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Interaktiver Fahrplan

Schlau, Vernetzt und Flink unterwegs
So wirbt die VBSG für den neuen Fahrplan, der ab dem 9.12.2018 gilt.
Die eigentlichen Fahrplanänderungen könnt ihr detailliert beim St.Galler Tagblatt anschauen.
Mich interessiert viel mehr, wie der angekündigte digitale Fahrplan ausschauen wird.
Ich hoffe mal, er wird Smart und die Daten stehen auch interessierten Menschen für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung. Wie so etwas ausschauen kann ziegt diese Webseite
Einfach Reinzoomen 😉

Analoger Bürozeitentourismus

Es ist erst wenige Wochen her, da hat sich St.Gallen-Bodensee-Tourismus am DigitalDay in St.Gallen von seiner besten Seite präsentiert.
Es gab eine Offline-Instagram-Wand, auf der man mit Hilfe von Post-It kommentieren konnte. Inklusive Hashtag. Ok, ein bisschen Digital war es auch. Mir wurde der Chatbot gezeigt und im Iglu gabs eine Einführung von LocalBini. Einem St.Galler StartUp, auf Englisch. Der Wettbewerb am Ende wurde dann wieder ganz klassisch mit Hilfe einer Postkarte durchgeführt.
Ich habe zwar ein wenig den Kopf geschüttelt ab soviel digitaler Besucherbetreuung, aber ich geb den Leuten noch etwas Zeit.
Heute aber bin ich auf eine Anfrage an SGBT via Twitter gestossen. Die Anfrage war relativ simpel:

Man beachte das Datum und die Zeit: Donnerstag 15.11.2018 um 8 Uhr
Gebraucht hätte Denise die Info für Sonntag 18.11.2018. Mind. 2 Arbeitstage Vorlaufzeit.
Leider ist bis heute Montag-Vormittag keine Antwort bei ihr eingetroffen. Da ich schon vor einiger Zeit das Gefühl hatte, dass es sich beim Twitter-Account um eine 1-Weg-Kommunikationskanal handelt, ist mir der Chat wieder in den Sinn gekommen. Entsprechend wollte ich Denise diesen Kanal empfehlen. Leider ist da am Montag um 8:30 niemand am anderen Ende der Leitung.

Screenshot vom 18.11.2018 um 08:30h

Einen engagierten Tourismusverein stelle ich mir anders vor. Insbesondere einen international ausgerichteten Verein, der erst vor kurzem einen hübschen Zustupf in seine Kasse bekommen hat und der sich am DigitalDay von seiner besten Seite präsentieren wollte.

Die Rechnungen kommen

Franz Welte von den St.Galler Nachrichten hat sich die Mühe gemacht und die notwendigen, geplanten und zum Teil bereits bewilligten Gelder für die Erneuerung von Bildungseinrichtungen zusammengefasst. Ich habe die Zahlen nicht nachgeschlagen, ich habe sie dem Text entnommen und sie etwas übersichtlicher in eine Tabelle dargestellt.

VorbereitungGesamtkosten
Schulhaus Riethüsli2’000’00042’000’000
Schulhaus Zil2’500’00021’000’000
Schulhaus Rotmonten400’0001’200’000
Kindergarten Iddastrasse500’0007’750’000
Primarschule Hof400’0001’200’000
Primarschule Feldli2’000’0002’500’000
Kindergärten Hinterberg1’150’0001’600’000
Kindergärten Boppartshof1’290’000

Ich vermute mal, dass all die Bauten wirklich notwendig sind. Vom Schulhaus Riethüsli weiss ich es aus erster Hand. Das Schulhaus Zil wurde in einer Abstimmung in Auftrag gegeben und auch die anderen Einrichtungen haben Bedarf. Das hat, wie Franz Welte richtig bemerkt, damit zu tun, dass viele notwendige Arbeiten nach hinten geschoben wurden oder geschoben werden mussten.
Das sind auch nicht die einzigen Projekte. Es sind noch ein paar mehr unterwegs.
Mir stellt sich da die Frage, ob im Rahmen des Budget 2019 eine Steuersenkung wirklich eine gute Idee ist. Die Schulden der Stadt dürften kaum geringer werden.

