Lädelisterben – bestellt schon mal die Urnen

Ich bin geneigt, dem Stadtrat den Vorschlag zu unterbreiten, auf dem Marktplatz einen Friedhof zu realisieren. Einen Lädelifriedhof. Die Marktfahrer können dann ja nebst Gemüse auch Urnen verkaufen. Blumen gibts ja schon.
Und am Sonntag können dann die liberalen und konservativen Kräfte, die es schon immer gewusst haben, den Platz mit Trauermärschen und Gedenkgottesdiensten beleben.
Das wär doch was…..
PS: Parkplätze für Leichenwagen und Trauergesellschaft stellt die Stadt sicher unentgeltlich zur Verfügung. Man soll den Toten ja nicht noch Steine in den Weg legen, ausser Grabsteinen natürlich.

Exlibris und die Parkplätze

Es ist ja heute völlig normal, einfach mal etwas in die Luft hinaus zu posauenen. Wichtig ist, dass es einfach einem Teil der Bevölkerung halbwegs plausibel vorkommt und in den Kram passt.
So zum Beispiel heute Herr Remo Daguati (FDP) im St. Galler Tagblatt:

Wenn sogar Ketten wie «Ex Libris» am Marktplatz mangels Parkplätzen dicht machen müssten, gebe das zu denken, sagte beispielsweise FDP-Stadtparlamentarier Remo Daguati.

Erstens vergisst der Herr, das vor der Exlibris-Filiale nach wie vor ein Parkplatz ist (danke Tagblatt für den Hinweis) und zweitens hat er sich wenig um die Gründe für die Aufhebung der Filliale gekümmert.
Exlibris geht es nämlich nicht wie angenommen beschissen, sondern ihr Geschäft hat sich über die Jahre hinweg von der Filiale ins Netz verlagert. Das kann man gut oder schlecht finden. Es ist aber nicht so, dass das Buisness von Exlibris dem Onlinehandel zum Opfer gefallen wäre, sondern umgekehrt.
Aber egal, wenn man darin einen Rechtfertigungsgrund für mehr Parkplätze und freien Verkehr sieht, dann darf man das wohl noch sagen….

Danke Hans-Dieter Zimmermann für den Input

Nicht gleich hyperventilieren

Die 3. Röhre und die Teilspange Liebegg scheinen einmal mehr den Hormonspiegel hochzutreiben.
Das geschieht übrigens ungefähr einmal pro Jahr Im Januar 2017 war dafür übrigens der NAF verantwortlich.
Zur Erinnerung, bevor da auf der Autobahn etwas ausgebaut wird, olgt ab diesem Sommer die Sanierung der Stadtautobahn. Das es sich dabei nicht um ein paar Kleinigkeiten handelt zeigt ein Blick auf die Projektseite des ASTRA. Hier ein Auszug dazu:

Die Sanierung dauert insgesamt 6 Jahre und kostet ca. 536 Millionen CHF.
Wenn alles optimal läuft, kommt in der Zeit noch der Olmadeckel dazu.
Und wenige Jahre später soll dann der Ausbau mit der 3. Röhre und die Teilspange Liebegg realisiert werden? Zu den Kosten gibts wenig Aussagen. Ich vermute mal, dass sogar die Schätzung mit 1.2 Milliarden von Markus Tofalo zu tief liegt.
Und auch die Konkurrenz schläft nicht. Man denke da an Rorschach mit einem zusätzlichen Autobahnzubringer….
Träumen darf man. Ja, man soll sogar. Aber etwas Bodenständigkeit würde auch nicht schaden. Die Enttäuschung könnte gross werden.

Kleines Update, Markus hatte noch eine Korrektur

Es geht NICHT um

Heute morgen fand die Medieninformation des Komitees „Ja zur Mobilitätsinitiative“ statt.
Ich habe mir die Präsentation (PDF) angeschaut und bin bei einer Folie hängengeblieben:

Dar stellt sich mir doch die Frage, um was es denn wirklich geht.
Ich weiss, Kanalisierung des Verkehrs auf die Hauptachsen. Aber a) muss der Verkehr erstmals aus den Quartieren hinaus auf die Hauptachsen kommen und b) hat ein Ausbau der Hauptachsen auch Mehrverkehr zur Folge. Schlüssig ist das nicht.

