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Kurzposition Verkehrspolitik

Velo

Unsere Stadt braucht sichere und durchgehende Velowege. Wenn wir die Menschen vom Auto auf das Velo bringen wollen, dann müssen sie sicher durch die Stadt fahren können. Nicht nur von Winkeln ins Neudorf, sondern auch von Rotmonten nach St.Georgen.
Hier braucht es einen Effort! Der Nutzen übertrifft die Kosten bei weitem.

Der Stadtrat und das Stadtparlament und auch die Stimmbürger sind sich dessen bewusst. Es wird Zeit, dass dieser Auftrag auch in den Direktionen ankommt. Ausreden werde ich ich auch in Zukunft keine akzeptieren.

ÖV

Unsere Stadtbahnhöfe in Winkeln, Bruggen, Haggen und St.Fiden müssen zwingend besser bedient werden. Sie müssen zu vollwertigen Umsteigepunkte für Pendler werden. Wer in der Stadt arbeitet soll beim nächstgelegenen Bahnhof auf Bus und Velo umsteigen können um an seinen Arbeitsort zu gelangen. Alle Pendler am Hauptbahnhof zu verteilen ist in unserer langezogenen Stadt der falsche Ansatz.

Hier setze ich mich für eine vernetzte Stadt der kurzen Wege ein. Verkehrsmittel sollen effizient miteinander vernetzt werden. Das beginnt bei der Information für Pendler und geht bis zur physischen Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger wie Velo, E-Scooter, Busse auf Abruf usw.

Autoverkehr

Auch der Individualverkehr soll nicht eingeschränkt werden. Stattdessen sind alternative Antriebe konsequent zu fördern und auch auf den Strassen zu bevorzugen. Dabei soll aber nicht nur der Antrieb als Kriterium dienen, sondern auch die Effizienz. Ein 2 Tonnen Tesla kann nicht die Lösung sein. Wir brauchen kleinere Fahrzeuge mit einer besseren Auslastung.

Ich setze mich nicht nur für Ladestationen auf öffentlichem Grund ein, sondern werde wann immer möglich eine Bevorzugung von kleineren Fahrzeugen einbringen. Von vergünstigten Parkmöglichkeiten bis hin zu kostenloser Zufahrt in die Innenstadt sehe ich viele Chancen. Ich kann mir vorstellen, dass wir die Innenstadt sogar grossflächig für Verbrennermotoren und einer Auslastung von unter 50% (Anzahl Personen pro Sitzplatz) die Zufahrt verweigern. Ja, auch ein Tesla mit nur einer Person hat in der Innenstadt nichts verloren.

Infrastruktur

Weniger ist mehr! Die zahlreichen Lichtsignalanlagen die neu aufgestellt wurden und werden sind grösstenteils unnötig. Ich stehe für weniger Signalisation. Ja, Strassenverkehr muss sicher sein. Das lässt sich aber auch durch eine Entflechtung der Verkehrsträger erreichen. Es macht keinen Sinn, den gesamten Verkehr (ja, alle Verkehrsträger inkl. Fussgänger) alle 100 Meter durch Signale zu stoppen und so den Verkehrsfluss zu stören. Mein Ansatz sind konsequenter Rechtsvortritt und durchgehende Tempo 30/Tempo 20 Zonen und eine weitreichende Entflechtung der Verkehrsträger. Velofahrende und Fussgänger gehören nicht zusammen aufs Trottoir. Mehrer Fahrspuren in die selbe Richtung sind auf Stadtgebiet völlig unnötig. Fahrspuren müssen zugunsten von ÖV, Velos und Troittoirs aufgehoben werden.

Moderne Autos (unabhängig vom Antrieb) sind mittlerweile fahrende Sicherheitskäfige. Bei flächendeckendem Tempo von 30 km/h benötigen sie keinen besonderen Schutz und müssen auch nicht bevorzugt gelenkt werden. Der Fokus muss auf Fussgänger und Velos gelegt werden. Sie verdienen mehr Platz!