Intransparent

5 Tage hat das Tagblatt gebraucht um über die Marktpreise in der Ostschweiz zu berichten.
5 Tage mit dem Resultat, dass wir nicht mehr wissen als zuvor.
Wie wäre es gewesen liebe Ostschweizer Tageszeitung, wenn ihr da etwas mehr nachgehakt hättet? Zum Beispiel, weshalb unser Marktreglement derart viel Spielraum lässt? Für jemand ohne „Insider-Wissen“ sind die Preise auf jeden Fall nicht nachvollziehbar. Auch dass die Stadtpolizei davon spricht, keine Stände für Wochenmärkte zu vermieten hätte euch stutzig machen müssen. Im Tarif steht nämlich etwas ganz anderes.

Und bitte, ihr als Journalisten habt 5 Tage benötigt, für etwas das ich in 60 min dank den Socialen-Medien erfahren konnte. Schwache Leistung Tagblatt!

Das Thema hat am 22.5 zu einem Blogbeitrag geführt – Luxusmarkt

Und hier die auf Twitter geführte Unterhaltung mit der Stadtpolizei. Die Tweets zeigen auch, dass man die sozialen Medien ernst nimmt und auch einfachen Bürgern gerne Auskunft erteilt. In diesem Fall wäre die Antwort allerdings ein Punkt gewesen, an dem man hätte ansetzen können. (PS: Es betrifft übrigens „meine Stadträtin“ 😉

 

Die Passagierzahlen der VBSG (Update)

Der Geschäftsbericht ist zwar noch nicht Online, aber ich gehe davon aus, dass das Tagblatt und die St.Galler Nachrichten über korrekte Zahlen verfügen.
Wie ihr erkennen könnt, geben sich beide Zeitungen ziemlich optimistisch:

Ich finde ja, die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Wie zu Stalins Zeiten

Der Titel mag hart sein. Aber er trifft ein Stück weit auf die Stadt St. Gallen von 2018 zu.
1933 wurde in Moskau (eben unter Stalin) eine erste Linie mit Trolleybussen installiert. Busse also, die elektrisch fahren und die Energie über Oberleitungen beziehen. Im Jahr 2018 ist Moskau daran, rund 1500 Trolleybusse durch Elektrobusse ohne Oberleitungen zu ersetzen. Bis 2022 sollen die Oberleitungen verschwunden sein. Aktuell sind in Moskau bereits mehr als 150 dieser Busse unterwegs.

Und in St. Gallen? Rund 85 Jahre nach dem ersten Trolleybus in Moskau bezeichnet unser „Chef St.Galler Bus“ die Technology von Trolleybussen als „state of the art“. Ehrlich, ganze Quartiere heute noch mit Oberleitungen auszustatten ist weder fortschrittlich, noch schön und ganz sicher nicht „state of the art“ – Wenn schon, dann „state of the art“ wie zu Stalins Zeiten?

Ich hoffe, das Stadtparlament erkennt, dass die VBSG endlich nach vorne schauen muss und sich überlegen sollte, ob man die geplanten 37 Millionen nicht besser in Technologien investieren sollte, die 2018 wirklich „state of the art“ sind.

Passend dazu: Oberleitungen in St.Georgen

Und jetzt muss ich aufhören, weil sonst „tätschts mir dä Nuggi usä“ – Auf Wikipedia findet ihr eine Liste von Städten, die den Betrieb von „State of the Art-Trolleybussen“ eingestellt haben!

Olma-Haltestelle

Die Stadt hat heute mitgeteilt, dass sie am Bahnhof St. Fiden einen Stopp im Masterplan „reisst“.
Dies um zu überprüfen, ob eine Überdachung der Geleise und eine Einhausung der Autobahn nicht doch Sinn machen würde.

Ich denke, der Stopp macht durchaus Sinn., auch wenn es dadurch natürlich nicht wirklich zügig vorangeht.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, das keines der Büros eine Gleisüberdeckung vorgeschlagen hatte. Eine Vorschlag jeweils mit und ohne wäre sicherlich von Vorteil gewesen.

Noch ist also mein Traum von einer Haltestelle unterhalb des Olmaareals nicht ganz vom Tisch.
So ein Zugang mit Fahrstuhl direkt in die neue Halle wäre schon sexy

Immer diese Raucher

Nachdem ich heute schon Elefanten gejagt habe, könnte ich ja auch noch Jagd auf Raucher machen.
Nein, nicht! Erstens gehöre ich selber zu denen und zweitens scheinen sie doch zu etwas Nütze.
Sie sorgen für eine Belebung der Innenstadt! Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch die Anzahl der Bewilligungen an (Quelle: St. Galler Tagblatt vom 23.5.2018)

Die Zahl der Aussenrestaurants in der Stadt St.Gallen scheint sich demnach an der Zahl der Parkplätze zu orientieren. Je weniger Parkplätze, desto mehr Gartenbeizen. Moment, da stimmt doch etwas nicht….
Ok, ich jage wohl besser wieder rosarote Elefanten

Wie tötet man einen rosaroten Elefanten?

