Twitter – Tesla – Facebook – SpaceX und die Engpassbeseitigung

Ihr fragt euch sicher, was hat das denn miteinander zu tun.
Eigentlich gar nichts, Ausser, dass die „Weltmarken“ allesamt jünger sind als 20 Jahre!
Ja selbst Google wurde erst vor 21 Jahren gegründet.

und wir projektieren ein Generationbauwerk aus Teer und Beton, das in 20 Jahren eröffnet werden soll.

Die Welt baut Pilotanlagen für Überschall-Transportkapseln, Busse fahren autonom durch Städte. Raumtransporte stürzen nicht mehr ins Meer, sondern landen auf wenigen Quadratmetern und Touristen fliegen ins All. Entwickelt, gebaut und betrieben durch Firmen, die jünger sind als 20 Jahre!

Aber in St.Gallen buddeln wir für das ineffizienteste Verkehrsmittel Tunnels mitten durch die Stadt.

Ok, wenn man davon ausgeht, dass sich die Entwicklung bei den Blechkarossen auf den Austausch von Verbrennungsmotoren durch Elektroantriebe beschränkt, dann macht das natürlich Sinn.
Hört man den Verkehrsexperten zu, dann soll sich daran in den nächsten 20 Jahren auch nichts ändern.

Es kommt aber noch besser. Die Teilnehmer an der gestrigen Infoveranstaltung des ASTRA applaudierten und gingen mit lächelnden Gesichtern zum Apero über. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass ihre Probleme erst in 20 Jahren gelöst sein werden. Ausdrücke wie „dringend notwendig“ „vorwärts machen“ inakzeptabel Zustände“ hörte man in den Reden im Minutentakt.
Kurzfristige und innovative Übergangslösungen? Gibt es nicht. Die Stadt scheitert ja schon an ein einer einfachen Lichtsignalanlage zur Verkehrssteuerung am Stadtrand.

Wenn es ganz böse kommt, dann haben die Stadtbewohner, welche am meisten betroffen sind, noch nicht einmal die Möglichkeit, sich in einer Abstimmung dazu zu äussern.

Ich sollte mich aber nicht ärgern, schliesslich bin ich an der Eröffnung bereits im Pensionsalter und kann die gestrige Präsentation meinem Sohn zu seinem 40. Geburtstag schenken.

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