Es gibt da noch zwei Punkte, die ich gerne noch aufs Tapet bringen möchte.
Meine Einfache Anfrage im Stadtparlament, in der ich nachgefragt hatte, wer für die Verlegung einer 110’000 Volt-Leitung aufkommen wird, wurde in der Zwischenzeit beantwortet.
Dabei handelt es sich um eine Leitung, die beim Bau der 3. Röhre Rosnebrgtunnel verlegt werden müsste. Kurz, die Leitung gehört der Stadt und eine Verlegung müsste alleine durch die Stadt finanziert werden.
Das wäre dann einer dieser Kostenfaktoren (finanzielle Kolateralschäden auf denen die Stadt sitzen geblieben wäre) gewesen, die uns bislang niemand auflisten wollte. Immerhin sind es 3 Millionen, die die Verlegung gekostet hätte.
Und dann ist da noch ein Vorstoss (51.24.103 Mobilitätslösung Stadt St.Gallen – die Stadt ist jetzt in der Verantwortung) im Kantonsrat, der von der Regierung wissen wollte, wie es mit der M(IV)obilität in der Stadt weitergehen soll. Die Fragen sind keine besondere Überraschung. Sie kommen im mittlerweile üblichen Bashing-Ton daher. Die Kantonshauptstadt hat im Kanton bekanntlich nichts mehr zumelden und soll gefälligst tun was der Rest vom Kanton (also die Konservativ-Bürgerliche Ratsmehrheit) von ihr verlangt. Eben, nichts Neues.
Beispiel gefällig?
Hat die Stadt dem Kanton je einmal ein Mobilitätskonzept Stadt St.Gallen vorgelegt?
Die Frage könnte man auch mit etwas mehr Anstand und weniger Arroganz stellen. Insbesondere, weil der Kanton hier verantwortlich war 😉
Interessant ist aber einmal mehr ein Abschnitt in der Antwort der Regierung:
Eine gezielte Analyse mittels Mobilfunk-und Echtzeitverkehrs-daten würde es ermöglichen, das Umsteigepotenzial präziser zu beurteilen und das Verlagerungs-sowie das Verkehrsvermeidungspotenzial zu schätzen.
Einmal mehr ist klar: Das der Engpassbeseitigung zugrunde liegende Verkehrsmodell ist ein Habakuck den man der Stimmbevölkerung für 200 Millionen (Kosten für Region) und 1.3 Milliarden (Kosten durch den Bund übernommen) verkaufen wollte.
Ich erachte es nach wie vor als eine aboslute Frechheit, ein solches Generationenprojekt auf einer solchen Grundlage zu präsentieren, wenn man genau weiss, dass viel genauere Aussagen möglich wären. Aber man macht da ja nicht vorwärts und die konservativen bürgerlichen Kreise sehen das trotz horrender Kosten alles völlig unkritisch. Mir ist in diesen Kreisen zumindest noch niemand aufgefallen, der dem Engpass-Gaul mal genauer ins Maul geschaut hätte.
Und noch etwas fällt bei der Beantwortung der Fragen auf. Das sind die 4 Punkte, die der Kanton mit dem Bundesamt für Strassen und dem Vorsteher des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation analysieren und das weitere Vorgehen definieren will. (Wie schon erwähnt, die Stadt soll sich da raushalten)
- Möglichkeit der Realisierung des Gesamtprojekts Engpassbeseitigung St.Gallen
- Möglichkeit der Realisierung von Teilen des Gesamtprojekts Engpassbeseitigung St.Gallen
- Erstellung der Dritten Röhre Rosenberg als Sanierungstunnel
- Konzept zum Umgang mit dem Verkehr in Verbindung mit der anstehenden Tunnelsanierung.
55% der städtischen Bevölkerung will den gesamten Anschluss nicht! Ihr könnt davon ausgehen, dass die 3. Röhre möglicherweise sogar bei der städtischen Bevölkerung druchkommen könnte, wenn der Anschluss Güterbahnhof wegfällt.
Aber von einer Trennung der beiden Teilprojekte wollte bekanntlich niemand etwas wissen. Egal, dann kommt es halt später vermutlich nochmal
Punkt 3 und 4 kann ich akzeptieren. Punkt 1 und 2 sind gegen den Volkswillen der am meisten von den Auswirkungen betroffenen Stadt St.Gallen

Eine Antwort zu “Überraschungen bei der Engpassbeseitigung”
Man stelle sich vor, Ausländer und Asylanten kämen in die Schweiz und würden Ansprüche stellen.
Genauso verhalten sich diese Ortsfremden.
Sollen doch in ihrer Gemeinde Arbeitsplätze suchen oder schaffen.