Die 80er und das Geldspielgesetz

Ab Januar 2019 gilt das neue Geldspielgesetz. Es wurde viel darüber geschrieben und das Gesetz letztendlich angenommen.
Die Gegner haben (so heisst es aus der Bevölkerung) zu technisch argumentiert.
Die Netzsperren, wie sie im Gesetz vorgesehen sind lassen sich umgehen. Ob mit einer Browsererweiterung, mit Apps oder Handarbeit. Sie funktionieren nicht.
Das aber die Beste Band der Welt bereits in den 80er erfolgreich „Netzsperren“ umgehen konnte wurde mir erst heute klar.

Die Ärzte (eben die Beste Band der Welt) hat in den 80er ein Album mit dem Titel „Ab 18“ herausgebracht. Das Album hat für einige Aufruhr gesorgt und durfte zumindest in Deutschland nur gegen Ausweis verkauft werden. An Konzerten wurde es der Band untersagt, den Song „Geschwisterliebe“ zu spielen.
Um die „Netzsperre“ sprich das Verbot, den Song zu spielen, zu umgehen spielte die Band an Live-Auftritten anstelle von „Geschwisterliebe“ den Song „Der Ritt auf dem Schmetterling“. Dabei handelt es sich um nichts Anderes als ein Instrumentalversion.
Den Rest besorgte das Publikum. Es sang im Chor den Text dazu.

Was hier zu einer Zeit noch ganz ohne Internet auf der Konzertbühne gemacht wurde ist nichts anderes, als eine „Netzsperre“ zu umgehen. Ein Verbot mit einfachstem Hilfsmittel (hier das Publikum) zu umgehen und letztendlich die Weisung ad absurdum zu führen.

Warum mir das Beispiel jetzt erst in den Sinn kommt?
Seit heute findet ihr die Ärzte auch auf Spotify. Dabei habe ich bemerkt, dass das Album „Ab 18“ nicht dabei ist und das Album „Die Ärzte“ ohne den Song Geschwisterliebe aufgeschaltet wurde. Eigentlich peinlich für die heutige Zeit

Vielleicht gibt es unter euch ja auch noch Kids der 80er, die nach einem einfachen Beispiel für Netzneutralität oder eben Netzsperren abseits von Fachausdrücken und IT-technischem Geschwurbel suchen 😉

Bildquelle: Von Nela König (www.nelakoenig.com) / Hot Action Records – Hot Action Records, das Plattenlabel der Band Die Ärzte. Das Foto wurde dem Uploader Kuebi von Hot Action Records zur Verfügung gestellt., CC BY-SA 3.0, Link

Finger aus dem Arsch

Die Lenkungsbgabe auf leerstehende Ladenlokale, wie sie von der SP vorgeschlagen wurde, halte ich für falsch. Gerne begründe ich meine Meinung.

Die Stadt hat mit dem Forum „Zukunft Innenstadt“ Hand geboten. Sie versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Bedingungen für den stationären Handel zu verbessern. Dazu gehört auch eine umfassende Überarbeitung der Gebühren und die Einholung von Bewilligungen (diese wurde an der letzten Infoveranstaltungen vom 29.9.2018 in der Lokremise vorgestellt). Sie ist sie daran, die Innenstadt auch optisch zu erneuern. Das Projekt „Neugestaltung“ ist ein grosser Brocken, auch wenn er nicht allen gefällt. Und nicht zuletzt hat das Dornröschen namens Standortförderung zumindest mal die Augen geöffnet.

