Kurzzeitgedächtnis 3 Weiern

Himmel über St.Gallen

Es ist erst ein paar Wochen her, da hat es in der Innenstadt so richtig getätscht. So sehr, dass St.Gallen in halb Europa für Schlagzeilen gesorgt hat.

Man hat viel spekuliert, was die Gründe für die Eskalation sein könnten. Zuvorderst stand natürlich erstmal Corona. Allerdings musste man sehr schnell feststellen, dass es auch noch tieferliegende Ursachen gibt.

Jugendliche werden vertrieben oder der Aufenthalt an einigen Orten wird ihnen regelmässig mit Kontrollen, Einschränkungen und Anwohnerbeschwerden unbeliebt gemacht.

Jetzt wieder, wie wenn es den Aufschrei nach Freiräumen nie gegeben hätte. Generelles Musikverbot auf den 3 Weiern, am beliebtesten Ort für junge Menschen.

Nix gelernt Stadt St.Gallen, wirklich nicht

Update:
Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass in den 3 Weieren gemäss SRS 273.5 – Reglement über die Freibäder keine Musikgeräte betrieben werden dürfen.

Quelle: https://st.gallen.tlex.ch/app/de/texts_of_law/273.5

Als juristischer Laie verstehe ich es aber so, dass dies während der Öffnungszeiten gilt. Also bis 19 Uhr (bei sehr schönem Wetter 20 Uhr). Das ist auch die Zeit, in der der Mannenweiher durch Personal überwacht wird.
Danach dürfte das Reglement nicht mehr anwendbar sein. Aber eben, nur meine Auslegung der Situation

Ein Kommentar

  1. Einfach unglaublich. Schon heute gilt ja die _Nachtruhe_ von 22-6 Uhr, das erachte ich als ausreichend.
    Dass man nicht mehr chillen und dabei Gitarre spielen kann, ist wirklich absolut unverständlich.
    WANN haben wir verlernt, höflich miteinander zu sprechen, wenn das Volumen mal unerträgliche Ausmasse annimmt? WANN haben wir verlernt, anderen Menschen auch ein bisschen Spass zu gönnen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.