hier die Auslastungen unserer doch so überfüllten Parkgaragen (alle Auswertungen gibts hier)

Und zu unserem Parkleitsystem:

Wenn wir eine lebenswerte Innenstadt wollen, dann müssen ALLE an einem Strick ziehen. Jammern und eben, auf dem Sofa sitzenbleiben, bringt niemandem etwas!

Und nicht zuletzt, die Entwicklung der Anzahl Parkplätze seit 1995

Union abreissen – Unter welchen Bedingungen

Scheinbar wird ein Abbruch des Uniongebäudes diskutiert. Da stellt sich mir die Frage, unter welchen Bedinungen? Der heutige Tagblatt Artikel lässt da einiges offen.
Es sieht jedoch so aus, als ob sich die Investoren nach wie vor der Meinung sind, dass die Parkgarage gebaut wird, sonst würden sie wohl kaum weiter planen.

Nebenbei, wenn das Union-Gebäude abgerissen wird, dann bitte in Absprache mit der Umgestaltung des Marktplatzes. Ich könnte mir durchaus eine offene Markthalle anstelle des Uniongebäudes vorstellen. Eine Parkgarage brauchts aber dazu nicht 😉

Waaghaus – Ein Unort?

Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes poppt jeweils auch das Waaghaus auf. Die Meinung, dass es sich um einen Unort handelt scheint weit verbreitet. Dabei sah es schon bedeutend schlimmer aus. Mann denke an die offene Drogenszene Anfang der 90er zurück.
Heute steht das Untergeschoss im Waaghaus zwar häufig leer, wird aber immer wieder mit Leben gefüllt. In unregelmässigen Abständen wird der „düsteren Halle“ ein neues Gesicht verpasst. Ein vielfältiges Gesicht, so wie es sich für eine Stadt gehört. Es wäre meiner Meinung nach schade, wenn hier ohne jegliche Not ein Platz „verschönert“ würde. Wir brauchen kein Ganzjahres HalliGalli im Waaghaus, sondern ein Ort, an dem ohne grosse Aufwände die verschiedensten Anlässe stattfinden können. Und das bietet das Waaghaus heute und zwar so wie es ist.
Ein lebhafter Unort wie er sonst kaum mehr zu finden ist. Eine Chronolgie zum Marktplatz findet ihr übrigens hier

Der HEV reagiert

In der heutigen Ausgabe des Tagblatts nimmt der Hauseigentümerverband Stellung zu meinem Leserbrief vom 8.3.2017. Selbstverständlich bin ich so fair und veröffentlicht den Text von Christoph Solenthaler.

Gerne zeige ich auch, welche Unterlagen ich zitiere. Es handelt sich um (siehe auch Blogbeitrag vom 3.12.2016) die von der Stadt erstellt Umfrage „Neugestaltung Marktplatz, Bohl und BLumenmarkt

Ich bin übrigens froh, dass sich der Präsident so klar äussert. Nun wissen wir, woran wir sind und auch, dass ich mit meiner Kritik nicht falsch lag, sondern dass der HEV nicht wirklich viel Interesse an einer attraktiven Innenstadt zeigt.

Der HEV – Bratwurst mit Senf

Ich bin erstaunt. Der Hauseigentümerverband der Stadt St. Gallen schreibt in seiner Hauszeitung (Ausgabe Februar 2017, PDF)

Partizipation à la Saint Gall Was bei der Bratwurst undenkbar, ist bei Projekten zur Entwicklung der Stadt die Norm: Interessengruppierung und Einzelpersonen dürfen zu Markplatz, Arealen oder der Bahnhofgestaltung in partizipativen Verfahren ihren Senf abgeben. …Dass vielleicht – wie in anderen Städten auch – der frühzeitige Dialog mit potentiellen Investoren und betroffenen Grundeigentümern die Lösungsfindung beschleunigt, könnte auch in St.Gallen vermehrt Schule machen. Dass in diesem Feld noch Potential besteht, mussten gerade die Initianten des Parkhauses Schibenertor auf bittere Weise erfahren.

Da sträuben einem schon ein wenig die Haare. Es ist gerade mal ein paar Monate her, dass die Stadt im Zuge der Umgestaltung des Marktplatzes 50 Grundeigentümer angeschrieben hat. Geantwortet haben gerade mal 17!!! #kurzverbloggt vom 3.12.2016

Den Damen und Herren würde es gut anstehen, wenn sie in den Themenforen eine aktive Rolle übernehmen würden. Es kann und darf nicht sein, dass der HEV ausschliesslich die Politik für leerstehende Gebäude und mangelnde Standortattraktivität verantwortlich macht, selber aber nur aus den Dachwohnung auf die Gassen hinabblickt.

Update: Dieser Beitrag wurde in leicht abgeänderter Form auch als Leserbrief im Tagblatt vom 8.3.2017 veröffentlicht

Kleines Update Engpassbeseitigung

Das ASTRA hat die erste Auflage des Sachplans Verkehr, Teil Infrastruktur Strasse, erarbeitet. Die Kantone haben nun die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen.
Für mich interessant ist natürlich die 3. Röhre und die Teilspange Güterbahnhof

Unter dem Objektplatt 9.1 (Seite 124 PDF, Achtung 140MB gross) ist dabei folgendes zu lesen:

Die Erweiterung N1 St.Gallen Kreuzbleiche – Neudorf ist im PEB2 dem Modul 2 zugeteilt. Damit ist eine Finanzierung möglich, aber das Vorhaben noch nicht beschlossen. Ein Generelles Projekt ist in Bearbeitung. Im Rahmen einer vorgelagerten Studie wurden zahlreiche Varianten untersucht. Als Bestvariante wurde eine Erweiterung der Nationalstrasse zwischen Kreuzbleiche und Neudorf sowie eine Teilspange Güterbahnhof ermittelt.

Noch ist also nichts fix. Insbesondere die Totalsanierung des gesamten Autobahnabschnitts ab 2020 dürfte hier noch eine zeitliche und finanzielle Rolle spielen. Auch weil insgesamt 21 Einsprachen dazu eingegangen sind.
Zeitliche ANgaben habe ich keine gefunden. Vor 2030 dürfte aber nicht viel geschehen.