Der Kanton verstösst gegen das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung

Nehmen wir als erstes die Ausdünnung der Fahrpläne 2022/2023. Die neuen Fahrpläne sind seit heute in der Vernehmlassung. Anschauen kann man sie im Detail hier: https://www.fahrplan-ost.ch/

Direkt der Medienmitteilung kann man:

Bei den Linien 1, 2, 5, 6, 7 und 8 wird das Angebot unter der Woche bereits ab 20 Uhr leicht ausgedünnt

Quelle: Medienmitteilung Kanton St.Gallen

Als Begründung steht in den Unterlagen zur Vernehmlassung folgender Text und zwar gleich bei 7! VBSG-Linien

Das Ganze soll die Kosten für die Stadt um SAGE UND SCHREIBE 420’000 CHF reduzieren! Da kommt mir die Galle hoch! Wir haben verdammt nochmal ein Mobilitätskonzept 2040 das einen ÖV-Ausbau um +50% fordert und KEINEN ABBAU! Und das ist auch nicht einfach irgendein Verwaltungsfurz, sondern eine demokratisch legitimerter glasklarer Auftrag!

Art. 1 des Reglementes für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung

Ich erwarte von der Stadt, dass sie sich gegen diesen Abbau mit aller Deutlichkeit wehrt! Denn sonst können wir unser Mobilitätskonzept auch gleich in die Tonne schmeissen.

Quelle: Mobilitätskonzept 2020

Und das nicht zum ersten Mal. Denn alleine die auf Vorrat gestrichenen VBSG-Halte beim Schibenertor verstossen schon gegen geltendes Recht auch wenn das der Stadtrat anders sieht

Verhindern können wir den ÖV-Abbau eigentlich nur, wenn sich möglichst viele an der Vernehmlassung beteiligen und sich gegen den geplanten wehren. Garantiert ist das aber nicht. Also los, mitmachen! (ab dem 25.5.2022)

4 Kommentare

  • Die Situation am Schibenertor wird noch schlechter, denn die Linien 7, 8 und 12 (aus dem Depot) sowie die Nachtlinie N91 halten dort 2023 nicht mehr. Somit gibt es keine Verbindung mehr zwischen Marktplatz und Schibenertor.

    Weiter gibt es in St.Gallen ja nur noch Verschlechterungen:
    Linien 1 bis 11: Neu gilt am Freitag nach Auffahrt sowie an den Werktagen zwischen Weihnachten und Neujahr der Ferienfahrplan.
    – Linien 1, 2, 5, 6, 7 und 8: Von Montag bis Freitag wird neu am Abend das Angebot eine Stunde früher bereits ab 20 Uhr ausgedünnt.
    – Linien 1, 2 und 5: Am Samstag verkehren die Busse nur noch im 15-Minuten-Takt und nicht wie jetzt im 12- respektive 10-Minuten-Takt.
    – Linie 7 und 8: Nachdem bereits mit dem letzten Fahrplanwechsel die Linien 1, 2, 3, 4 und 6 nicht mehr die Haltestelle Schibenertor anfuhren, ist dies nun auch bei den Linien 7 und 8 der Fall. Somit gibt es zwischen Marktplatz und Schibenertor keine Busverbindung mehr.
    – Linie 9: Von Montag bis Freitag wird neu am Mittag auf die Taktverdichtung zwischen Hölzli und Sonne verzichtet.
    – Linie 121 (PA): Die Haltestelle Grütli wird nicht mehr bedient.

    Und dann noch dieser Rechtstreit zwischen Regiobus und Bus Ostschweiz um die Seebuslinien; es kann nicht sein, dass dieses Verfahren nun mehr als ein Jahr dauert und den öV Ausbau weiter verhindert. Zudem ist es auch erstaunlich, wie schnell die Bus Ostschweiz AG, welche noch zu 40.9% dem Kanton gehört, expandiert: BUS Oberthurgau (2019), LIEMobil (2021), Seebus (2023?), Stadtbus Frauenfeld (2023?).

  • Bitte die Medienmitteilung genau lesen: Der Stadtrat hat diesen Abbau gegenüber dem Kanton beantragt! Beschweren gerne, aber bitte bei der richtigen Stelle!

    • Ich kenne die ungefähren Abläufe und werde sie mir anhand diseses Falles noch genauer erklären lassen.

      Der Kanton ist der Besteller des ÖV und Absender der Medienmitteilung. Insofern stimmt der Adressat.
      Due Stadt wird jedoch Rechenschaft ablegen müssen, ob sie beim Kanton den vorliegenden Vorschlag eingereicht hat.

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