Karten auf den Tisch

Ich blogge nun schon seit einigen Jahren. Heute ist aber erstmals ein Mail bei mir eingetroffen, das mich sehr freundlich auf meine mittlerweile doch recht provokative Schreibweise aufmerksam gemacht hat.

Ich bin mir dessen durchaus bewusst und möchte hier eine kurze Erklärung dazu abliefern.

Ich habe zur Zeit einen, glücklicherweise sehr glimpflich abgelaufenen Schicksalsschlag, zu verarbeiten. Ich hatte Ende Juni einen Schlaganfall erlitten, der mich zuerst ins Spital und anschliessend in die Reha brachte. Körperlich ist eigentlich soweit wieder alles beim Alten. Allerdings trage ich noch immer ein paar psychische Narben mit mir herum. Es ist scheinbar nichts aussergewöhnliches, dass sich Menschen nach einem Schlaganfall noch über längere Zeit mit Depressionen herumschlagen. Das gilt auch für mich. Im Kopf habe ich das Ereignis sicher noch nicht verarbeitet und das äussert sich zuweilen auch in schriftlichen Ausbrüchen. Das ist keine Entschuldigung, denn das, worüber ich schreibe hat sich nicht geändert. Aber die Wortwahl ist definitiv schärfer geworden. Das bedauere ich und ich werde mir Mühe geben, wieder zurück zu mehrheitlich objektiven Texten zu finden. Die spitze Zunge wird aber bleiben, einfach fair soll sie wieder werden 😉

Ich hoffe, ihr übt noch ein wenig Geduld mit mir und ihr meldet euch, wenn ich es übertreibe. Ich bin immer offen für ein Gespräch und auch gerne bereit Korrekturen und Entschuldigungen anzubringen, wenn ich mal zu weit gehe. Mein Blog wird aber mit Sicherheit kein Weichspüler-Account werden. Ich bleibe kritisch und stehe zu meiner Meinung.

Vielen Dank für euer Verständnis

Was sagt der HEV zur Sanierung der Migros Bach

So wie es aussieht, hat sich die Migros für eine grosse Sanierung entschieden. Geschah dies im Hinblick auf einen Neubau, der in weite Ferne gerückt ist? Gibt es zu wenig Platz, weil die SBB die Abstellgleise weiter benützen will? Ich kenne die Beweggründe der Migros nicht, denke aber nicht, dass sie so viel Geld in eine Sanierung investiert, wenn ein möglicher Neubau in den Startlöchern steht.

Auf alle Fälle gibt es Anzeichen, dass es mit dem Bahnhof St.Fiden weiterhin ungelöste Probleme gibt.
Hier wäre wohl langsam mal wieder eine Information seitens der Stadt angebracht. Immerhin steuern wir auf den für 2017 geplanten städtebaulichen Wettbewerb mit 8 bis 10 Teams zu

Interessant wäre auch noch, was der Hauseigentümerverband St.Gallen zur Sanierung der Migros St.Fiden meint. Letztendlich hat sich Christoph Solenthaler deutlich dazu geäussert.
Für ihn und den HEV steht der Neubau der Migros St.Fiden an vorderster Stelle. (siehe dazu den Leserbrief von Christoph Solenthaler vom 9. März 2017)

 

Hashtags – In eigener Sache

Ich verwende für Twitter, Facebook und weitere soziale Medien gerne Hashtags. Sie helfen mir, Meldungen zu sammeln, ohne dass ich immer mitlesen muss. Dank Diensten wie IFTTT, Flow oder auch Zapier landen Beiträge mit ausgewählten Hashtags direkt in meinen Listen. Da ich ausschliesslich Stadt St.Galler Themen auf diesem Weg sammle, habe ich hier mal meine bevorzugten Hashtags aufgelistet.

  • #smartsg (Alles was mit unserer zukünfigen SmartCity zu tun hat)
  • #bhfnord (Der Bahnhof Nord)
  • #bhfstfiden und #stfiden (Der Bahnhof St.Fiden und Umgebung
  • #marktplatzsg (Selbsterklärend)
  • #stparl (Das Stadtparlament)
  • #zukunftsg (Forum Zukunft Innenstadt)
  • #stadtratsg (Rund um den Stadtrat inkl. anstehenden Wahlen)
  • #sanktgallen und #stgallen (Allgemein Stadt St. Gallen)
  • #neuebibliothek (neuebibliothek.ch)
  • #theatersg

 

Revolution!9000 – Mitmachen

 

Mitmachen & Teil der Revolution werden.

Wie ist die Revolution organisiert?
Diese Revolution ist keine Organisation, sie ist eine Idee. Sie ehrt die Demokratie und lehnt jede Gewalt ab. Wer sich mit der Idee identifiziert, kann ohne jemanden zu fragen im Namen der Revolution auftreten und die Idee verbreiten.

