Das Gündenmoos wärmt sich auf

Der Kanton St.Gallen hat gestern die Machbarkeitsstudie für die «Sportvision Ost» als Teil der nationalen Sportförderung vorgestellt.
Mit dabei die 153 Seiten starke Machbarkeitsstudie (inklusive dem Wintersport-Stollen im Sarganserland).

Zum Campus Ostschweiz im Sarganserland nur soviel:

Der Klimawandel macht Wintersport zunehmend schwieriger. Reisezeiten und Distanzen werden grösser, um zu den Trainingsorten zu gelangen. Schneesport wird zunehmend eine Frage der Zeit und des
Geldes – ob für Leistungssportlerinnen und -sportler oder für die Bevölkerung.

Die Frage ob es denn noch Wintersport geben wird und wo dieser allenfalls noch ausgeübt werden kann, darf man aufgrund dieser Aussage durchaus stellen. Aber immerhin kann man noch trainieren 😉

Mir geht es viel mehr um das Gründenmoos, das in der Machbarkeitsstudie als regionalen Swiss Olympic Cluster und als Teil des Projekts Schweizer Olympiapark angepriesen wird.

Es soll mich bitte bei den folgenden Bemerkungen nicht falsch verstehen. Ich halte die Pläne fürs Gründenmoss für grossartig und ich freue mich, dass hier wirklich eine Vision umgesetzt werden soll, die für die Stadt und die Region einen grossen Mehrwert bringen wird.
Ich habe wirklich absolut gar nichts gegen dieses Vorhaben!

Es gibt aber ein Aber und das betrifft die Stadt St.Gallen direkt. Die Ausführungen in der Machbarkeitsstudie weisen zwar immer wieder auf den Breitensport hin und trotzdem bekommt man das Gefühl, dass es sich eher um eine Marketingstrategie handelt als um ein echtes Bekenntnis zum Breitensport-Standort Gründenmoos.

Für die Stadt St.Gallen bedeutet das, dass sie damit rechnen muss, dass all die Probleme mit der Auslastungen der Sportstätten, wie sie im GESAK aufgeführt sind, mit dem Zentrum nicht zu lösen sind.
Dazu ein Hinweis. Im GESAK kommt das Gründenmoos 44x mal vor, im Schnitt also auf jeder zweiten Seite 😉

Die Stadt wird weiter mit voller Energie nach Lösungen für einzelne Sportarten suchen müssen. Alleine und ohne das Gründenmoos. Das sollten sich alle bewusst sein. Für die Stadt wird es teuer. Einerseits weil der vorgestellte Kostenschlüssel in der Machbarkeitsstudie rund 30 Millionen für die Stadt vorsieht:

Quelle: Machbarkeitsstudie Seite 43

und andererseits alles was durch das neue Zentrum nicht gedeckt wird eben doch an der Stadt hängen bleibt.
Hier die Sportarten und Infrastrukturbauten die geplant sind:

Quelle: Machbarkeitsstudie Seite 34

Und hier noch die Überischt wie das räumlich aussehen soll. Im Westen der Reitsportteil, Im Zentrum die einzelnen Sportstätten, Büros usw. und im Osten die 6fach Mehrzweck- und Eventhalle für 4000 Zuschauer

Quelle: Machbarkeitsstudie Seite 40

Es wird ein wirklich sehrsehr spannendes Projekt, das ich, wie in der Einleitung bereits erwähnt habe, sehr unterstütze.
Die Stadtbevölkerung und der Stadtrat sollten aber nicht zu grosse Hoffnungen machen, dass damit unsere Gemeinde-Sport-Probleme gelöst werden. Letztlich ist Swiss Olympic der Treiber, der Verein NetzwerkSport, der Kanton, die Stadt und die umliegenden Gemeinden und allfällige weitere Investoren werden alle ihre Bedürfnisse und ein Stück weit ihre eigene Vision verfolgen und ja auch wirtschaftliche Interessen spielen eine grosse Rolle!
Welche Rolle da die Stadt spielen kann und wird, steht auf einem anderen Blatt Papier und das muss man sich trotz aller „Euphorie“ bewusst sein.

Die Machbarkeitsstudie findet ihr am Ende der Medienmitteilung ds Kantons. Zusätzlich stelle ich sie euch auch hier zur Verfügung:

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