Zonenplanänderung Bahnhof St.Fiden

Per 1. Oktober 2017 tritt das neue kantonale Planungs- und Baugesetz in Kraft.
Die Stadt hat sich entschieden, noch schnell ein paar (16!!) Zonenplanänderungen durchzuboxen, da sie befürchtet, dass es ansonsten zu grösseren Verzögerungen kommt.

Ihr könnt alle geplanten Änderungen hier einsehen. Für mich sind aber besonders die beiden Änderungen am Bahnhof St.Fiden interessant:

„An diesem Standort soll ein neuer Ortsteil mit zentrumsbildender Funktion geschaffen werden, weshalb die beiden Gebiete in eine Kernzone K5 umgezont werden.“

Wohi sölli z Sangallä?

Ich mach ja eigentlich keine App-Besprechungen, aber hey es geht um St. Gallen!
Die WebApp http://wohi.sg macht grad alles richtig!
Eine plattformunabhängige, erfrischend simple Webseite, die euch Tipps für die Stadt gibt. Sie ist sehr benutzerfreundlich und hat auch für Einheimische gute Tipps parat.
Aber die Webapp ist noch mehr. Sie ist ein Seitenhieb an das Forum „Zukunft Innenstadt“

„Rund 100 Personen haben am ersten Forum „Zukunft St.Galler Innenstadt“
teilgenommen. Eingeladen waren Grundeigentümerinnen und
Grundeigentümer, verschiedene Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaftsverbänden,
Gassengesellschaften, Quartiervereinen, Innenstadtgewerbe,
Gastronomie, Tourismus und Verwaltung.“

Da wurde diskutiert und über Tischsets mit Stadt-Sujet diskutiert. Aber etwas auf den Weg gebracht haben letztendlich 2 junge Stadt St.Galler! Fast schon ein Armutszeugnis für die teilnehmenden Organisationen, oder?

 

Neue Parkuhren

Wie heute bekannt wird, hat die Stadtpolizei einen Auftrag für die Erneuerung von 88 Parkuhren ausgeschrieben.
Ab 2020 sollen die Parkuhren dann auch via Fernwartung erreichbar werden und u.a auch die Sommerzeit umgestellt werden können. Nebst dem heute bald jeder 20fränkige Wecker (Funkwecker) automatisch umstellt und auch die Zeit regelmässig abgleicht, frage ich mich, ob die Investition in die „analogen“ Parkuhren sich nicht mit den Anstrengungen in den Bereichen Smartparking beissen. Wie vernetzt die neuen Dinger wirklich sind, weiss ich nicht. Es besteht aber Hoffnung, dass die verbleibenden 58 Parkuhren irgendwann dann den Schritt zur Smartcity mitmachen. Bis dahin funken die 88 neuen dann einfach etwas mit 😉

Ich bin ein Spinner, ich weiss

Es ist ja schon ein Weilchen her, seit ich ein paar Spinnereien kurzverbloggt habe. Wird Zeit für ein paar städtebauliche Visionen, wenn auch eher aufgewärmte 😉

Als erstes, lieber Kanton St.Gallen, liebe Stadt. Warum wollt ihr die Uni SG am Platztor bauen? Dort wo es bislang keinerlei ÖV-Anbindug gibt, So weit weg von Autobahnanschlüssen in Richtung Zürich?
Baut doch den Uni-Campus am Bahnhof Nord und nutzt Synergien mit der FHSG.

Zweitens:
Der Bahnhof St.Fiden, dieses trostlose Abstellgleis soll entwickelt werden? Ein Bahnhof, auf dem zwar Züge halten aber niemand aus- oder einsteigt, weil es keine Anschlussverbindungen gibt?
Nehmt den Olmadeckel und verknüpft das Ganze sinnvoll, so dass die Messe ihren gedeckten, direkten Zugang zum ÖV erhält. Spannt falls notwendig mit der Migros zusammen, die wäre evtl. bereit für einen direkten Bahnanschluss tiefer hineinzuknieen.

Drittens
Entlastet die Innenstadt vom Durchgangsverkehr, verlegt den Kontenpunkt Marktplatz ans Platztor (die Uni steht ja am Bahnhof Nord), erweitert die Innenstadt und bringt den unteren Graben unter den Boden. Dann liegt am Platztor evtl. sogar noch ein Parkhaus drin *duckundweg*

Wir haben noch immer eine Ost-West-Achse mit Grossprojekten, die, so weit ich das überblicken kann, nicht als Ganzes betrachtet werden. Stadtentwicklung ist jedoch nicht auf einzelne Parzellen beschränkt, eine Strategie, die über Liegenschaftsgrenzen hinausgeht ist gefragt.

 

Keine neue Migros am Bahnhof St.Fiden?

 

Die Migros Ostschweiz plant offenbar, die Filiale „Bach* oder eben Migros St.Fiden umfassend zu sanieren (St. Galler Tagblatt vom 7.8.2017)
Da stelle ich doch gleich einmal eine steile These auf:
Entweder konnte sich die Migros (noch) nicht zu einem Neubau auf dem Bahnhofsgelände durchringen, es dauert einfach zu lange, oder die Stadt sucht nach anderen Möglichkeiten, das Gelände zu nutzen. Sind wir mal gespannt.