In den vorhergenden Folien werden verschiedene Projekte angesprochen, die man mit der Initiative gerne realisiert oder verhindert hätte. Beispiel die Passarelle im Riethüsli, die aber damit eher wenig zu tun hat.
Oder die Passarelle von der Magnihalden hinüber zum UG25. Da ist ja erst ein Vorschlag eingegangen und auch der Stadtrat hält die Idee prüfenswert.
Auch dass der Langsamverkehr bevorzugt behandelt wird ist kein wirkliches Argument. Man beachte das Projekt Frohbergstrasse/Rorschacherstrasse. Da wird das Auto deutlich gegenüber dem ÖV und dem Langsamverkehr bevorzugt behandelt.

Ich bleibe dabei. Die Initiative braucht es nicht, erst recht nicht mit den oben aufgeführten Nicht-Argumenten. Sie ist letztendlich nichts anderes als ein Überbleibsel aus dem letztjährigen Wahlkampf.

 

Das Stadtparlament wurde gewarnt

Es soll dann bitte niemand kommen und sagen, das Stadtparlament wurde bei seiner 4 Millionen-Investition nicht gewarnt

Beteiligung am Rechenzentrum Ostschweiz: Stadtparlament vom 22.8.2017

Die Inititiative nimmt Fahrt auf

Ich rede von unserer lokalen Mobilitätsinitiative.
Diese will die Abstimmung vom 7. März 2010 rückgängig machen. Zur Erinnerung, die Abstimmung wurde von der St.Galler Bevölkerung deutlich angenommen.

Ziel ist es, dass der Individualverkehr (in erster Linie zielt das Begehren auf unsere Autos) wieder zunehmen darf. Die Argumente der Befürworter lauten so:

  • Abwägen statt plafonieren: Eine allgemeine und einseitige Beschränkung des motorisierten Individualverkehrs ist nicht sinnvoll, weil sie sich negativ auf die Wirtschaft und das innerstädtische Gewerbe auswirkt.
  • Kanalisieren statt umleiten: Starke Verkehrsachsen und genügend Parkplätze entlasten die Quartiere von Such- und Auswegverkehr.

Ganz ähnlich tönt es auch in den sozialen Medien, insbesondere auf Facebook.
Dort wird einem auch schon mal nahegelegt, doch nach Zürich zu ziehen, wenn es einem nicht passt 😉
Das mehr Autoverkehr diese Probleme (die des Detailhandels in der Innenstadt) nicht löst, dürfe mittlerweile den meisten bekannt sein. Insbesondere den Lesern dieses Blogs.
Ich habe mehrfach aufzeigen können, dass die Stadt KEIN Parkplatzproblem hat.
Aber auch das Grundeigentümer und der Detailhandel selber eine grosse Mitverantwortung an dem Ladensterben tragen.

Gerne fasse ich das hier nochmals zusammen:

Das ist nur eine Teilauswahl, die aufzeigen soll, dass man mit einer „Vekehrsliberalisierung“ auch in der Innenstadt keinen Blumentopf gewinnt. Im Gegenteil. Es werden viele gute Ansätze zu Nichte gemacht.
Mir ist klar, dass der Individualverkehr in Zukunft anders aussehen wird und die Autos ökologischer werden. Das ist gut für die Emissionen, aber der Platzbedarf sinkt deshalb nicht.

Ich wiederhole es gerne immer und immer wieder. Die Probleme im Detailhandel sind zum einen den Entwicklungen in der Gesellschaft geschuldet und zum Anderen auch hausgemacht. Mit einer Mobilitätsinitiative retten wir kein einziges Geschäft.

