Heb di fescht

am Bänkli, s Appenzellerbahnä ohni Ränkli

Und genau wegen solchen Dingen mag ich den Heimatschutz nicht – Heimatschutz will engste Zahnradkurve der Welt bewahren. Es mag ja Leute geben, die an solchen Dingen hängen. Dass sie aber wirklich coolen Lösungen sinnlos im Weg stehen, will der Verein nicht wahrhaben.
Als zukünftige Velostadt haben wir bei der Ruckhalde mal wieder eine tolle Chance, ein Aussenquartier für den Langsamverkehr zu erschliessen. Ein Velo/Fussgängerweg abseits der nicht ganz risikolosen Teufenerstrasse ist doch eine einmalige Chance. Packen wir sie, bevor die Autolobby nochmals auf die Idee kommt, eine „Umfahrungsstrasse“ zu bauen.
PS: Ich bin mir fast sicher, dass man mit einer geschickten Streckenführung auch nicht auf zukünftige Wohnbauten verzichten muss.

Sanierung Burggraben

Wie das Tagblatt heute schreibt, startet die Sanierung der Burggrabengarage im Januar 2019.
Erfreulich für die Autojunkies, die Preise sinken, weniger erfreulich, die Parkgarage wird voraussichtlich während der Sanierung rund 6 Monate komplett geschlossen sein.
Zur Erinnerung, im Oktober 2017 wurde bekannt, dass die Cityparking AG die Parkgarage gekauft hat.

Bildquelle: „Historischer Polizeiposten, Joseph Eberhard“ mit freundlicher Genehmigung der Stapo SG

Testplanung Bahnhof St.Fiden

Leider kann ich heute Abend nicht an der Infoveranstaltung teilnehmen.
Die Informationen, die aber bereits auf der Projektseite der Stadt abrufbar sind, machen einen tollen Eindruck.

Etwas das mir aber wirklich fehlt, ist der Bahnhof selber und wirklich gute Ideen für den öffentlichen Verkehr. Es ist leider nicht erkennbar, welche Rolle der Bahnhof spielen könnte resp. welche er spielen soll. In allen Vorschlägen ist er einfach da, wird aber nicht wirklich integriert. Was meint die SBB?

Wir sollten nicht vergessen, dass das brachliegende Gelände heute als Parkplatz für verschiedenste Messen gebraucht wird. Auch die Besucherströme während den grossen Messen vom Bahnhof St.Fiden zu den Olmahallen fallen mir immer wieder auf.
Ich hoffe, dass hier auch in Zusammenhang mit dem Olmadeckel das Gespräch mit der SBB gesucht wird, um hier eine wirklich coole Lösung zu finden.
Und wäre es so verkehrt, wenn die Mitarbeiter des Kantonsspitals via Bahnhof St.Fiden pendeln würden?

Schäfchen im Trockenen

St.Gallen-Bodensee-Tourismus hat es geschafft. Sie hat dem Stadtparlament kurzerhand eine Verdoppelung des Subventionsbeitrags untergejubelt.
Damit wird die Stadt trotz budgetiertem Defizit zum grössten Geldgeber der in der ganzen Region tätigen Organisation. Und so sieht das aus (unter der Annahme, dass die Beiträge der anderen Stellen 2017 und 2018 gleich bleiben wie 2016)

Quelle: Jahresberichte St.Gallen-Bodensee Tourismus und Jahresrechnungen der Stadt St.Gallen

Wenn man einen Blick in den Live-Ticker des Stadtparlaments wirft, wird auch klar, welche Fraktionen wohl den Ausschlag gegeben haben. Ja, es sind die „Sparfüchse“ aus CVP, FDP und SVP!
Die anderen haben sich wenigstens kritisch zum Geschäft geäussert.

Unser Stadtpräsident war übrigens im Ausstand. Wobei sich St.Gallen-Bodensee Tourismus womöglich gedacht hat: „Komm, wir versuchens solange Thomas Scheitlin noch im Amt ist, wir können nur gewinnen“

PS: Die Zahlen sind natürlich ohne Gewähr, unter anderem auch darum 440’000 oder 680’000 CHF

SBB setzt auf Partizipation

Gute Nachrichten aus Zürich. Die SBB will auf dem Areal Neugasse die Fehler an der Europaallee wieder gut machen. Das dürfte auch die Stadt St. Gallen freuen. Ist die SBB doch am Bahnhof Nord und am Bahnhof St.Fiden mitbetroffen. Hoffen wir, dass sie die Ideen aus den partizipativen Prozessen der Stadt mittragen. Fehlt eigentlich nur noch ein klares Statement aus dem Kanton, konkret von Kantonsbaumeister Werner Binotto. Kleine Erinnerung: Der Kanton als Spielverderber

Am 7.12.2017 findet übrigens die öffentliche Orientierung der Stadt St.Gallen zum Areal St.Fiden-Heiligkreuz statt

Ämtli oder Direktion?

