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Wer kann da schon Nein sagen

1 Million Liter Diesel werden eingespart. Total werden 58km des Liniennetzess in Zukunft elektrifiziert sein – Top! Aber die Sache hat ein paar Haken:

  1. Die Stadt wird nicht Dieselfrei. Linie 7, 9 und 10 zum Beispiel werden auch in naher Zukunft mit Diesel-Bussen betrieben. Es bleibt also bei einer Fahrzeugflotte aus Verbrennungsmotoren und Trolleybussen
  2. 7 km müssen zusätzlich mit Oberleitungen versehen werden. Unklar ist, ob die Angaben der Streckenlängen vergleichbar sind. Wittenbach – St. Gallen retour alleine sind schon 7 km. Ich hege den Verdacht, dass die 58 km Liniennetz hin und zurück gerechnet wurde, während die neu zu elektrifizierten Strecken einfach angegeben werden.
  3. Die neuen Busse sollen in der Lage sein, 15 bis 20 km ohne Oberleitungen zurücklegen zu können. Und trotzdem werden die gesamten Strecken, auf denen die Busse verkehren sollen elektrifiziert. Da frage ich mich, warum da nicht auf Oberleitungen verzichtet werden kann
  4. Oberleitungen sind und bleiben unflexibel. Sie müssen gewartet werden, sie müssen bei Baustellen ausser Betrieb genommen werden. Masten müssen gesetzt und bei Bedarf verschoben werden (siehe Zilstrasse) und nicht zuletzt vermutet man sogar Einfluss auf unsere binäre Uhr am Bahnhof 😉

Alles in allem tönt es wunderbar. Einen Schritt nach vorne und trotzdem bleibt ein Nachgeschmack. Die Vorlage ist nicht konsequent und vermittelt auch im Artikel des Tagblattes den Eindruck, die Stadt würde Dieselfrei.
Ich würde mir wünschen, dass sowohl die Stadt, die VBSG als auch das Tagblatt die Nachteile beim Namen nennen würden und nicht auf „Wer kann da schon Nein sagen“ abzielen.

Einzig dieser kleine Satz im Abstimmungsbüchlein (PDF) weist darauf hin, dass Dieselbusse bis auf weiteres unabdingbar bleiben

Masterplan

Es kursiert ein Gerücht im Smartcityquartier Remishueb. Die Hirslandenklinik Stephanshorn hat anscheinend einen Masterplan, sprich noch einiges vor. Das hat Einfluss auf das Quartier und kommt möglicherweise schneller als gedacht.
Bereits vor der Abstimmung zum Schulhaus Zil und der Zilstrasse hatte ich mögliche Entwicklungen in diese Richtung angetönt.
Sollte die Klinik erneut ausbauen und im Osten weitere Bauten entstehen, dann wird der Verkehr erneut ein Thema.
Lieferanten, Mitarbeiter und Notfälle – Die Situation ist heute bereits unglücklich und sorgt für eine hohe Verkehrsbelastung.

Hier eine Grafik zur Verkehrsbelastung auf der Brauerstrasse im Abschnitt Remishueb/Klinik Stephanshorn.
Die Daten wurden im Rahmen des Smartcity Projektes im August 2017 erhoben.
Es ist davon auszugehen, dass hier aufgrund der Sommerzeit keine Spitzenwerte erfasst wurden.

Brauchen wir ein Tram?

Die Umfrage ist beendet. Vielen Dank für eure Teilnahme!
Eine Auswertung folgt!

Warum frage ich das?
Weil heute im Tagblatt ein Interview mit Fredy Brunner erschienen ist, dass das Thema wieder auf den Tisch bringt. Ich persönlich finde ein Tram keine sonderlich gute Idee. Trotzdem spricht Fredy Brunner ein paar ganz wichtige Themen an.

Insgesamt haben 41 Personen meine Frage beantwortet. 20 mit Nein, wir brauchen kein Tram und 21 mit Ja, wir brauchen ein Tram.

