Notrufzentrale – Äpfel und Birnen

Heute mache ich es mir einfach. Ich hab bei dem Thema eigentlich gar keine Lust ins Detail zu gehen.

Unsere Kantonale Notrufzentrale ist ein Trauerspiel, seit 1988, als man sich entschieden hat an der Moosbruggstrasse einen Muschelbau hinzustellen. Irgendwie zieht es sich durch. Vom verpfuschten Bau eines Stararchitekten über ein millionenschwere Übergangslösung hin zu einem Phantom namens „Kantonales Sicherheitszentrum“ im Westen der Stadt.

Ein Theater in 6 Tweets:

Äpfel und Birnenvergleich aus dem @kantonsg
Kosten für eine Sicherheitszentrum-Übergangs-Teil-Lösung: 53 Mio
Kosten für eine neue Lösung: bis zu 300 Mio
Kosten Kybunpark inkl. Einkaufszentrum: 340 Mio
Nur so zur Einschätzung

Das Sicherheitszentrum gleich gegenüber des Kybunparks: 20’000 qm
Kybunpark mit Einkaufszentrum: 50’000 qm
Gekauft wurde das Land für das Zentrum vor 7 Jahren. Eröffnet würde es frühestens 2033. 18 Jahre trotz der Erkenntnis im Jahr 2009, das dringender Handlungsbedarf besteht

Ich kann mir nicht helfen, da läuft etwas gaaanz schief lieber @kantonsg
Etwas mehr Weitsicht, Engagement und Effizienz dürfte man schon erwarten, oder?

https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/polizeibauten-43-millionen-provisorium-stgaller-notrufzentrale-soll-von-der-calatrava-muschel-ins-einkaufszentrum-lerchenfeld-ld.2235572

Spannend ist übrigens auch die Vorgeschichte der „Stararchitekten-Notrufzentrale“
#kurzverbloggt

die Kosten für den Neubau „Notrufzentrale“ des Stararchitekten beliefen sich im Jahr 2000 auf rund 16 Mio. inkl. Leitsystem
Heute, 20 Jahre später kostet die Übergangslösung rund 3x mehr

So, das war’s
Jetzt können sich unsere Kantonsräte selber ein paar Gedanken machen und diese dann in der Februarsession dem Regierungsrat vortragen

Originally tweeted by Marcel Baur (@marcel_baur) on 7. January 2022.

Ein Kommentar

  • Seit Jahren war bekannt, dass die Kapazitäten der KaPo und der Notrufzentrale nicht ausreichen und ein Neubau erforderlich ist. Anstatt dieses direkt auf dem gekauften Armstrong Areal zu realisieren, werden nun Unmengen für Provisorien (und Mieten) verschwendet. Auch wenn der Innovationspark bereits die Aufstockung des Tagblatt Gebäudes und einen Neubau auf der Grünfläche bei der Empa plant, hätte man mit einem rechtzeitigem Bau des Sicherheitszentrums das Gebäude an der Mingerstrasse (Provisorium Sicherheitspolizei) so dem Innovationspark zur Erweiterung überlassen können. Weiter hoffe ich, dass beim Bau des Sicherheitszentrums das angedachte Tram / Bus Trassee zum Bahnhof Winkeln und zum neuen Wendeplatz bei der Wiese nicht vergessen geht.

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