WI(ederspruch)SG

Mir ist heute eder WISG-Newsletter 1-2022 ins Postfach geflattert. Es geht darin unter anderem auch um das neue Busdepot an der Zürcherstrasse.

Ja, man kann den Standort durchaus hinterfragen. Ob der Bahnhof St.Fiden allerdings eine wirkliche Alternative ist, wage ich zu bezweifeln. Das QUartier rund um den Bahnhof St.Fiden ist durch viele kleinere Quartierstrassen erschlossen. Weder noch Norden noch nach Süden existieren grosszügerige Verbindungsstrassen, die auch Doppelgelenkbussen eine einfache Zufahrt von und zu einem Depot ermöglichen.

Die WISG entgegnet diesem Vorbehalt mit folgender Aussage:

David Ganz sagt, dem Stadtrat mangle es an Antizipation der aktuellen Entwicklung in der Mobilität. Er denkt dabei an Busse, die ohne Chauffeuse oder Chauffeur unterwegs seien. Solche gebe es längst nicht mehr nur im Silicon Valley in den USA, sondern auch in unseren Breitengraden

St.Galler Tagblatt vom 27.1.2022

Gerne komme ich auf die Aussage zurück, wenn ich von der WISG AUssagen wie solche lese

Die IHK St.Gallen-Appenzell, die IHK Thurgau, die HIKA, die Industrie AR und der Gewerbeverband AR zeigen sich enttäuscht, dass der Zubringer Appenzellerland und die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) nicht ins Strategische Entwicklungsprogramm (STEP) aufgenommen wurden und fordern rasche Fortschritte. Erfreulich ist die Aufnahme der 3. Röhre des Rosenbergtunnels inklusive der Spange Güterbahnhof in den Ausbauschritt 2023.

WISG News vom 28.1.2022

Es wirkt nur beschränkt glaubhaft, oder besser es ist ein Widerspruch, wenn man der Politik mangelnde Weitsicht attestiert, aber selber bei Autobahnbauten in den 70er verbleibt.
Denn nichts anderes tun die Wirtschaftsverbände, wenn sie für die Ostschweiz die 3. Röhre, die Teilspange, den Zubringer Appenzellerland und die Bodensee-Thurtal-Strasse fordern.

Ich würde mir schon wünschen, dass die Wirtschaftsverbände auch beim Strassenverkehr vorausschauen und die technischen Möglichkeiten bei Jahrhundertbauwerken für mehrere Milliarden ins Auge fassen würden. Nicht dass die WISG jetzt komplett neben den Schuhe stehen würde. Sie hat mit ihrer Mobilitätsstrategie durchaus auch Weitsicht bewiesen. Umso mehr enttäuscht es mich, dass dies bei Autobahnen so schnell wieder vergessen geht.

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