Zusätzlich habe ich euch um eine Erklärung gebten.
Hier eure Antworten:

Pro Tram

  • ist das schnellste Transportmittel, ohne Stau wenn die Autofahrer zivilisiert sind!! 
  • St. Gallen ist langezogen und weist auf dem Hauptkorrifor Ost-West durchgehend eine hohes Verkehrsnachfrage auf. Ein schienengebundenes System ist schnell und attraktiv. Ein Tram kann in St. Gallen ein höheres Nachfragepotential erschliessen als eine S-Bahn. 
  • Vielleicht kommt das dann besser durch den Baustellensalat… 
  • Die vielen Busse und Postautos verstopfen die Strassen für einen flüssigen ÖV Verkehr. Im Osten und Westen der Stadt sollen Hubs eingerichtet werden und das Tram bringt die vielen Personen direkt und schnell in oder durch die Stadt.
  • Weil wir zu viele Postautos in der Stadt haben
  • energie technisch besser als mit diesel zudem verāndert sich das Stadtbild stādtischer
  • Der Verkehrssicherheit zuliebe (die VBSG Chauffeure sind nicht gerade für Verkehrsregeltreue bekannt) Weil günstiger und mehr Kapazität
  • -Stadtgebiet bietet sich aufgrund der breiten Strassen von Winkeln bis Neudorf geradezu an. -Grössere Kapazitäten
  • Die Kapazität der Linie 1/4 auf dem Abschnitt Fürstenlandbrücke – Neudorf wird meines Erachtens bald ausgeschöpft sein. Eine weitere Verdichtung macht irgendwann nicht mehr richtig Sinn. Zudem wäre es eine gute Möglichkeit eine Eigentrassierung vorzunehmen und so endlich unabhängiger vom Verkehr zu werden. Hier muss eine Zukunftsanalyse gemacht werden, da der Bau einer Trambahnstrecke wohl sehr lange dauern wird. Ich persönlich würde jedoch eine Art Schwebebahn wie in Wuppertal, einem Tram vorziehen. Von der Topographie her ist St. Gallen ähnlich wie Wuppertal und es liesse sich auf der Ost-West Achse eine Schnellverbindung einrichten, die Unabhängig von der SBB und vom Verkehr auf der Strasse ist. So ein System liesse sich unter umständen auch Autonom betreiben, was die Personalkosten tief halten würde.
  • Noch besser wäre eine U-Bahn

Kontra Tram

  • Haben unser Trogener-Bähnli . Das reicht doch?!
  • Das ist Blödsinn!
  • Ich halte gar nichts von Verkehrsmitteln auf der Strasse, welche nicht in der Lage sind, anderen auch ausweichen zu können. Ausserdem sind die Geleise für Radfahrer eine Gefahr. Eine unterirdische Streckenführung im Bereich Kreuzbleiche- Bahnhof-Marktplatz wär nicht schlecht, aber wohl kaum bezahlbar.
  • St. Gallen ist meiner Meinung nach zu klein. Das ist unnötig. Mit den Vbsg-Bussen kommt man gut überall hin. Mehr braucht es nicht. 
  • kein Geld
  • Weil die Büsse auch so halb leer sind und fahrzeuten sind gut.
  • Fahren eh bald alle Busse mit Strom. Zudem müssten nur zwei oder drei Nadelöhre umgebaut werden…
  • Wir haben busse, die in die hinterletzte strasse fahren. Noch mehr verkehrsstau???
  • Wir haben busse das reicht. Durch die Trame noch mehr stau und viel mehr unfälle das kann man nicht verantworten!
  • Zu umständlich. Kann auch mit regulären busen erledigt werden

Spiel, Punkt, Sieg

Das gestrige Forum „Zukunft Innenstadt“ war ein Highlight.
Nicht alles, aber ein Thema hat mich begeistert!

Die Arbeitsgruppe „Lebensraum“ mit Katy Rohner, Cornelia Benz und Anja Weiss hat ganze Arbeit geleistet!
Ihre Ideen kommen an und sind zu grossen Teilen einfach umsetzbar und binden mit der Schule für Interactive Media Design an der GBS auch lokale und kreative Menschen ein. Ein echter Gewinn für das Forum und für die Stadt. Ich hoffe, da wird etwas davon umgesetzt! Der Auftrag ist beim Stadtrat platziert!

