Palliative Care by SP

Liebe SP
Eine „Strafsteuer“ für Liegenschaftenbesitzer, die ihre Läden in der Innenstadt nicht vermieten, ist Humbug.
Einerseits, weil man dazu erstmal wissen müsste, wie die Bestrebungen der Vermieter ausschauen, andererseits ob überhaupt auch eine Nachfrage nach Ladenlokalen besteht. Dazu kommt, dass ihr euch überlegen müsstet, wo in der Stadt solche „Strafsteuern“ erhoben werden können und wo nicht. Und überhaupt, woher habt ihr den Optimismus, dass die Vermieter die Abgabe nicht auf die Mieter abwälzen? Das nur mal organisatorisch.

Statt auf Biegen und Brechen die Leerstände verhindern zu wollen, wäre es endlich an der Zeit nach Vorne zu schauen. Ja, es werden noch viele Läden sterben und nein, die Politik kann dagegen nichts tun, sie kann es höchstens noch von Fall zu Fall etwas herauszögern. Das aber hilft niemandem.
Oder denkt ihr mit eurem Vorschlag könnt ihr das Ladensterben aufhalten? Und nein, auch längere Öffnungszeiten, Parkplätze und was weiss ich noch alles helfen soll, bringt nichts.

Wir müssen da durch, können vielleicht mit PopUp Stores ein wenig Zeit überbrücken, aber die Innenstädte werden nie mehr so aussehen, wie in den 80er und 90er Jahren. Die Zeiten des „Lädelä“ sind vorbei.
Was jetzt gefragt ist, sind neu Ideen aus Wirtschaft, von Liegenschaftsbesitzern, Politik und Bevölkerung.
Das kommt aber (trotz Forum Zukunft Innenstadt“ nicht in Schwung, weil alle noch an dem jahrzehntealten Geschäftsmodell nachtrauern und sich nicht trauen, die Maschinen abzuschalten. Abschied nehmen ist nicht einfach, aber es muss sein.
Ja es gibt „harte Zeiten“ für die Nostalgiker, die gerne Schaufensterbummel unternehmen. Aber akzeptiert doch, dass es aus ist. Geht mutig einen Schritt nach vorne und lasst die Läden in Würde sterben. Die nächste Generation wird kommen.

Baut von mir aus Indoor-Pumptracks oder andere Freizeitangebote mitten in der Innenstadt. Vielleicht funktionieren Aktivitäten, die online weniger gut funktionieren, besser als Shopping

 

PS: Und darum geht es

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