Klosterplatz

Sankt Tourismus – das neue Sankt Parkplatz

Ursprünglich sollte die stadträtliche Vorlage zur Leistungsvereinbarung St.Gallen Bodensee Tourismus am 2. November ins Stadtparlament kommen. Das Traktandum wurde jedoch verschoben, weil es in der Komission nochmals beraten werden musste. Ich hatte dazu bereits etwas kurzverbloggt.

Morgen Dienstag kommt es nun ins Parlament. Wir dürfen gespannt sein, wie die Diskussionen laufen. Aus meiner Sicht gibt es einiges zu diskutieren. Einerseits ist es für mich nicht klar, weshalb St.Gallen Bodensee Tourismus es in 4 Jahren nicht geschafft hat, sich neu aufzustellen und andererseits handelt es sich bei der Verlängerung der Leistungsvereinbarung auch um eine „versteckte“ Pandemiehilfe.

Beides ist für mich nicht korrekt und sollte vom Stadtparlament kritisch hinterfragt werden.

Dass der Verein in der Pandemie weniger Einnahmen verbuchen konnte ist nachvollziehbar. Ich hätte auch absolut kein Problem, wenn wir aus diesem Grund Geld sprechen müssten. Dies darf aber nicht in diesem Rahmen passieren. In der Vorlage darf es nur um die Lesitungsvereinbarung und den dazu notwendigen Betrag gehen.

St.Gallen Bodensee Tourismus hat vor rund 4 Jahren anstelle von jährlich 450’000 CHF 880’000 CHF von der Stadt erhalten. Der Verein wusste Bescheid, dass die Vereinbarung auf 4 Jahre befristet ist und hätte sich entsprechend vorbereiten müssen. Das hat er nicht getan und hat jetzt die Strategie auf September 2022 verschoben und benötigt dafür eine Verlängerung der auf 4 Jahre festgelegten Leistungsvereinbarung.

Ich bin der Meinung, dass ein Ja zu dieser Verlängerung ein falsches Zeichen ist. Das Stadtparlament tut gut daran, hier kritisch zu sein. Die finanzielle Lage sieht zu schlecht aus, als das wir Auftragnehmern ihre Versäumnisse einfach so bezahlen sollten.

Es dürfte auch spannend werden, welcher Betrag die Stadt in Zukunft dem Verein überweisen soll. Es ist für mich nämlich nicht ersichtlich, in welche Richtung die strategische Ausrichtung und der Leistungsauftrag gehen soll. Es ist deshalb auch gut möglich, dass wir in einem Jahr einen noch höheren Beitrag als die 880’000 CHF sprechen müssen.

Es wird wohl definitiv Zeit, die Werbe- und Vermarktungsuasgaben mit ihren Playern wie Standortförderung, St.Gallen Bodensee Tourismus, Verein Citymanagement Board und Verein Weltkulturerbeforum genau aunzuschauen.

Denn auch für den Verein Weltkulturerebforum steht für 2022 eine massive Erhöhung (5x mehr als 2021!) der Subvention an:

Quelle: Budget 2022 der Stadt St.Gallen

Nicht vergessen dürfen wir die 400’000 CHF für 3 Jahre, die das Stadtparlament im September bereits gesprochen hat

Zu diesem Zweck beantragte der Stadtrat dem Stadtparlament am 25. Juni 2021 einen Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 400’000 über die Jahre 2021 bis 2023 für dessen Umsetzung.

Quelle: Stadt St.Gallen

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