Stadtrat – Wie weiter

Gleich vorneweg liebes Tagblatt. Das was jetzt folgt ist meine ganz persönliche Meinung. Ja, ich bin Stadtparlamentarier und Präsident der Grünliberalen der Stadt St.Gallen. Aber ich bin auch Wähler und erlaube mir eine ganz persönliche Empfehlung auszusprechen. Ja, selbst als Präsident nehme ich mir diese „Frechheit“ heraus. Solltet ihr also aufspringen, dann erwähnt das bitte, Danke 😉

So und nun zu meiner eigentlichen Blogpost. Er ist wie gewohnt kritisch und es ist verdammt schwer, niemandem vor den Kopf zu stossen. Ich hoffe, ich bin sachlich genug

Stadtpräsidium

Wir haben 2 Kandidaturen, einerseits ist Maria Pappa am Amt interessiert und andererseits Mathias Gabathuler. Ich mach es kurz, ich kann niemanden wählen.

Maria Pappa hat zwar einen politischen Rucksack, aber die „Leuchtturm“-Erfahrungen die ich mit ihrer Direktion gemacht habe, stellen ihr kein gutes Zeugnis aus. Man bekommt leider viel zu oft das Gefühl, dass die Direktionen sie führen und nicht umgekehrt.
So sehr ich eine Stadtpräsidentin begrüssen würde, mir wäre lieber gewesen, wenn die SP Peter Jans fürs Stadtpräsidium vorgeschlagen hätte.

Mathias Gabathuler ist im Vorfeld bereits in einige Fettnäpfchen getreten. Bereits bei den Wahlen für den Kantonsrat hat er ein Gespür für die Politik vermissen lassen, indem er eine FDP-Veranstaltung in kantonalen Schulräumen zugelassen und selber teilgenommen hat. Auch die Fotostory mit den Gebrüder Riklin oder die Adressengeschichte mit ehemaligen Schülern der Kanti am Brühl hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Von einem Stadtpräsidenten darf man erwarten, dass er sich in solchen Dingen zurückhaltender gibt. Letztlich will er das Aushängeschild für unsere Stadt werden.

Stadtrat

Hier sind es 2 Kandidaturen, bei denen man vielleicht etwas toleranter sein kann als beim Stadtpräsidium. Aber auch hier, ich kann keine Person mit voller Begeisterung wählen.

Trudy Cozzio hat auf den Podien einen sehr seltsamen Eindruck hinterlassen und ich hatte das Gefühl, dass sie sich nicht so richtig bewusst ist, was das für ein Amt ist. Und das obwohl sie es eigentlich sehr genau wissen müsste. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sie in das 5er Team integriert werden soll. Letztlich haben Stadträte und Stadträtinnen zwar ihre eigenen Direktionen, müssen aber auch gemeinsam am Tisch sitzen und Entscheidungen fällen. Hier passt Trudy Cozzio für mich nicht ins Schema.

Mathias Gabathuler hat den Vorteil, dass er antritt, um den FDP-Sitz (auf den die FDP mathematisch gesehen auch ein Anrecht hat) von Thomas Scheitlin zu verteidigen. Wie ich oben beim Stadtpräsidium schon erwähnt habe, fällt es mir schwer eine Empfehlung auszusprechen. Er ist aus meiner Sicht die „was bleibt uns anderes übrig“ Kandidatur.

Letztlich muss aber jeder und jede für sich selber herausfinden, was für unsere Stadt richtig ist. Und ich betone nochmals, das ist meine ganz persönliche Einschätzung und ich will nicht, dass sich die Kandidatinnen und der Kandidat persönlich betroffen fühlen. Meine Einschätzung dreht sich nur darum, mit wem will ich in den nächsten 4 Jahren im Stadtparlament die Stadt voranbringen. Und da kann ich keine echte Empfehlung abgeben. Aber alle haben jetzt noch die Chance, mich in den kommenden Wochen vom Gegenteil zu überzeugen.

Ein Kommentar

  1. Um Impulse in einer Direktion setzen zu können, bedarfs es einem Mindestmass an Fachkenntnissen.
    Hoffe es gibt bei deren Verteilung eine grosse Rochade.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.