Wie kann man Mitglied bei der Revolution 9000 werden?
Wenn du dich mit der Idee identifizierst, kannst du ohne jemanden zu fragen im Namen der Revolution auftreten, die Idee verbreiten und dich somit zum Mitglied der Revolution machen. Du schuldest nur dir und der Idee Rechenschaft, sonst niemandem. Du brauchst Haltung, Mut und Vision.

Was ist „Open Content“?

Diese Frage stelle ich mir seit einigen Tagen. Grund ist eine Motion im Nationalrat, die von der Komission für Verkehr und Fernmeldewesen eingereicht wurde (Geschäft Nr. 17.3009)

Kurz, es geht darin u.a  um von der SRG produzierte und ausgestrahlte Inhalte, die den privaten Sendern zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Komission nennt dieses Teilen dann auch „Open Content“.

Nicht das ich etwas dagegen hätte, im Gegenteil. Ich erachte die Stossrichtung als richtig. Erst recht, seit aus den Gebühren eine Art Steuer wurde, auch wenn dem rechtlich gesehen nicht so ist.

Was ich aber nicht verstehe, ist weshalb die Schweiz einen neuen Begriff für das Teilen von medialen Inhalten erfinden muss. Die Veröffentlichung von Creative Commons  (schöpferisches Gemeingut) ist in der digitalen Welt bereits geregelt und auch breit abgestützt. Ich will hier keine Abhandlung zu den Creative Commons Lizenzen schreiben. Das können andere bedeutend besser.

Was ich aber kann, ist es die Komission darauf aufmerksam zu machen.
Wie wäre es denn, wenn die SRG via Politik verpflichtet würde, eigene Inhalte unter einer solchen Lizenz zu veröffentlichen? Natürlich nur, wenn es ihr durch die Urheberrechte gestattet ist.

Das würde den Streit um diese Motion wohl ziemlich rasch schlichten. Beiträge unter einer Creative Commons Lizenz (Beispiel: CC-BY) würde es den privaten Sendern erlauben, Inhalte der SRG weiter zu verwenden mit der einzigen Bedingung, dass die SRG namentlich genannt werden muss.
Bei Inhalten, wie zum Beispiel „der Bestatter“ (angenommen, die Rechte liegen bei der SRG, was ich nicht weiss) wäre auch ein CC-BY-NC-ND denkbar. Also für alle zugänglich, die kommerzielle Nutzung wäre jedoch genau so wie die Veränderung nicht gestattet. Den privaten Haushalten wäre es jedoch möglich, sich die Episoden auf den Rechner zu laden und 100te Male anzuschauen 😉

Mir ist bei dieser Sache wichtig, dass die Inhalte frei zur Verfügung stehen und zwar denjenigen, die es letztendlich auch bezahlt haben. Was ich entschieden ablehne, ist dass sich private Sender bei der SRG bedienen dürfen und damit wiederum uneingeschränkt Geld verdienen können.

Beim nächsten Mal würde es der Komission gut anstehen, sich mit Leuten in Verbindung zu setzen, die davon wirklich etwas verstehen und die ihre Idee im Grundsatz sicher unterstützen werden. Mögliche Ansprechpartner in der Schweiz sind die Digitale Gesellschaft oder eben das Creative Commons Team Switzerland

Aber eben, die Schweiz möchte scheinbar ihre eigenen Wege gehen und vermutlich ein neues monströses Regelwerk schaffen, bei dem von vornherein klar ist, wer die Nutzniesser sind und wer die Verlierer. Insofern kann ich die aufmupfenden SP-Parlamentarier durchaus verstehen.

Hier ein Überblick über die CC-Lizenzen (Quelle: http://www.creativecommons.ch)

Weitere Infos und einen Hintergrundartikel gibts bei der Tageswoche

Schöne Überraschung

Ich habe vor einigen Wochen test halber einen „Spenden“ Button auf meiner Startseite platziert.
Nicht weil ich mit meinem Blogg Geld verdienen möchte, sondern einfach um zu sehen, ob es Besucher gibt, die bereit wären etwas für meine „Arbeit“ zu spenden. Erwartungen hatte ich keine.

Heute landete ein Mail in meinem Posteingang. Ich dachte ja erst an ein Phisingmail mit dem Logo von PayPal. Als ich allerdings den Inhalt gesehen habe und mich auf meinem Konto eingeloggt habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Tatsächlich, eine gut bekannte Person hat mir eine grosszügige Spende eingezahlt. Nur wenige Minuten später, nachdem ich meine Freude auf Twitter zum Ausdruck gebracht habe, klingelte der Posteingang schon wieder und eine zweite Spende wurde überwiesen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den beiden Spendern und nehme das als Verpflichtung, auch in Zukunft meine Gedanken zur Stadt St. Gallen auf #kurzverbloggt zu veröffentlichen. Auch andere Themen haben ihren Platz, allerdings habe ich mir vorgenommen damit etwas sparsamer umzugehen als auch schon.

Das Geld werde ich für mein Hosting und die Domains benutzen. Es wird also „zweckgebunden“ verwendet.
Zudem habe ich beschlossen, die Spenden jeweils auszuweisen, anonym versteht sich.