Drei mal SanktFacepalm

Heute gibts mal wieder persönliche Kurznews zum Geschehen in der Stadt. Also eigentlich möchte ich nur kurz etwas loswerden.

Der Hauseigentümerverband

Da hat mich ein Abschnitt in der Medienmitteilung zur Liegenschaftenstrategie so richtig sauer gemacht! Man muss nicht SP-Wähler sein, um bei solchen Aussagen einen roten Kopf zu bekommen. Es zeigt glasklar auf, wie der HEV tickt. Die „Guten“ ins Töpfchen, die „Schlechten“ sollen gefälligst die Stadt verlassen:

Erneuerungsinvestitionen wurden oft nicht getätigt, Wohnungen verlotterten und ziehen sozial benachteiligte Personen der umliegenden Gemeinden an, welche dann die Unterstützungsleistungen der Stadt beanspruchen.

stgallen24.ch

Das Hallenbad und der Sport-Stadtrat

Auch wenn es vielen auf den Wecker geht. Die Wasserfläche, die das Bundesamt für Sport vorgibt werden wir in der Stadt St.Gallen nach der Hallenbad-Sanierung übrigens knapp NICHT erreichen und nicht wie Matthias Gabathuler im Tagblatt sagt:

Richtlinien des Bundesamtes für Sport (Baspo) legen fest, wie viel Wasserfläche pro Einwohnerin und Einwohner zur Verfügung stellen sollte. Heute erfüllt die Stadt diese Norm bei den Hallenbädern mit Volksbad und Blumenwies nicht. Mit der Erweiterung würde sie knapp erfüllt, sagte Stadtrat Mathias Gabathuler am Freitag vor den Medien.

St.Galler Tagblatt

Aktuell beträgt das Defizit 770 m2 (Basis: 80’213 EW, Stand Ende 2021). Insgesamt bekommen wir aber nur 754qm. Das findet man im Abstimmungsbüchlein leider so nicht. Dazu muss man die Vorlage an das Stadtparlament nehmen und den Taschenrechner anwerfen.

Die Stadt und die Weihnachtsbeleuchtung

Soll die Stadt die LED-Lampen anknipsen oder nicht? Diese Frage polarisiert. Dazu ein Gedanke von mir und eine Idee wie man damit umgehen könnte.

Viele Menschen erfreuen sich an den Sternen in der Stadt. Ich gehöre nicht dazu, mir sind sie egal. Persönlich ist mir aber die städtische Vorbildfunktion in Sachen Energiesparen wichtig. Es geht dabei nicht um die Menge der Energie, die einegspart werden kann, sondern um das Zeichen, das gesetzt wird. Vielleicht kommen dann die Läden in der Stadt auf die Idee, dass weniger vielleicht mehr wäre. Meine Vorschläge (sind nicht von mir alleine): Hängt die Sterne auf, aber lasst die Lichter weg und konzentriert euch auf die Tanne auf dem Klosterplatz. So kommen alle irgendwie zum Zug. Beides brauchts nicht

2 Kommentare

  • Zum Hallenbad gibt es noch viel zu sagen: zB. dass Anlagekosten nichts über die Kosten der Anlage Aussagen. 43.3 Mio. sollen wir bewilligen, 1,6Mio. hat das Parlament für ein Provisorium gesprochen. Die 10% Bauteuerung, die in der Vorlage fehlen und mit Art. 39 SRS begründet wird, fehlen auch. (Art. 40 würde übrigens genau hier Transparenz vorschreiben. Also alles in Allem ergeben sich Kosten für die Anlage von über 50 Mio. Und du monierst ein paar m2!
    PS: vom Unterhält haben wir noch nicht gesprochen.

    • DIese Vorlage ist definitv nicht glücklich. Das Stadtparlament wollte sehr vieles korrigieren, hat aber nie einen richtigen Konsens gefunden.
      Die Krux war, dass eine Sanierung völlig unbestritten war und ist. Dass wir jetzt eine Abstimmungsvorlage haben, die aus laute Kompromissen besteht und „nur“ mehrheitstauglich ist, weil sie zwingend notwendig ist, haben wir dem Stadtrat zu verdanken, der die zweite Vorlage 1:1 wieder gebracht hat. So waren dem Stadtparlament die Hände gebunden. Eine erneute Rückweisung an den Stadtrat war trotz viele Mängel und Unklarheiten nicht mehr möglich resp. angesichts der Meinungen utopisch

      Die Intransparenz bei den Kosten, die Aufwendungen für das Provisorium, die Nutzung des Provisoriums im Winter (ich befürchte, die Halle bleibt leer), die Energiekosten für das Provisorium und die zu geringe Wasserflächen werden noch viel zu reden geben.
      Schade, aber alternativlos

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