Die Cityparking AG kauft das Parkhaus Burggraben

Ich hätte zwar erwartet, dass sie eher beim UG25 zuschlägt, aber warten wir mal ab. Die Meldung heute im Tagblatt ist aber in mehreren Punkt beachtenswert:

  1. Die Cityparking AG stellt fest, dass die Auslastung des Burggraben zu schwach ist. Etwas das ich aufgrund meiner Messungen nur bestätigen kann.
  2. Mit der Sanierung fallen rund 10% der vorhandenen Parkplätze weg. Also in etwa 40 Stück. Würde die Stadt in Erwägung ziehen, 40 Parkplätze in der Innenstadt aufzuheben, der Aufschrei wäre laut, verdammt laut!
  3. Behauptet die Cityparking AG, die Parkgarage Brühltor erreiche regelmässig ihre Kapazitätsgrenzen. Ok, während Olma und OFFA stimmt das . Aber an Samstagen, an Abendverkäufen? Dem widerspreche ich vehement. Die Cityparking AG kann das ja nicht, denn dazu müsste sie Zahlen offenlegen.
  4. Die Einfahrt soll überdacht (im Sinne von Denken) werden. Wie forsch hier der Käufer vorgehen wird, wird sich zeigen. Die Stadt als Miteigentümerin sollte sich auf jeden Fall in Acht nehmen und nicht zu voreilig Zusagen machen. Die meisten wissen was ich meine.

Ein weiterer Punkt ist die Erneuerung des Parkleitsystems. Hier erwarte ich, dass die Cityparking AG mit ihre Tochterfirma PLS-SG AG auch die anderen Häuser miteinbezieht. Unser unsägliches System, dass man getrost als unbrauchbar betrachten kann, müsste komplett erneuert werden.

Ein Frage wurde mir übrigens bis heute nicht beantwortet. Ich wollte von den Betreibern wissen, wie viele Parkplätze in der Stadt in den letzten Jahren weggefallen sind, weil die Parkplätze an Dauervermieter abgegeben und damit der Öffentlichkeit entzogen wurden. Die (ja ich weiss, die fehlerhaften) Messungen legen nahe, dass dies in relativ grossem Umfang geschehen ist. Beispiel Athletikzentrum/Stadtpark

Kleines Update, obwohl ich eigentlich keine Auswertungen mehr machen wollte. Hier die Auslastung der Brühltorgarage. Ich habe einfach einen Tag pro Monat rausgepickt (zufällig). Die Grafiken zeigen jeweils den Donnerstagabend (14 Uhr bis 22 Uhr) und je einen Samstag pro Monat (08 Uhr bis 22 Uhr)

Gedanken zum Verhüllungsverbot

Mir schwirren ein paar Gedanken im Kopf, die ich hier mal notieren möchte. Es geht mir dabei um die Rechte der Frauen. Auf den ersten Blick ist es auch für mich einleuchtend, dass ein Verbot Chancen für unterdrückte Frauen bietet, die sich nicht ohne ein Stück Tuch um den Kopf aus dem Haus begeben dürfen.

Dieses Argument zieht allerdings nur dann, wenn dies bei jeder Frau der Fall wäre. Wenn eine Frau sich aus freien Stücken und aus Überzeugung verhüllt, dann wird ihr mit dem Verbot die Möglichkeit genommen, sich so in der Öffentlichkeit zu bewegen, wie sie das gerne möchte.

Frauen, die sich unter Zwang verhüllen müssen, laufen aber auch in Gefahr, dass sie unter Hausarrest gestellt werden und das Haus aufgrund des Verhüllungsverbotes gar nicht mehr verlassen dürfen.

Ein Verbot, gerade in Bezug auf die Gesichtsschleier ist aus meiner Sicht keine Lösung. Im Gegenteil, es kann sogar dazu führen, das sich die Situation der Frauen verschlechtert. Gesetze, die ein solches Handeln und Unterdrücken von Menschen verbieten sind heute bereits vorhanden. Noch dazu sind sie als Opferschutz ausgelegt. Beim Verhüllungsverbot allerdings bestraft man unter Umständen nicht die Täter, sondern wie ausgeführt, die eigentlichen Opfer.

Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass es hier so oder so nur um eine Stellvertreterdiskussion handelt. In Tat und Wahrheit geht es den meisten Befürwortern vermutlich nur um den Islam als Religion.

Verschwindet die Allee wegen dem Kantonsspital?

Ich muss wegen der Frohbergstrasse nochmals nachhaken.

Das Lichtsignal auf der Rorschacherstrasse

Es dient den Linksabbiegern vom Stadtzentrum her hin zum Gelände des Kantonsspital.

Durch dieses Lichtsignal wird der Verkehrsfluss stadteinwärts unterbrochen. Es betrifft alle Verkehrsteilnehmer, vom Auto über den ÖV bis hin zu den Velofahrern.

Teilweise Aufhebung der Busspur auf der Rorschacherstrasse stadteinwärts

Der ÖV kann heute eine eigene Spur benutzen. Durch die Aufhebung (der Platz wird für die Linksabbiegespur benötigt) entsteht ein neuer Reisverschluss. All die Busse und Postautos müssen sich nach der Haltestelle Kantonsspital zurück in den normalen Verkehr zwängen. Äusserst unangehnem für die Velofahrer, die von St.Fiden her so richtig Schwung geholt haben.

Quelle: St.Galler Tagblatt vom 12.9.2017

Rodung der Allee an der Rorschacherstrasse stadtauswärts

Hier werde ich nicht schlau, was genau der Grund sein soll. Die Rorschacherstrasse hat heute auf dem Abchnitt Singenberg – Kantonsspital 3 bis 4 Spuren. Möglich, dass hier noch eine weitere dazukommt.

Und das Alles nur wegen der Zufahrt zum Kantonsspital. An erster Stelle steht die Notfallzufahrt, die neu auch über die Frohbergstrasse erfolgen soll. Allerdings dürfte die Anzahl der Zufahrten zum Notfall überschaubar sein. Die Blaulichtorganisationen müssen sich ja nicht um das Lichtsignal kümmern.
Bleibt also das neue Parkhaus, das deutlich mehr Verkehr bringen wird. Ich sehe einfach nicht ein, weshalb wir deswegen ALLE (inkl. Auto!) solche Benachteiligungen in Kauf nehmen müssen. Die Zufahrt ins Parkhaus ist heute schon via Steinachstrasse gewährleistet. Auch eine Linksabbiege-Möglichkeit gibt es beim Singenberg schon!

Vergleicht man den IST-Zustand mit dem Projekt, findet man heraus, dass auf der Rorschacherstrasse neu 4 statt wie bisher 3 Spuren eingezeichnet sind:

IST-Zustand:

Quelle: Stadt St.Gallen
  • Eine Spur (Velo und Bus gemischt) stadteinwärts
  • Eine Autospur stadteinwärts
  • Eine Autospur stadtauswärts

PROJEKT:

Quelle: Stadt St.Gallen
  • Eine Spur Stadteinwärts (Bus und Auto gemischt)
  • Eine Linksabbiegespur zur Frohbergstrasse
  • Eine Autospur stadtauswärts
  • Eine Spur (Velo und Bus gemischt) stadtauswärts

Die Rorschacherstrasse bekommt also insgesamt eine Spur mehr als heute. Wo der Platz für diese Spur herkommt?

Update!

Bis auf weiteres kein Tram in St.Gallen

Die Mitteilung des Kantons und der Stadt freut mich. Das Tram vereinigt zu viele Nachteile und ich erachte es als wenig nachhaltig und zukunftstauglich. Etwas stutzig gemacht haben mich die Erkenntnisse der durchgeführten Studie:

„Bus ist flexibler

Bei der Studie einer Züricher Firma hat sich herausgestellt, das Bus-System ist wesentlich flexibler und kann sich schneller auf Veränderungen in den Strassen eingehen. Baustellen an Strassen und Werken haben geringere Auswirkungen. Dazu kommt, dass ein Tram weniger dicht verkehren würde als ein Bus. Der Bus bietet den Passagieren also einen dichteren Takt.

