TrottiSG und seine Kritiker

Es kam, wie es kommen musste. Nachdem die Anfangseuphorie der Early-Adopter vorüber ist, kommen die Kritiker.

Die Dinger sind unnötig, gefährlich und liegen überall herum. Sie sind viel weniger ökologisch als man vermuten würde und überhaupt hat das mit den Scootern noch in keiner Stadt funktioniert.

Das sind die gängigen Aussagen, die man fast überall antrifft und ja, sie sind auch nicht alle aus der Luft gegriffen.

Dennoch führe ich auf kurzverbloggt ein Tagebuch. Nicht weil ich ein absoluter Verfechter von E-Trottinets bin, sondern weil ich, genau wie auch die Stadt, herausfinden möchte, ob das Verkehrsmittel etwas für unsere Stadt ist.

Ich sehe die E-Trottis in erster Linie nicht als Ökologisches „Weltwunder“ oder als ultimative Lösung für Verkehrsprobleme, sondern einfach als „neues“ Transportmittel. Sie sind unbestritten ökologischer und effizienter in einer Stadt als das Auto, hinken aber auch dem „zu Fuss gehen“ hinterher. Zudem Verbieten können wir die Dinger nicht. Wir können höchstens einem Anbieter eine Bewilligung verweigern. Private Trottis, die die Verkehrsvorschriften erfüllen, dürfen trotzdem genutzt werden.
Und zu guter letzt bin auch noch so liberal, dass ich den Anbietern gerne einen Pilot zugestehe. Letztlich ist es ihr unternehmerisches Risiko. Die Stadt soll dann eingreifen, wenn die Ausleih-Trottis zu ihrer Last gehen.

4 Kommentare

  1. Ich sage voraus – in einer ‚Graben‘-Stadt wie St. Gallen werden sich die eTrottis auf den Hügeln sammeln – denn runter fahren ist nicht lustig (bremsen..), und dank der eher schmalen Stadt, ist das Ins-Tal-Zockeln auch machbar, selbst wenn’s heiss ist. Somit am Ende: Wer wird die auf den Hügeln (bspw. Müller-Friedberg-Strasse, heute schon 9 eTrottis ‚entsorgt‘) die Geräte einsammeln und wieviel kostet das?

    1. Interessanter Denkansatz, dass die Trottis auf den Hügeln bleiben. Ich achte da mal speziell drauf.
      Einsammeln muss die Scooter die Firma. Sie ist alleine dafür verantwortlich. Die Stadt beteiligt sich nicht

      1. Das ist schon einmal gut – ein Startup muss beweisen, dass ein Markt da ist und sich nicht durch öffentliche Gelder ‚tragen lassen‘.

        Bezüglich Ausrangiert: Vor der S-Kurve Müller-Friedberg-Strasse bei Haltestelle Helvetia/Uni der Buslinie 5 stehen seit Tagen 12 Stück auf dem Trottoir. Amüsant ist, dass Passanten offenbar ein Spiel daraus machen, die Geräte je nach Lust und Laune neu anzuordnen: Mal chaotisch, mal als Stern.. Wsl nutzten 4x dieselben drei Personen die Scooter und seit Ende letzter Woche werden diese nicht mehr eingesammelt.

        Und bezüglich CO2 Ausstoss – alles ist schädlicher, als zu Fuss zu gehen. Und jedes Fahrrad, das ohne Batterie (dafür mit strammen Wädli) auskommt, ist umweltfreundlicher als ein eTrotti mit Akku und leichtbau Plastik.

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