Unser Stadtrat hat sich heute der Direktionsverteilung angenommen.
Es bleibt wie es ist und die neu gewählte Sonja Lüthi übernimmt die Direktion Soziales und Sicherheit.

Eine sinnvolle Verteilung. Schliesslich haben alle noch grosse, offene Geschäfte, für die sie die Verantwortung tragen.
Was ich aber nicht verstehe, ist, wie despektierlich das St.Galler Tagblatt die Aufgaben beurteilt.
Das sind keine Ämtli, das sind vollwertige Jobs mit grosser Verantwortung und Pflichten. Etwas mehr Respekt vor vor den Aufgaben wäre wohl nicht verkehrt

Biergarten vs. Kornhausplatz

Was haben die beiden Plätze gemeinsam, ausser, dass sie nahe beieinander liegen?

Auf beiden Plätzen wurde uns etwas bei der Abstimmung versprochen, das jetzt so nicht kommt.

Da war einerseits der Lämmlerbrunnen am Kornhausplatz, der schon zum Juristenfutter wurde und jetzt das Bahnhofpärkli. Zum Lämmlerbrunnen habe ich bereits 2014 etwas kurzverbloggt. Da ging es darum, dass es für die Stimmbürger ein Tritt in der Arsch ist, wenn etwas anders kommt als es bei der Abstimmung eigentlich präsentiert wurde.

Ein opportunistischer Bremsklotz

Ich breche jetzt ein Versprechen. Ich wollte eigentlich nicht gegen Boris Tschirky, sondern für Sonja Lüthi schreiben. Leider zwingt mich aber der Kandidat und sein Umfeld dazu.

Boris Tschirky sei visionär, liest man gelegentlich. Nein, Herr Tschirky ist nicht visionär. Er redet anderen nach dem Maul und betreibt einen typisch „staatsmännischen“ Wahlkampf. Seine Aussagen haben selten Inhalt und wenn, dann ist es das, was die Leute hören wollen. Da hat Jürg Brunner absolut recht. Boris Tschirky ist ein Opportunist.

Schauen wir mal nach St.Fiden. Während die Grünliberalen mit Sonja Lüthi vor rund 2 Jahren bereits ihre Vision vom neuen Quartier präsentiert haben, steigt Boris Tschirky heute ins gemachte Nest.
Sucht man bei ihm nach neuen Ideen, sucht man vergebens. Auf seiner Webseite findet man noch nicht einmal Positionen zur städtischen Verkehrspolitik. Man erfährt höchstens durch sein Unterstützungskomitee, das er für die Mobilitätsinitiative steht.

Kurz und gut. Die durchaus staatsmänische Erscheinung und sein „loses“ Mundwerk täuschen. Er mag ein Verwalter mit viel Erfahrung sein. Aber frischer Wind wird mit Boris Tschirky nicht aufkommen. Im Gegenteil, er wird die Stadt blockieren. Die Parteien rechts der GLP beweisen regelmässig, das Fortschritt nur möglich ist, wenn die anderen zusammenhalten. Und einen konservativen Bremsklotz, mag er noch so loyal, gmögig und erfahren sein, bringt die Stadt zum Stillstand. Das in einer Zeit, in der sich die Welt schneller dreht als einigen von uns lieb ist. Anhalten kann sie aber auch Boris Tschirky nicht.

Kein Blumentopf zu gewinnen

Das Stadtparlament hatte gestern eine Monstersitzung. Ein Geschäft möchte ich kurz herauspicken.
Es ging um die Ersatzbeschaffung für einen 12 Jahre alten Trolleybus. Erstmals möchte die VBSG einen Elektrobus für die Linie 10 beschaffen.
In einer Zeit, in der die Städte und Gemeinden über autonome Busse diskutieren oder sogar schon Testfahrzeuge einsetzen, möchte die Stadt ebenfalls einen Schritt nach vorne wagen.
Ok, die Trolleybusse fahren ja auch elektrisch. Dazu sind aber Oberleitungen notwendig, was den Einsatz der Busse auf gewisse Strecken einschränkt.
Wenn ich mir aber das Protokoll (LiveTicker) zum Traktandum 4 anschaue, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

Wer jetzt einen Screenshot für die CVP erwartet, hat leider Pech. Sie hat sich zum Geschäft (gemäss LiveTicker) nicht geäussert

Die CVP, FDP und SVP betonen zwar, dass sie gerne in die Zukunft schauen, aber kosten darf es nichts. Wenn wir in unserer Stadt tatsächlich vorwärtskommen wollen, dann gewinnen wir mit den 3 Parteien keinen Blumentopf.
Zudem sollen wir jetzt noch einen Stadtrat wählen, der für die Mobilitätsinitiative einsteht? Nein, so kommen wir nicht vorwärts.
Wir brauchen dynamische Personen, die Wirtschaft und Ökologie vereinen und nach vorne blicken. Da genügen 2 Altersheime im Speckgürtel nicht als Referenz PS: Auf der Wahlkampfseite von Boris Tschirky findet sich nichts zum Thema Verkehr, wird wohl einen Grund haben.