Reine Formasache – Leider Nein!

Am 7. Februar 2019 wurde das Gesuch Nr. 56374 „Künstlerische Fassadengestaltung: Umwandlung in eine unbefristighte Bewilligung“ von der Stadt publiziert.

Gemäss dem St.Galler Tagblatt von heute 8.4.2019 gab es dazu keine Einsprache. Dennoch wurde das Gesuch abgelehnt und das Graffiti muss nun übermalt werden.

Dies nachdem es über 2 Jahre lang so gut wie niemanden gestört hat. Im Gegenteil. Die Stimmen in den Sozialen Medien sind praktisch einstimmig entsetzt über diesen Entscheid.

Werfen wir einen Blick zurück:
Am 7.6.2016, wenige Tage vor der offiziellen Einweihung sprach man von


Die Botschaft des Graffitis ist gemäss Mitteilung, dass alle Menschen eine grosse Familie sind. Es sei ein Appell für Offenheit und Solidarität

St.Galler Tagblatt vom 7.6.2016

Am 11.6.2016 äusserte sich der Denkmalpfleger Niklaus Ledergerber (Stadt St.Gallen) so:

Der Leiter der Denkmalpflege, Niklaus Ledergerber, sagt, da es sich nicht mehr um ein eingetragenes Objekt in der Liste der schutzwürdigen Bauten der Stadt handle, sei die denkmalpflegerische Argumentation für die äussere Gestaltung nicht mehr bedeutend.

St.Galler Tagblatt vom 11.6.2016

Das heisst, heute rund 3 Jahre später hat man seine Meinung geändert. Das Gebäude steht zwar nicht mehr auf der Liste der schützenswerten Bauten, und dennoch soll es jetzt wieder geschützt werden!?
Und dies obwohl ein möglicher Abbruch bevorsteht. Dann nämlich, wenn das Stimmvolk am 30. Juni 2019 Ja zum neuen Uni Campus am Platztor sagt.

Stadtparlamentarier Peter Olibet bringt es auf den Punkt:

Ausstehend ist noch die schriftliche Begründung von Seiten Kanton. Diese werde ich hier sobald als möglich veröffentlichen.

Und noch etwas lieber Kanton St.Gallen.
Wundert euch nicht, wenn die Zustimmung zum neuen Uni Campus in der Stadt St.Gallen schwindet und schwindet. Es gibt Leute, die haben die Schnauze voll von der HSG und dem Bauvorhaben.
Mit solchen Kleinlichkeiten wirds nicht besser….

Ich hatte bereits bei der Veröffentlichung des Gesuches für die Baubewilligung. Damals war die landläufige Meinung noch, dass es sich um eine reine Formsache handelt.

Am 12.11.2018 gabs hier übrigens ein Kurzverbloggt zum Thema Street Art und im passenden Tagblattartikel hiess es zum Schluss


Wer weiss, vielleicht holt St. Gallen bei urbaner Kunst auf, und graue Wände verwandeln sich in bunte Kunstwerke.

St.Galler Tagblatt vom 9.11.2018

Leider passiert nun genau das umgekehrte

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