Kleines Update vom 9.8.2017

Das ging jetzt aber schnell 😉

und gleich noch ein Update 😉

Platztor am Rande

Scheinbar ist die Lärmbelastung an der Rosenbergstrasse und St.Jakobsstrasse zu hoch. Der Kanton will nun in den betroffenen Liegenschaften Lärmschutzfenster einbauen (St.Galler Tagblatt vom 14.7.2017)

Andere Optionen werden aus den verschiedensten Gründen verworfen. Wirft man einen Blick in die Zukunft, dann sollte hier aber ganz genau hingeschaut werden.
Der VCS meint zwar, dass Fuss- und Veloverkehr zunehmen und deshalb eine Temporeduktion angebracht wäre. Ich vermute zusätzlich jedoch auch eine Zunahme des Autoverkehrs.
Der Grund ist die der neue Campus der Universität. Alle Autos von Zürich her werden wohl über die Ausfahrt Kreuzbleiche/Rosenbergstrasse in die Parkgarage Unterer Graben fahren. Denn dort sollen die Parkplätze für den zukünftigen HSG-Standort Platztor untergebracht werden.
Ich frage mich, wann uns die Stadt und der Kanton dort ein Verkehrskonzept vorstellen werden, dass auch über längere Zeit durchsetzbar ist.
Man darf nicht vergessen, dass die Ecke dort durch den ÖV bislang nicht wirklich erschlossen ist. So wie es bislang ausschaut, ist nichts weltbewegendes geplant, was die Lärmbelastung sicherlich nicht reduziert.

Verkehrsentwicklung Platztor

Quelle: Verkehrszählung Stadt St.Gallen –ZS919a 2015 Platztor

Ladensterben? – Wirklich?

Ich habe mir heute den Geschäftsbericht 2016 (Seite 61)der Stadt St.Gallen angeschaut und bin da auf ein paar komische Zahlen gestossen.
Auf einer illustrierten Seite wurden die Anzahl Detaillisten in der Bekleidungsindustrie aufgeführt. Demnach ist die Zahl der Kleidergeschäfte von 2014 bis 2016 von 109  auf 162 gestiegen.
Ein Blick zurück auf den Geschäftsbericht 2014 (Seite 39) zeigt, dass diese Kenn-Zahlen bereits früher verwendet wurden. Nimmt man die Zahlen zusammen, ergibt sich im Detailhandel Bekleidung folgende Entwicklung:

Leider gibt es zu den Zahlen keinerlei detaillierte Angaben. So weiss man z.Bsp. nicht, ob sich die Zahl auf das ganze Stadtgebiet bezieht und auch nicht, woher sie stammen.
Inzwischen wurde von verschiedenen Seiten bei der Stadt nachgefragt, wie die Zahlen zu interpretieren sind. Wir sind gespannt, wie wir diese einordnen können. Auf ein Sterben des Detailhandels oder auch auf grosse Auswirkungen durch den Onlinehandel deuten die Zahlen so jedoch nicht.

Smartparking aber noch ohne OpenData

OpenData in der Stadt St.Gallen lässt weiter auf sich warten…
Trotz neuen Parksensoren verzichtet die Stadt auf die Freigabe der erfassten Daten. Eigentlich schade, auch wenn vieles aus dem Pilotprojekt vermutlich nicht verwertbar ist, ein Versuch wäre es IMHO trotzdem wert gewesen

Und hier noch ein Beispiel, was passiert, wenn man unsauber arbeitet. Da ich mir aufgrund der Medienmitteilung auch nicht sicher war, schiebe ich den schwarzen Peter mal der Stadtpolizei zu 😉

PG Kreuzbleiche teilweise geschlossen

Zwischen dem 10. Juli 2017 und dem 6. August 2017 werden im Parkhaus Kreuzbleiche dringende Sanierungsarbeiten vorgenommen. Während dieser Zeit ist das zweite Untergeschoss geschlossen. Damit stehen während rund einem Monat weniger Parkplätze zur Verfügung. (MM Stadt St.Gallen)

Ich gehe davon aus, dass während dieser Zeit auch die Überwachungskameras eingebaut werden. Ebenfalls interessant wäre, ob die PLS-AG die Anzeige der freien Anzahl Parkplätze während dieser Zeit anpasst 😉

News zum Bahnhof St.Fiden

Gestern war im Tagblatt ein ziemlich erhellender Artikel zum Bahnhof St.Fiden.

Aus meiner Sicht der interessanteste Abschnitt, ist der Teil mit den Abstellgleisen, die für die neuen SBB-Komponenten verlängert werden sollen. Das heisst, die Geleise bleiben bestehen.

Dass es in Zukunft keinen Halt für Fernzüge geben wird, war mir von Vornherein klar. Die Stadt hat immer betont, dass der Bahnhof kein Knotenpunkt werden wird. Weder für die Bahn, noch für die VBSG.
Es erschliesst sich mir allerdings nicht, wie man ein so grosses Quartier entwickeln will, ohne eine angemessene Erschliessung mit dem ÖV. Zumal auch die Olma voraussichtlich weiter hin zum Bahnhof wächst.

Da soll dann keiner Jammern, wenn der Autoverkehr zwischen Langgasse und Rorschacherstrasse zunimmt.