Denn sie wissen nicht was Sache ist

Tiefgaragen sind vermutlich in vielen Städten ein Thema. In St. Gallen ist es nicht anders. Befinden sich doch aktuell 2 grössere Vorhaben auf der Zielgeraden. Zeit auch mal nachzufragen und sich einen Gesamteindruck zur Parkplatzsituation in der Innenstadt zu schaffen.

Konkret geht es um die beiden Bauprojekte UG25 und Union+

Beim UG25 handelt es sich um ein privates Projekt der Firma Senn Immobilien, beim Union+ um eine Tiefgarage der Cityparking AG, eine Firma, an der die Stadt mit 40% beteiligt ist.

Beide Projekte haben im Anschluss an die verlorenen Marktplatzabstimmung einen besonderen Stellenwert erhalten. Teil der Marktplatzabstimmung war auch die Aufhebung einiger Parkplätze in der Innenstadt. Es ist nachvollziehbar, dass es Kreise gibt, die der Aufhebung nach verlorener Abstimmung nur zustimmen, wenn die Zahl der Parkplätze kompensiert wird.

Es liegt also durchaus im Interesse der Stimmbürger, zu erfahren, ob beide Bauvorhaben gerechtfertigt, zukunftsorientiert und zweckmässig sind.

Ich versuche hier nicht, die Zahlen der aufzuhebenden und neu geplanten Parkplätze aufzulisten. Das haben andere schon im Griff 😉

Viel mehr interessiert es mich, wie heute die Auslastung der bereits vorhandenen Parkplätze ausschaut. Der lästige Herr Baur macht sich also auf die Suche nach Zahlen:

Erster Anlauf:

Die Parkleitsystem St. Gallen AG – Eine steuerbefreite AG, an der die Stadt 18% Aktien besitzt und mit Nino Cozzio einen Stadtrat im Verwaltungsrat hat.

Meine Mailanfrage vom 13. Mai 2015 wurde folgendermassen beantwortet:

„Sehr geehrter Herr Baur
Ihre Anfrage, bezüglich der Auslastungszahlen der am PLS angeschlossen Parkhäuser, haben wir erhalten. Leider können wir Ihnen dazu, als Betreiber des PLS, keine Angaben geben.Gerne hoffen wir auf Ihr Verständnis.“

Ich deute die Antwort so, dass die PLS-AG zwar über Zahlen verfügt, aber nicht bereit ist, mir diese als Privatperson auszuhändigen. Das ärgert nicht zuletzt aufgrund der Beteiligungen der Stadt.

Zweiter Anlauf:
Da sich die bestehenden Parkhäuser in unterschiedlichem Besitz befinden wird es schwieriger. Ich habe deshalb versucht, mich beim Stadtrat zu erkundigen. Da Herr Scheitlin ja auf Twitter präsent ist, ein einfacher Weg. Hier seine Antwort:

Nicht gerade dass was ich mir gewünscht hätte. Ehrlich gesagt, frage ich mich, ob die Stadt keine Zahlen hat, oder wie ich die PLS-AG interpretiere, keine Zahlen rausrücken will. Ich bin aber froh, dass meine Anfrage doch Beachtung findet. Mit Peter Olibet und Philipp Landmark haben sich doch 2 Personen „eingemischt“, die über Möglichkeiten verfügen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Ich bleibe auf jeden Fall dran. Es gibt ja noch andere Wege. Die PLS-Webseite fordert einem ja geradezu auf, die Belegungszahlen auszulesen 😉 Hier übrigens noch die Bestätigung der Stadt zur Beteiligung an der PLS-AG und der Cityparking AG:

Die gesammelten Fragen und Antworten findet ihr auch auf Storify

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