Rechenzentrum Gais – Kunden ziehen ein

Das Rechenzentrum der SAK in Gais, an dem die Stadt St. Gallen mit 4 Millionen beteiligt ist, vermeldet ihre ersten Kunden:

  • Lexo aus Speicherschwendi
  • Newvision Consulting aus St. Gallen
  • Orbitron Proserv aus Rebstein
  • ctf Informatik aus Appenzell (ab Ostern)

Besonders erwähnenswert:

Denn gebaut wurde, ohne dass ein einziger Vertrag abgeschlossen worden war. Private RZ-Betreiber starten einen Neubau meist erst, wenn etwa ein Drittel der RZ-Fläche vergeben ist. Laut Baumgärtner sei das Vorhandensein von Kunden für die SAK als öffentliche Institution aber kein Kriterium gewesen. Vielmehr habe man in einer Markterhebung den Bedarf abgeklärt und dann den rund 25 Millionen Franken teuren Bau realisiert.

900 qm Platz und 300 Racks – Mit 3 Firmen in der Grössenordnung sind mit grösster Wahrscheinlichkeit keine 10% des vorhandenen Platzes belegt. Da müssen dann schon noch ein paar Kunden aufspringen.

Quelle:

Weshalb schreibe ich das hier? Aus dem einfachen Grund, weil ich keine Freude am Entscheid des Stadtparlaments hatte, sich an dem Rechenzentrum zu beteiligen. Aus meiner Sicht ist das ein Fall für die Privatwirtschaft und nicht für die Stadt. Ich habe aber versprochen, ich bleibe an dem Thema dran.

2 Kommentare

  1. Ja, die Antwort auf die Einfache Anfrage hat klar gezeigt – man relativiert und maskiert mit der klassischen Allheillbegründung „Langfristigkeit“. Fakt: Die Investition wird sich höchst wahrscheinlich nie auszahlen und das dünkt nach nichts anderem als einem Gefallen einiger Institutionen untereinander (SAK, SGSW). Und dann wurde ja noch investiert, ohne dass die Stadt St. Gallen ein klares Investitionsreglement vorzuweisen hat – wie von Beat Weber (SP) bei derselben Debatte damals treffend bemerkt.

    1. Ja, ich habe die Beantwortung gelesen. Bin aber noch nicht dazugekommen, etwas zu schreiben.
      Die 10% Auslastung für den Moment halte ich für äusserst mager und 20 Interessenten sind noch lange keine neuen Kunden.
      Zudem wissen wir nicht, wie hoch der Anteil der „internen“ Kunden ist. Es ist durchaus vorstellbar, dass die Stadt, die SAK oder andere Investoren zu den 10% gehören.
      Mein Bauchgefühl – das ist längst nicht so gut angelaufen wie erwartet.

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