Quelle: zfg von Cornelia Benz

Der Rest des Forums zeigt, die Stadt ist dran! Ob bei Handwerkerparkplätzen oder einer Online-Bewilligungsplattform. Da geht viel wenn auch noch einige offen Punkte sind.

Was mich enttäuscht hat ist (sorry, wenn es schon wieder Pro City ist) der City Manager. Einerseits sind die geplanten Aufgaben jenseits dessen was jemand bewältigen kann und Andererseits haben wir doch Quartiervereine und eben Pro City, die einen grossen Teil dieser Aufgaben bereits heute übernehmen müssten. Es fehlt meiner Meinung nach viel eher jemand, der die bestehenden Akteure an einen Tisch bringt. Viel mehr Koordinator als Manager.
Enttäuscht bin ich auch von den Tourismus-Organisationen. Von ihnen findet sich leider kein Punkt, zu dem sie etwas beisteuern würden.

Und auch für diese Ausgabe des Forums gilt. Die Stadt ist schnell.
Die Präsentation inklusive der Ideen des Lebensraum-Dreamteam sind bereits online: PDF

Einen Medienspiegel findet ihr übrigens hier

Smart in den Wildpark

Im Smartcity Quartier Remishueb war ein autonomer Bus bereits im Gespräch. Allerdings ergab sich keine so richtig überzeugende Strecke für ein solches Gefährt.
Jetzt aber sehe ich eine sinnvolle Aufgabe. Warum nicht einen autonomen Bus zwischen dem Sonnen-Kreisel in Rotmonten und dem Wildpark Peter und Paul pendeln lassen?

Es können eigentlich alle nur profitieren:

  • Die Stadt beweist, dass sie Smart ist
  • Jeder will (also ich sicher) mit einem autonomen Bus fahren
  • Der Wildpark und das Restaurant erhalten Besucher
  • Die Parkiersituation könnte entschärft werden

Ich denke, wir sollten das anpacken! Nutzen wir den Winter und starten im Frühling 2019 mit einem kostenlosen Angebot zu den Steinböcken!

Auslöser für diesen Vorschlag: 
Nächste Runde im Parkplatzstreit beim Wildpark Peter und Paul

Und gerade flattert noch diese Meldung in mein Postfach:


(sda) Der Bundesrat muss die gesetzlichen Hürden zur Einführung autonomer Fahrzeuge beseitigen, sobald ein Sicherheitsnachweis besteht. Das verlangt das Parlament. Es hat eine Motion der Grünliberalen überwiesen.

Quelle: parlament.ch

Pförtner Liebegg

Das Dosierungssystem am Stadtrand wird wieder aktuell. Im Stadparlament wurde dazu eine einfache Anfrage eingereicht.
Es geht um eine Lichtsignalanlage, die helfen soll, den Verkehr in Richtung Stadt zu dosieren, so dass es zu weniger Stau auf der Teufenerstrasse kommt.
Dazu sind ein paar Details noch wichtig:

  • Verantwortlich ist der Kanton Appenzell Ausserhoden. Die Anlage würde auf ihrem Kantonsgebiet stehen
  • Beteiligt sind die Stadt St.Gallen, der Kanton St.Gallen und eben Appenzell AR
  • Das Projekt ist bislang eine Idee, es gibt noch keine konkreten Pläne
  • Es ist mit Einsprachen zu rechnen, wobei auch die Appenzeller wohl berechtigt sein werden

Es ist demnach noch alles offen. Hier noch ein paar zusätzliche Infos:

Einfache Anfrage Stadtparlament
Artikel Tagblatt vom 25.9.2018

Datenquelle: Verkehrszählung Stadt St.Gallen (beide Richtungen)

ParkingDay

Am letzten Freitag haben wir an äusserst prominenter Lage einen Parkplatz besetzt. Ein spannender Tag, der sich ganz anders entwickelt hat, als ich eigentlich erwartet hatte.
Anlass war der 13. internationale ParkingDay – weitere Infos

Zum Einen gab es da den spontanen Besuch von Marco, der mit seiner Hängematte quer durch die Innenstadt zu uns gewandert ist

Und zum anderen hat es mich überrascht, dass uns nur eine einzige Person „böse“ gesinnt war. Sprich es gab während der gesamten Zeit 1 einzige böse Bemerkung. All di anderen Reaktionen waren entweder interessiert und freundlich oder wir haben einfach verwunderte Blicke eingefangen.