In der aktuellen PDF_Ausgabe des Leader findet sich ein Text zum Thema Ladensterben und Parkplatzklau.
Titel: Rosarote Elefanten
Das einzige, das mir zu diesem Text einfällt ist folgender Witz:

Wie tötet man einen blauen Elefanten? – Mit dem Blauen-Elefanten-Gewehr.

Wie tötet man einen roten Elefanten? – Man würgt ihn bis er blau wird und erschießt ihn mit dem Blauen-Elefanten-Gewehr.

Wie tötet man einen weißen Elefanten? – Man erzählt ihm schmutzige Witze bis er rot wird, würgt ihn bis er blau wird und erschießt ihn mit dem Blauen-Elefanten-Gewehr.

Wie tötet man einen grünen Elefanten? – Man erschreckt ihn bis er weiß wird, erzählt ihm schmutzige Witze bis er rot wird, würgt ihn bis er blau wird und erschießt ihn mit dem Blauen-Elefanten-Gewehr.

Wie tötet man einen gelben Elefanten? – Man schleudert ihn herum bis er grün vor Übelkeit wird, erschreckt ihn bis er weiß wird, erzählt ihm schmutzige Witze bis er rot wird, würgt ihn bis er blau wird und erschießt ihn mit dem Blauen-Elefanten-Gewehr.

Wie tötet man einen rosaroten Elefanten? – Es gibt keine rosaroten Elefanten!

Rosarote Elefanten - Leader 04-18

 

Luxusmarkt

Heute hat der Preisüberwacher der Schweiz über Mietpreise von Marktständen informiert.
Dabei ist mir aufgefallen, dass man in der Stadt St.Gallen mit Abstand die höchsten Preise für einen Marktstand bezahlt (wenn man ihn mit einem Tisch mietet).
Leider ist nicht ersichtlich, was das Paket alles beinhaltet. Dass die jedoch mind. 10x so hoch sind wie im günstigsten Fall (Aarau) lässt aufhorchen.
Bin gespannt, was St.Gallen hier bietet, um die enormen Mietpreise für eine „Tageskarte“ zu rechtfertigen.

Quelle: Preisüberwacher Newsletter 02/18

Das städtische Marktreglement findet man übrigens hier. Die Preise scheinen demnach plausibel

Insider-Quiz

Ihr wollt wissen, wohin die Gelder von Bodensee-Tourismus fliessen?
Ein Teil zumindest zum St. Galler Tagblatt.
Heute hat St.Gallen-Bodensee-Tourismus auf Tagblatt Online unter der Rubrik „Sponsored Content“ einen Quiz gesponsert. Das kann man ja machen, ob es viele Touristen aus der Ostschweiz in die Hauptstadt lockt wage ich zu bezweifeln. Evtl. wäre der Quiz bei der Luzernerzeitung oder gleich bei der NZZ besser aufgehoben gewesen.

10 Euro auf Au

Ich habe mir überlegt, wie man Netzsperren und das Geldspielgesetz praxisnah erklären könnte. Folgendes Beispiel soll euch bei der Entscheidung Ja/Nein helfen:

Ihr plant mit Freunden einen netten Abend im Casino Bregenz. Ein möglicher Weg führt euch über den Grenzübergang St.Margrethen. Dort steht nun ein Grenzwächter, der euch nach eurem Ziel fragt. Ihr antwortet ehrlich, Casino Bregenz. Denn es ist ja nichts illegales dabei, im Ausland zu spielen.
Der Grenzwächter versperrt euch den Weg mit den Worten, hier könnt ihr nicht durch. Denkt an die Elefanten im Zürcher Zoo…
So, was jetzt? Dreht ihr um und fahrt nach Hause? Oder dreht ihr um und nehmt den Grenzübergang Au? Dort steht nämlich niemand, der euch ein schlechtes Gewissen einreden will, weil grad in eurer Gegend ein Spielplatz zerfällt.

Und? Alles klar?

Zum dem Thema gibts auch eine Kolumne von mir auf „Die Ostschweiz – Die Bank gewinnt

Bahnhofstrasse

Die Aufhebung der Parkplätze an der Bahnhofstrasse kommt wieder aufs Tapet.
Allerdings ist es weniger die Stadt die Druck macht, sondern die Appenzellerbahnen. Nicht zuletzt wegen der Durchmesserlinie
Verständlich aus meiner Sicht. 17x wurde 2017 ein Zug wegen Autofahrern blockiert. Und das trotz aller verbauten Gadgets wie Einparkhilfen. Scheinbar sind die Autofahrer nicht in der Lage, ihre Panzer (SUV) so hinzustellen, dass sie die Bahn nicht behindern! Nachvollziehbar!
Es ist aber auch ein Grund, weshalb ich mich gegen ein Tram wehre. Schienengebundene Fahrzeuge haben nun mal den Nachteil, dass sie nicht sehr flexibel sind.
Seis drum. Im UG25 (wenn dann mal Investoren gefunden sind) hat es genügend Platz. Das könnte aber noch ein Weilchen dauern. Die Wirtschaft, die sonst bei jedem abgeschafften Parkplatz einen Grabstein hinstellen möchte, ist anscheinend nicht Willens, in einer Parkgarage (die doch scheinbar Goldgruben sind) zu investieren.
St. Parkplatz wird seinem Namen auch die nächsten Jahre gerecht werden