Seit der schrecklichen Brandnacht lese ich eigentlich kein St.Galler Tagblatt mehr. Dumm ist einfach, es gibt keine Alternative. Das ist aber ein anderes Thema.
Deshalb erwähne ich doch zwei Artikel aus dem Tagblatt:
- Die Rösseler im Gründenmoss kommen zu Wort. Das war zu erwarten wie ich bereits letzte Woche in meinem Blogpost vorhergesagt hatte. Wirklich neues ist da nicht zu lesen.
- Die Olma und die 3. Röhre Rosenbergtunnel.
DIe Olma-Messen befürworten die 3. Röhre und freuen sich darüber, dass der Bund das Vorhaben auf der Prioritätenliste stehen lässt.
Das ist alles andere als überraschend. DIe Olma-Messen müssen zwar eine Messehalle abgeben, bekommen aber vom Bund Ersatz. Strategisch absolut nachvollziehbar. Wenn sich die Olma-Messen neu positionieren möchten, dann brauchen sie zweckmässige Bauten.
Alleine werden sie das sicher nicht stemmen können. Die Halle 1 lastet schwer und es wird wohl kaum ein Finanzunternehmen bereit sein, einen weiteren Neu- oder Umbau zu finanzieren. Da kommt so ein Abbruch mit Ersatz gelegen. So kann man sich fast gratis und auf „Staatskosten“ neu aufstellen.
Versteht mich richtig, das ist kein Vorwurf sondern eine nachvollziehbare Strategie, die ich weder für verwerflich noch für falsch halte. Mich stört höchstens die „Verschleierungstaktik“ der vergangenen Jahre. Da hätten alle (Olma, Kanton, Stadt und ASTRA) von Beginn weg offener kommunizieren können.
Aber es muss uns allen bewusst sein, die 3. Röhre ist längst nicht in trockenen Tüchern. Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass sie bei der Bevölkerung unbestritten ist. Dumm ist einfach, dass man an der Kombination von 3. Röhre und Anschluss Güterbahnhog auf Teufe(n)l komm raus (aus dem Schorentunnel) festhält. Diese unverständliche und bocksture Haltung verzögert auch die Neuausrichtung der Olma um mind. 20 Jahre!
Tja liebe bürgerliche Halle45-Festfraktionen, sollte das ASTRA irgendwann zum Schluss kommen, dass sie den Anschluss Güterbahnhof aufgeben um die 3. Röhre zu retten, dann guckt ihr in die Röhre. Und nur weil ihr demokratische Entscheide nicht akzeptieren wollt und euch die Appenzeller wichtiger sind als die Kantonshauptstadt. Ihr blockiert die Stadt auf Jahrzehnte hinaus. Am Ende wird 30 Jahre lang am Güterbahnhof nix passieren, gar nichts! Diese verpasste Chance geht auf euer Konto. Es müsste nämlich nicht sein. Aber ihr habt dank der massiven Übermacht im Kantonsrat das Gefühl ihr könnt tun und lassen was ihr möchtet. Selber schuld wenn es in die Hosen geht.
Den Olma-Messen wird das egal sein, denn selbst der Stadtrat findet, die 3. Röhre sei notwendig. Ich selber kann auch damit leben. Wenn man den Güterbahnhof streicht, könnt ihr von mir aus morgen mit der Tunnelbohrmaschine vor dem Rosenbergtunnel auffahren und retten was noch zu retten ist.
Argumente brauch ich dafür keine mehr. Es liegt alles auf dem Tisch
