Tonhalle by Night

Hektor und die Stadtwerke

Mir ist da mal wieder etwas aufgefallen, das mir nicht gefällt.

Vorab aber eine Erklärung:

Die Eventhalle Hektor ist für unsere Stadt wichtig! Uns fehlt wirklich eine Lokalität in dieser Grössenordnung und Flexibilität. Da stehe ich zu 100% dahinter! Ebenfalls stelle ich mich voll hinter den Standort Güterbahnhof und die Erweiterung des urbanen Quartiers. Das was mir jetzt aufgefallen ist, hat auch nur bedingt mit dem Hektor zu tun, sondern wirft grundsätzliche Fragen auf.

Die St.Galler Stadtwerke werben auf Facebook und Instagram mit dem Gesicht von Dienststellenleiter Marco Letta für die Eventhalle Hektor. Die Hektor AG ist ein private Aktiengesellschaft, die mit der Stadt nichts zu tun hat. Das wirft schon mal die Frage auf, ob es wirklich Aufgabe einer Dienststelle ist, Werbung für eine private AG zu schalten. Aus meiner Sicht ist das ein Verstoss gegen den fairen Wettbewerb und wie ich eingangs erwähnt habe, betrifft das nicht den Hektor sondern ist ganz allgemein ein NoGo aus meiner Sicht.

Quelle: Facebook-Auftritt der St.Galler Stadtwerke

Was jetzt aber noch dazukommt ist dann wieder Hektor-Spezifisch. Die Hektor AG hat aktuell keine Bewilligung. Das heisst, sie darf noch nicht eröffnen. Grund ist eine laufende Einsprache.
Die St.Galler Stadtwerke werben also für eine AG, die zur Zeit über keine Bewilligung verfügt.
Das ist insofern heikel, weil damit die Stadt auch Teil des Verfahrens ist und die Einsprache sowie die Bewilligung bearbeitet.

Hier braucht es definitiv mehr Feingefühl! Eine Dienststelle darf nicht von sich aus Werbung für eine private AG schalten, die noch nicht einmal im Besitze einer gültigen Bewilligung ist.

Und auch dann wen die Bewilligung da ist, gestehe ich solche Aktionen nur der Standortförderung zu. Andere DIenststellen müssen sich hier zurückhalten. Alles andere führt zu einer möglichen Wettbewerbsverzerrung. Direkte Konkurrenz zum Hektor wäre hier vermutlich die Olma. Auch keine gute Konstellation wie ich meine.

3 Kommentare

  • Hansueli Stettler

    Kennen wir das nicht schon?
    kurz-lich, genannt freunderln-Wirtschaft?

  • Die Olmahallen hätten bestimmt auch Platz für die sgsw, sogar für die ganze TB 😉

  • Genau 😵‍💫
    Die Stadt kann doch in der hängigen Einsprache gegen dieses überflüssige Projekt (Konkurrenz zu den OLMA-Hallen) nicht mehr unbefangen auftreten, nachdem sie der HEKTOR AG aus Steuergeldern ein Darlehen von Fr. 500‘000 gewährt und durch die St. Galler Stadtwerke auch noch Werbung für die geplante private Eventhalle machen lässt.

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