Preis vor User Experience

Ich bin heute per Zufall auf eine Ausschreibung für Smart Boards in der Stadt St.Gallen gestossen.
Digital muss es sein in der Bildung. Dagegen habe ich gar nichts. Wenn ich mir aber die Zuschlagskriterien anschaue habe ich so meine Zweifel ob das wirklich gut kommt:

  • Technische Kriterien  Gewichtung 20%
  • Bedienerfreundlichkeit und Support  Gewichtung 15% 
  • Anbieter bezogene Kriterien  Gewichtung 10% 
  • Referenzen und Präsentation  Gewichtung 5% 
  • Wirtschaftliche Kriterien  Gewichtung 50%

Es ist eine Tatsache, das sich einige Lehrpersonen mit der Digitalisierung schwer tun. Es ist auch eine Tatsache, dass für genau diese Lehrpersonen Wandtafel und Kreide einige Vorteile gegenüber Smartboards haben.
Warum also gewichtet man die Bedienerfreundlichkeit nur mit 15%?

Das günstigste Angebot kann (muss nicht zwingend) in der Bedienung derart beschissen sein, dass das Geld letztendlich zum Fenster rausgeschmissen wird, weil die Smartboards für den Unterricht schlicht nicht tauglich sind oder von den erwähnten Personen nicht benutzt werden. Die 50% „wirtschaftliche Kriterien“ setzen den falschen Schwerpunkt!
Es sind auch nicht 2 oder 3 Smart Board, sondern „Insgesamt werden über die Vertragslaufzeit mindestens 98 Smart-Displays bezogen.“

Update vom 16.7.2019

Die Ausschreibung ist beendet. Es gab genau 1! Angebot

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