Kommunikationspanne

So könnte man es nennen.
Nachdem ich die Stadt bereits für ihre inhaltliche Art der Kommunikation kritisiert habe, kommt jetzt die erste Quittung.
Parkplatz-Raub nennt das Ostschweizer Wirtschaftsportal Leader die Ankündigung der Stadt, 89 Parkplätze aufzuheben.

Quelle: Facebook

Zuerst einmal zum Titel:

Als Raub bezeichnet man in Kriminologie und Rechtsvergleichung einen Deliktstypus, bei dem ein Eigentumsdelikt durch Gewaltanwendung begangen wird; das Objekt wird zum Raubgut. (Quelle:Wikipedia)

Dazu müssten a) die Parkplätze Eigentum der Autofahrer sein und b) die Stadt mit Gewaltanwendung drohen….Und der Raub ist nicht neu, er geht weiter…es gab demnach vorher schon einen Raubzug. Welcher das sein soll ist nicht bekannt. Völliger Blödsinn also.

Nun zum Inhalt

Hier könnte man es eigentlich lesen:
„Die Parkplätze sollen nach der Umsetzung des UG 25 aufgehoben werden“
Sprich, solange die Plätze im UG25 nicht existieren, solange werden die 89 Plätze auch nicht aufgehoben.

Weiter
„Die UG-25-Realisierung steht allerdings noch in den Sternen.“
Ja das tut sie tatsächlich. Allerdings ist das Projekt längst bewilligt. Es fehlen einzig Investoren aus der Wirtschaft. Die halten sich aber zurück.
Hier müsste doch das Blatt anknüpfen. Oder ist am Ende ein Parkhaus gar nicht so lukrativ wie man uns weismachen möchte?

Und weiter:
„Kein Wort verliert der Stadtrat darüber, was Handel und Gewerbe in der Innenstadt von dem weiteren Parkplatzraub halten: nämlich gar nichts. In Zeiten von Online- und ausländischer Shopping-Konkurrenz ist für die hiesigen Betriebe eine leichte Erreichbarkeit auch mit dem Individualverkehr bekanntlich überlebenswichtig.“
Es wird also weiterhin an einem sogenannten Raub festgehalten, obwohl die 89 Plätze bis auf Weiteres gar nicht verschwinden werden.
Zudem ist das eine leere Behauptung. Es gibt keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen der Anzahl Parkplätze und dem Lädelisterben. Eine rein subjektive Aussage.

Alles in allem ein völliger Bullshit-Artikel. Ein Titel, der völlig sinnfrei und falsch ist sowie mit Inhalt, der nachweislich fehlerhaft ist, da die Parkplätze ja gar nicht aufgehoben werden. Aber so ködert man halt Leute, die nach wie vor der Meinung sind, man käme bei den Parkplätzen zu kurz.
PS: wenn das UG25 realisiert wird, stehen mehr Parkplätze zur Verfügung als heute.

Update vom 15.11.2018
Es ist eben schon so, dass die unglückliche Medienmitteilung auch noch 2 Wochen danach wirkt:
Beispiel dieser Leserbrief im St.Galler Tagblatt

Die Stadt hebt diese Parkplätze erst auf, wenn das UG25 fertig ist

Spiel, Punkt, Sieg

Das gestrige Forum „Zukunft Innenstadt“ war ein Highlight.
Nicht alles, aber ein Thema hat mich begeistert!

Die Arbeitsgruppe „Lebensraum“ mit Katy Rohner, Cornelia Benz und Anja Weiss hat ganze Arbeit geleistet!
Ihre Ideen kommen an und sind zu grossen Teilen einfach umsetzbar und binden mit der Schule für Interactive Media Design an der GBS auch lokale und kreative Menschen ein. Ein echter Gewinn für das Forum und für die Stadt. Ich hoffe, da wird etwas davon umgesetzt! Der Auftrag ist beim Stadtrat platziert!

Quelle: zfg von Cornelia Benz

Der Rest des Forums zeigt, die Stadt ist dran! Ob bei Handwerkerparkplätzen oder einer Online-Bewilligungsplattform. Da geht viel wenn auch noch einige offen Punkte sind.