7.5 Millionen – wirklich!?

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament den Erwerb eine Grundstückes im Westen der Stadt. Das Grundstück liegt zwischen der Zürcherstrasse und der Autobahn A1, ist unbebaut und liegt in der Industriezone.
Als Grund wird angegeben, das ein Ausbau der Zürcherstrasse über dieses Grundstück erfolgen soll.
Da frage ich mich doch, wie viel Ausbau (besser Verlegung inklusive Ausbau) da notwendig ist. Auf der gesamten Grundstückslänge ist die Zürcherstrasse teilweise schon 3-spurig (Abzweiger in die Schoretshuebstrasse) oder die beiden Fahrspuren sind durch einen Grünstreifen getrennt.

Ich will mal ehrlich sein, a) sehe ich den Ausbau nicht als zwingend an und b) sind 7.5 Millionen für dieses Grundstück und den Verwendungszweck zu teuer. Ein völlig unnötiger Zukauf

 

Was mir insbesondere missfällt ist der Satz „… „Streckung Zürcher Strasse“ durch ein Bauvorhaben auf Grundstück Nr. W3982 verunmöglicht wird, ist es notwendig, das Grundstück zu erwerben“ auch wenn die Möglichkeit besteht, das Grundstück theoretisch im Baurecht anzugeben.

So soll das Teilprojekt „Streckung Zürcherstrasse“ ausschauen:

Irgendwie fehlt mir da ein wirklicher „Zwang“, eher so ein bisschen „so hätten wir es gerne“.
Sprich, da wünschen sich einige eine Schnellstrasse nach Gossau. Unnötig, Autos haben (noch) Lenkräder.

Siehe auch 7,5 Millionen für Baulandkauf

Update vom 9.1.2017
Wie heute im Tagblatt zu lesen ist, hat sich für die Arealentwicklung ein „Verein Arealentwicklung St.Gallen West-Gossau Ost (Asgo) gegründet. Der Verein ist auch mit einer eigenen Webseite unterwegs

Mobilitätsinitiative – Podiumsdiskussion

Am 15. Januar findet im Waaghaus ein Podium zur bevorstehenden Abstimmung über die Mobilitätsinitiative statt.

Einführungsreferat: Stadtrat Peter Jans
Pro: Karin Winter-Dubs (Stadtparlamentarierin SVP) und ein weiterer Gast
Kontra: Doris Königer (Stadtparlamentarierin SP) und Daniel Rüttimann (Stadtparlamentarierer GLP)

Bin gespannt, ob sich die FDP als „weiterer Gast“ zur Verfügung stellt, oder ob sich evtl. sogar jemand von der CVP dazu bewegen lässt 😉

Haltung des Stadtrates und des Stadtparlaments:
„Am 4. März kommt die sogenannte Mobilitätsinitiative zur Abstimmung, die das geltende Verkehrsreglement der Stadt aushebeln will. An dieser Veranstaltung darf ich die Haltung des Stadtrates vertreten, der – wie auch das Stadtparlament – diese Initiative ablehnt.“ Peter Jans via Facebook

 

In eigener Sache

So, habe die Zeit zwischen Weihnachten bis heute etwas genutzt und meine Medienspiegel sowie die Menus etwas überarbeitet.

Medienspiegel sind in etwas schöneren Tabellen erfasst:

Das Thema Parkieren hat ebenfalls ein Update erhalten. Ältere Einträge sind archiviert und ich wage ab 2018 einen Neustart

Zudem als kleine Erinnerung meine Hashtags, die ich so oft als möglich zu verwenden:

  • #smartsg (Alles was mit unserer zukünfigen SmartCity zu tun hat)
  • #bhfnord (Der Bahnhof Nord)
  • #bhfstfiden und #stfiden (Der Bahnhof St.Fiden und Umgebung
  • #marktplatzsg (Selbsterklärend)
  • #stparl (Das Stadtparlament)
  • #zukunftsg (Forum Zukunft Innenstadt)
  • #stadtratsg (Rund um den Stadtrat inkl. anstehenden Wahlen)
  • #sangallo #sanktgallen und #stgallen (Allgemein Stadt St. Gallen)
  • #neuebibliothek (neuebibliothek.ch)
  • #theatersg