Ebenso benötigt der Bus keine Schienen, die Infrastrukturkosten sind tiefer. Zudem ist mit dem Busnetz die Sturz- und Unfallgefahr vor allem für Velofahrende geringer. Schliesslich können starke Steigungen mit Bussen deutlich besser bewältigt werden als mit dem Tram.“ Quelle: FM1Today

Für mich sind das alles offensichtliche Gründe, für die es eigentlich keine Studie gebraucht hätte.
Einen Medienspiegel zum St.Galler Tram findet ihr übrigens hier

Fast gleichzeit mit der vorläufigen Absage an das Tram haben sich die Tagblatt-Medien (Tagblatt und FM1Today) auch mit den sinkenden Fahrgastzahlen der VBSG befasst. Allerdings ist diese Erkenntnis nicht neu. Die Zahlen wurden bereits im Mai öffentlich (siehe auch VBSG – Zum 3. Mal hintereinander weniger Fahrgäste)
Die Stadt tut gut daran, sich um die Ursachen zu kümmern, bevor sie neue Grossprojekte wie ein Tram neu aufggleisen will.

Die Olma beginnt…

…aber nicht erst mit der Eröffnung der Hallen, sondern eben mindestens 2 Wochen vorher.
Dann nimmt die Messe den Olmaparkplatz in Beschlag und baut die Temporäre Halle 6 auf dem ehemaligen Gelände der legendären Halle 7 auf.

Der Olmaparkplatz bietet gemäss Parkleitsystem 112 Autos Platz und ist am Parkleitsystem angeschlossen. Seit  Montag 18.9.2017 ist er jedoch gesperrt. Seit dem Datum sind auch die Aufbauarbeiten in gang.
Leider zeigt das Leitsystem am 19.9.2017 99 freie Parkplätze an. Besucher der Stadt werden demnach zu freien Parkplätzen geleitet, die gar nicht existieren.

Das sich ausser mir niemand wirklich damit beschäftigt hängt mit grosser Wahrscheinlichkeit auch damit zusammen, dass in den verbleibenden Parkierungsanlagen immer genügend Platz vorhanden ist.

Und wenn wir grad dabei sind, eigentlich müssten ja jetzt nicht 99 sondern eben 112 Plätze frei sein. Zum Olmapparkhaus sage ich auch nur soviel. Dort werden seit mehr als 9 Monaten keinerlei Werte mehr angegeben. Die Anzeige steht immer auf „0“

Dieses System ist untauglich. Wenn die Stadt die Verkehrsflüsse zu den Parkplätzen leiten will, dann ist sie mit diesem System auf dem falschen Weg. Wann geschieht da endlich etwas?

Ohne Beweise geht natürlich nichts 😉

Der Sizilianer ist da

Und er steht, also das Modell des Chiosco und ich finde, er macht sich sehr gut!

Bleibt die Frage, wohin geht er, wenn er am Montag wieder weg muss?
Auf das Dach des spanischen Klubhauses oder evtl. in die Gartenbeiz der Lokremise?
Es wäre super, wenn das Modell einen Platz am Bahnhof Nord finden würde, denn dort gehört er hin! Als Mahnmal und Fingerzeig für Verhinderer und Blokierer

Wo klemmts?