Was mich enttäuscht hat ist (sorry, wenn es schon wieder Pro City ist) der City Manager. Einerseits sind die geplanten Aufgaben jenseits dessen was jemand bewältigen kann und Andererseits haben wir doch Quartiervereine und eben Pro City, die einen grossen Teil dieser Aufgaben bereits heute übernehmen müssten. Es fehlt meiner Meinung nach viel eher jemand, der die bestehenden Akteure an einen Tisch bringt. Viel mehr Koordinator als Manager.
Enttäuscht bin ich auch von den Tourismus-Organisationen. Von ihnen findet sich leider kein Punkt, zu dem sie etwas beisteuern würden.

Und auch für diese Ausgabe des Forums gilt. Die Stadt ist schnell.
Die Präsentation inklusive der Ideen des Lebensraum-Dreamteam sind bereits online: PDF

Einen Medienspiegel findet ihr übrigens hier

PayWall

Das St.Galler Tagblatt hat angefangen, ihre Beiträge nur noch Abonnenten komplett online zur Verfügung zu stellen. Da ich ja sehr oft auf die Artikel der Zeitung verlinke muss ich mir da etwas einfallen lassen.
Es macht ja keinen Sinn, auf einen Text zu verlinken, von dem ich nicht weiss, wer ihn lesen kann und wer nicht.
In den Medienspiegeln werde ich jedoch weiterhin auf die kostenpflichtigen Artikel verlinken. Sie dienen mir auch als Nachschlagewerk.

Ob ich den Text selber zusammenfasse, ganz auf Links verzichte oder einzelne Stellen zitiere, weiss ich noch nicht. Ich respektiere die PayWall des Tagblatts, auch wenn ich sie nur für bedingt tauglich halte.

PS: #kurzverbloggt bleibt gratis 😉

Ende meiner Kolumne

Schon vor der ersten Kolumne für die Ostschweiz hatte ich mir vorgenommen, den Ausflug zu beenden, wenn die Online-Zeitung Pfade einschlägt, die mir nicht passen.

Heute war es nun soweit. Ein Artikel über eine mögliche Amtsgeheimnisverletzung hat mich veranlasst, keine Kolumne mehr für die Ostschweiz zu schreiben.

Ich werde meine Texte wieder exklusiv auf meinem eigenen Blog veröffentlichen 😉

Aufgrund von Anfragen hier der Grund für meine Kündigung

Mittlerweile gibts auch eine Stellungnahme der Ostschweiz dazu.
Also viel heisse Luft, ein hyperaktives Medium und ein dünnhäutiger Chefredaktor

Ich habe das Medium von Anfang an unentgeltlich mit insgesamt 8 Kolumnen-Beiträgen unterstützt und damit versucht meinen Beitrag für eine breite Medienlandschaft zu leisten. Aber ich bin mit dieser Art von Journalismus (stellen wir mal ein Gerücht online und warten am Bürotisch ab, ob es sich evtl. als wahr herausstellt) nicht einverstanden, weshalb ich per sofort keine Texte mehr für die Ostschweiz schreiben werde. Ich hätte es ja eigentlich wissen müssen.

Die Abzocker mit Humor

Ich höre ja immer wieder, mit Radarfallen sollen wir nur abgezockt werden. Das aber die Kantonspolizei St. Gallen regelmässig die Standorte von Radarkästen veröffentlicht wird gerne übersehen. Und jetzt legt die Kantonspolizei noch Einen drauf. Sie erklärt euch mit viel Humor und einem Video des Postillion (Deutsches Satire-Portal), wie einfach es doch ist, keine Geschwindigkeitsbusse mehr einzufangen.
So geht das. Mit Humor für unsere Sicherheit. Ganz ganz dickes Lob an die Kantonspolizei St. Gallen!!!

und hier das Video auch für Nicht-Facebook-Benutzer

Meine Welt

Seit heute ist „Die Ostschweiz“ online und ich darf ein Teil davon sein.
Ich habe also seit heute meine eigene Kolumne ;-). Natürlich musste ich erstmal den Begriff Kolumne suchen. Im Duden steht dazu:

von stets demselben [prominenten] Journalisten verfasster, regelmäßig an bestimmter Stelle einer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichter Meinungsbeitrag