Etwas das mich persönlich negativ überrascht hat, war der Verkehr. Zwischen 11 Uhr und 13 Uhr sind im Minutentakt die Autos an uns vorbeigefahren. Zur Erklärung, es handelt sich nicht um eine Strasse, sondern um die Zufahrt zu den Parkplätzen.
Leid tut mir in diesem Zusammenhang der Marktstand, der unmittelbar an die Parkplätze grenzt. Bio zu verkaufen macht da wohl wenig Sinn

innerhalb von 2 Stunden fuhren mehr als 130 Autos an uns und dem Marktstand vorbei

Leere Wohnungen

Ich höre sehr oft, dass die Wohnsituation in St.Gallen schrecklich sei. Wenn ich nachfrage, was denn genau so schlimm sei, erhalte ich jedoch keine wirklich brauchbaren Antworten (ähnlich wie bei den Parkplätzen).
Ich habe deshalb mal die Entwicklung der leerstehenden Wohnungen zusammengestellt.
Vielleicht hilft das, die Situation ein wenig besser einzuordnen,
Werten tu ich da aber nix

Quelle: Bundesamt für Statistik

Haltekanten im Zil

In der ganzen „Aufregung“ um die Zilstrasse ist ein ganz wichtiges Thema untergegangen.
Es sind die Haltekanten bei der Haltestelle Klinik Stephanshorn und Zilstrasse. Die Bewohner des Immbodenhuus benutzen diese beiden Haltestelle regelmässig und sind darauf angewiesen, dass ihnen jemand jeweils die Rampe ausklappt.
Es wäre mehr als angebracht, wenn man hier die Haltekanten im Zuge der jetzt gutgeheissenen Anpassungen mitzieht. Erstens können die Rollstuhlfahrer so selbstständig ein- und aussteigen, zweitens reduziert sich für die VBSG so auch die Aufenthaltsdauer an der Haltestelle.

Forum Innenstadt

Nächsten Mittwoch findet wieder ein Forum „Zukunft Innenstadt“ statt.
Zeit, sich darauf vorzubereiten.
Nachdem das Tagblatt heute die Mietzinse für Ladenflächen unter die Lupe genommen hat, habe ich nochmals nachgeschaut, in wie fern sich die Immobilienbesitzer, Verwaltungen und Vermieter bislang am Forum beteiligt haben. Ich fasse hier mal ganz kurz zusammen:

Quelle: Stadt St.Gallen

Die Stadt hat also 230 Parteien schriftlich zum Thema Zwischennutzungen angefragt. Die Hälfte hat geantwortet.


Quelle: Stadt St.Gallen

Nur gerade 10% der Befragten (also eigentlich ja nur 5%, wenn man die Anzahl verschickten Anfragen anschaut) können sich vorstellen Ladenflächen für Zwischennutzungen zur Verfügung zu stellen.


Quelle: Stadt St.Gallen

Auf die Frage, ob die Vermieter sich eine Plattform vorstellen könnten, die leerstehende Flächen publiziert und ob sie bereit sind dafür zu bezahlen, antworteten nur noch 27.
Bei der Frage nach der Höhe des Preises für eine solche Plattform sind es dann nur noch 5!!! also rund 2% aller angefragten Vermieter und Liegenschaftenbesitzer. 98% zeigen schlicht kein Interesse.

Mein Fazit: Egal ob die Mieten in St.Gallen nun tief oder hoch sind. Wenn das Interesse derart minimal ist, kann man da konstruktive Zusammenarbeit vergessen.