Meine Detailhandelstory

Ich habe mir in einer schlaflosen Nacht überlegt, ob es nicht an der Zeit wäre, meine kleinen schwarzen analogen Notizbüchlein durch etwas Digitales zu ersetzen. Da ich die Büchlein jeweils in einer Papeterie im Stadtzentrum einkaufe sah ich keinen Grund das Geschäft zu wechseln. Damit ich aber nicht vergebens mit dem ÖV in die City fahre habe ich mich erstmal Online schlau gemacht.

Also kurz auf die Webseite meiner „Lieblingspapeterie“ um einen Blick auf das Angebot an digitalen Notizbüchlein zu werfen. Da mich insbesonder die Marke „Livescibe“ interessierte hab ich auch danach gesucht. Dabei kam folgendes heraus (Suchbegriff: Live)

Ok, auch sonst habe ich nichts Vernünftiges gefunden.
Damit ich mich nicht auf ein einzelnes Fachgeschäft verlassen muss, habe ich noch einen Blick auf die Webseite eines Konkurrenzgeschäfts geworfen, das mir grad spontan eingefallen ist. Mit dem selben Suchbegriff bin ich auf folgendes Produkt gestossen:

Ja, so habe ich auch geschaut! Es gäbe noch mehr zum zweiten Shop zu sagen, ich belasse es aber beim Stichwort ProCity.

Ok, das war wohl nichts. Dann fahren wir halt auf gut Glück in die Stadt. Vor Ort dann die endgültige Ernüchterung. In beiden Geschäften stand die selbe Packung eine digitalen Kugelschreibers zum Verkauf. Eine Beratung oder allenfalls ein alternatives Produkt um digitale Notizen zu erfassen, Fehlanzeige!

Mein Fazit von heute Vormittag: Eine (eigentlich ja 2) Papeterie, die sich mit einem eigenen Kugelschreiberonlineshop abheben will, ist nicht in der Lage, ein Werkzeug, das dem selben Nutzen dient, einigermassen vernünftig vor Ort zu verkaufen. Und nein, für das rund 500 Gramm schwere Paket, das sie im Angebot hatten, braucht man auch kein Auto und keinen Parkplatz, nicht mal ein ÖV-Ticket!
Und da sucht man noch mit grosszügiger Hilfe der Stadt und in partizipativen Foren nach Lösungen?

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