Cool, ich bin also prominent und darf meine Meinung schreiben.
Das habe ich für den Start der neuen Online-Zeitung für die Ostschweiz auch getan und ich werde noch prominenter 😉

Unter #Baurswelt könnt ihr meine Meinung (findet ihr auf #kurzverbloggt nicht) nachlesen.
Heute: Wissen statt Geräte

PS: Mir wurde zwar Lesen und Schreiben beigebracht, aber zu Schreiben habe ich eigentlich nie gelernt. Ich hoffe, man merkt es auch 😉

PreCops doch nicht so harmlos

Es ist noch nicht lange her, da habe ich hier über Precops im Kanton St. Gallen geschrieben.
Ich schrieb zwar harmlos, habe aber auch auf das mögliche Potential aufmerksam gemacht. Zu Recht, wie es sich jetzt herausstellt.
Das System (Einfache Anfrage vom 25.1.2018, Erwin Böhi, SVP, Wil) ist weit mehr als nur ein Vorhersage-Tool für Einbrüche. Recherchen von SRF zeigen, dass die Software sehr wohl für weitergehende Polizei-Arbeit eingesetzt wird. Leider nicht ohne Nebenwirkungen. 2 von 3 Personen werden zu Unrecht verdächtigt. Ich hoffe, dass sich das die Leser meines Blogs zu Herzen nehmen und kritisch gegenüber der zu beschaffenden Software gegenüberstehen.

Tönt harmlos, ist es aber nicht:

Mit dem Frühling kommt der Neid

Bald wird es wieder wärmer. Auf den Trottoirs werden (wenn man dann darf) Tische und Stühle aufgestellt. Damit beginnt auch die Zeit, wo die Einhaltung von Vorschriften wieder zum Thema wird. Es ist absehbar, dass die Durchsetzung dieser Vorschriften die Leute mit dem Groll auf den Staat auf die Strasse lockt und den Grund für das Lädelisterben den übertriebenen Vorschriften in die Schuhe schiebt.

Böse Zungen behaupten, die Gewerbepolizei kontrolliere in Gartenbeizen die korrekten Abstände von Tischen und Stühlen mit dem Meter. Ich kann es mir vorstellen, ja. Würde das die Gewerbepolizei  jedoch nicht machen, dann käme innerhalb von 2min der Nachbar vorbei und würde es tun.
Vielleicht liegt das Problem weniger bei den Behörden als beim Neid von Geschäftsnachbarn und der intoleranten Haltung der Konkurrenz. Das Einhalten von Vorschriften hat nicht das Ziel, sich als „pinggelig“ zu präsentieren, sondern um das dämliche Verhalten einer intoleranten Gesellschaft im Keim zu ersticken. Wäre schön, wenn der gesunde Menschenverstand auf beiden Seiten Einzug halten könnte, zusammen mit dem Frühling.

Linksliberalist

Eigentlich halte ich nicht viel von Online-Tests zur Einteilung der politischen Einstellung. Aber der Tests trifft meine eigene Einschätzung sehr genau (11,1% Links, 91,7% Liberalist)

Erklärung dazu:

Linksliberalismus (Sozialliberalismus): Personen in diesem Quadranten streben danach, individuelle Freiheiten zu wahren, während sie den Markt besteuern, umden Bedürftigen Sozialleistungen zu bieten. Sie neigen dazu, sich selbst als Suchende für die Balance zwischen individueller Freiheit und sozialer Gerechtigkeit zu sehen, und sie treten ein für Multikulturalismus, für einen säkularer Staat und internationale Zusammenarbeit. Während sie in der Regel skeptisch gegenüber einer staatlichen Beteiligung im Sozialwesen sind, so sehen sie doch eine legitime Rolle für den Staat in der Bekämpfung von Diskriminierung und der Gewährleistung der Gleichstellung.

Quelle: https://www.idrlabs.com/de/politischen-koordinaten/1/11,1/1/91,7/result.php