Jetzt muss der stationäre Handel, deren Interessenvertreter, die Gassengesellschaften und die Liegenschaftbesitzer/Vermieter die Finger aus dem Arsch nehmen. Sie sind am Zug. Bislang gibt es da ausschliesslich Schuldzuweisungen und Gejammere. Keine Aktion, keine konkreten Vorschläge bei denen auch nur Ansatzweise guter Willen zu erkennen ist. Beispiel Citymanager: Da wurde zwar ein Aufgabenbereich oder eine Art Pflichtenheft erstellt, es gab aber keinen konkreten Vorschlag, wie das Ganze finanziert werden soll.

Der Ball liegt nicht bei der Stadt! Es sind neue Formen gefragt, Eventshopping, Shopsharing, Kinderbetreuung, PickUpStationen oder was auch immer. Der stationäre Handel muss sich von sich aus bewegen. Tut er das nicht, dann stirbt die Stadt vorübergehend aus. Persönlich halte ich das zwar für wenig wünschenswert, aber vielleicht braucht es das, damit eine Erneuerung stattfinden kann. Es stehen uns harte Zeiten bevor, ja. Die Stadt kann Wasser und Brot verteilen, ja. Wenn die Detaillisten aber einen Braten auf dem Teller wollen, dann sollen sie selber dafür sorgen. Da müssen wir durch.

Stadt in 3D

Nebst dem Klosterareal in 3D gibt es auch einen Stadtplan in 3D. Dieser lässt sich online mit allen gängigen Browsern betrachten. Im Grunde ja super.
Nun habe ich etwas vergleichbares für Zürich gesucht und auch gefunden.
Spannend ist für mich aber der folgende Abschnitt

Seit 01.01.2018 stehen die Daten des 3D-Stadtmodelles kostenlos und zur freien Nutzung zur Verfügung (Open Government Data OGD).

Schade, bei der Stadt St.Gallen finde ich nichts in diese Richtung. Viel eher das Gegenteil


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Schade, aber das kommt schon noch….irgendwann…dann

Es rollt eben doch

Ich bin heute auf einen Artikel im Spiegel aufmerksam geworden.
Es geht um Elektrobusse mit Batterieantrieb und ohne Oberleitungen.
Gerne zitiere ich daraus ein paar Punkte


Der Wandel nimmt allerdings Fahrt auf. In Hamburg kommen die ersten Elektrobusse aus der Serienfertigung auf die Straße. „Mercedes garantiert eine Reichweite von 150 Kilometern unter allen Witterungs- und Einsatzbedingungen“


Bisher hat das Unternehmen 60 Elektrobusse ausgeschrieben, 30 sind bereits bestellt. Davon liefert Mercedes 20, der polnische Hersteller Solaris zehn.


Berlin wiederum legt sich nicht auf reine Batteriebusse fest. In der Hauptstadt könnten bald auch Oberleitungsbusse mit Akku fahren, die über eine größere Reichweite verfügen. „Das rechnet sich nur auf Linien mit einem hohen Fahrgastaufkommen“


So startet die Hochbahn im Februar 2019 den Testbetrieb mit einem fünf Meter kurzen Elektrokleinbus auf einer 3,6 Kilometer langen Ringstrecke in der Hafencity. Er fährt autonom. Bis spätestens 2021 soll die Technik reibungslos funktionieren. Das wäre dann die nächste Revolution

Aufgrund solcher Berichte (es bei weitem nicht der Einzige) frage ich mich schon, welche Überlegungen bei unserer VBSG jeweils angestellt werden. Es ist nun mal so, dass es sehr wohl Elektrobusse ohne Oberleitungen gibt, die auch über eine anständige Reichweite verfügen (Flixbus mit 320 km!). Das sind auch längst keine Prototypen mehr. Sondern sie sind in verschiedenen Städten in Betrieb.
Mir fehlt da Mut, Weitsicht und vielleicht auch etwas Pioniergeist.
Wenn ich sehe, dass wir am 25. November für 7 km Oberleitungen 9.3 Millionen Franken ausgeben, halte ich diese Frage für durchaus berechtigt.