Videoüberwachung – für d Füchs?

Im Januar 2017 hatte die Stadt einen Evaluationsbericht zur Wirksamkeit der Überwachung im öffentlichen Raum publiziert. Darin finden sich unter anderem auch Zahlen zur Wirksamkeit der Überwachung in der Brühltorpassage

Überwachter Bereich Brühltorpassage, Quelle: Stadt St.Gallen

Heute publiziert die Stadt eine Medienmitteilung mit dem Titel „Brühltorpassage wird nach Vandalenakt repariert„. Leider geht daraus nicht hervor, ob man die Vandalen erwischt hat.

Da stellt sich mir die Frage, haben Überwachungskameras eine präventive Funktion? Wenn es um jugendlichen Blödsinn geht anscheinend nicht. Sonst wäre der Betonpoller wohl kaum in die Unterführung geschmissen worden.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis weitere Orte mit Kameras ausgestattet werden. Ich bin überzeugt, dass spätestens mit dem Uni Neubau in Platztor Unterführung weitere Kameras installiert werden sollen.

Da aber nach wie vor völlig unklar ist, wie sich diese auswirken, schaffen wir mit der Überwachung Infrastruktur, die es zu betreuen gilt. Infrastruktur -> Struktur -> strukturelles Defizit?

Klar, Kameras sind modern. Sie sollten aber auch nur dann eingesetzt werden, wenn sie auch tatsächlich Wirkung zeigen. Ansonsten kann man sich die Installation auch sparen. Insbesondere auch weil die Kriminalität als solches auch in der Stadt weiterhin rückläufig ist. Subjektives Sicherheitsempfinden kostet halt auch Geld.

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