Heute gabs Neues zum Bahnhof Nord. Allerdings nicht wirklich viel.
Die Partizipation, die Planung usw. wurden gelobt und vom Bund auch mit ein paar Franken belohnt. Leider wird wohl so schnell nichts Neues entstehen.
Da fragt man sich, wo es klemmt. Ich bin mal so frech und stelle eine Behauptung auf.
Es ist das Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen, dass sich für die Erweiterung der Fachhochschule sämtliche Türen offen halten will. In eine ähnliche Richtung geht auch schon ein #kurzverbloggt vom 9.1.2017 – Der Kanton als Spielverderber

Quelle: http://www.chiosco.info/

Spannender wird es beim Start-Projekt, dem Chiosco. Der kommt, insbesondere dann, wenn die Bevölkerung mitmacht. http://www.chiosco.info/
Ab morgen Freitag könnt ihr euch übrigens vor Ort bereits einen Eindruck verschaffen.
Genaueres findet ihr beim Tisch hinter den Gleisen – Der Chiosco kommt zu Besuch

Den mehr oder weniger vollständigen Medienspiegel findet ihr hier

Frohbergstrasse

Mal etwas abseits von den bekannten Baustellen, die Frohbergstrasse/Rorschachstrasse muss wegen der Erweiterung des Kantonsspitals ein wenig umgestaltet werden. Unter anderem müssen die seitlichen Parkplätze an der Frohbergstrasse weichen. Sie werden bis zur Eröffnung der neuen Tiefgarage vis a vis VBSG Depot auf die Wiese vor der Volksbadturnhalle verschoben.
Die Vorlage ist am 26.9.2017 im Stadtparlament traktandiert

 

Zudem erhält die Rorschacherstrasse eine Linksabbiege-Spur in die Frohbergstrasse (Rorschacherstrasse stadtauswärts) die Busspur stadteinwärts wird aufgehoben. An dieser Kreuzung soll zudem eine Lichtsignalanlage installiert werden. So zumindest erklärt es uns das St.Galler Tagblatt.

Einerseits leuchtet die Situation an der Frohbergstrasse ein, ist dort doch mit erheblichem Mehrverkehr zu rechnen (Zufahrt Parkgarage, Notfallzufahrt) andererseits wird der ÖV auf der Rorschacherstrasse in den normalen Verkehr eingebunden. Aus meiner Sicht ein massiver Rückschritt, da die „Eigentrassierung“ auf dieser Strecke stadteinwärts aufgehoben wird. Spätestens mit dem „hochgelobten Tram“ wird man auf wohl diesen Entscheid zurückkommen müssen.

Kommt dazu, dass an der Haltestelle Kantonsspital alle Bus- und Postautolinien halten (zu Recht!) Alle diese Wagen müssen sich anschliessend von der Haltestelle wieder in den Verkehr zurückkämpfen. Ein durchaus gefährliches Unterfangen, insbesondere für die Velofahrer, die von St.Fiden her erst gerade so richtig Fahrt aufgenommen haben.

 

In der Zwischenzeit hat sich auch die Stadt via Twitter dazu geäussert:

Leere Wohnungen Stadt St. Gallen

Das Bundesamt für Statistik hat die Leerwohnungsbestände mit Stichtag per 1. Juni 2017 veröffentlicht. Für die Stadt St. Gallen sieht das so aus.

Kleine Zusatzinfo: das sind insgesamt 767 leere Wohnung. Davon sind 716 zur Miete ausgeschrieben und 51 stehen zum Verkauf.

PS: Die Stadt St. Gallen findet ihr unter den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohner 😉

Bequeme Mitarbeiter

Die Stadt hat auf eine Interpellation mit Fragen zum Pendlerverhalten (PDF) der eigenen Mitarbeiter geantwortet. Auffallend ist, dass rund 650 Mitarbeiter (statistisch), die weniger als 10km Arbeitsweg haben oder weniger als 10min entfernt wohnen, den Arbeitsweg mit dem Auto/Motorrad zurücklegen!
Leider fehlen bei der Erhebung die Angaben zu den Gründen, weshalb die Mitarbeiter lieber das Auto nehmen anstatt den ÖV zu benutzen.

Meine Rechnung:

  • 40% von 3040 Mitarbeiter pendeln mit dem Auto/Motorrad
  • 80% davon arbeiten „Normal“, also ohne Pikett oder Schichtarbeit
  • 2/3 davon haben einen Arbeitsweg von <10km oder <10min

Aus meiner Sicht liegt da noch viel, sehr viel drin!