Wahlkampf mit Nebengeschmack

Wahlkampf ist jetzt nicht unbedingt das Thema für Kurzverbloggt.
Aber eine kleine Story mit einem Nebengeschmack muss ich doch noch kurz verbloggen und zwar, weil mich die Geschichte persönlich stört.

Es geht um eine Veranstaltung in der Kantonsschule am Brühl vom 30.9.2019
Die FDP hat dort unter dem Titel „Was sind die Gefahren des Internets für unsere Kinder“ einen Anlass durchgeführt. Es geht dabei nicht um das Thema und nicht um den externen Referenten, sondern darum, dass gleich 4 FDP-Kandidaten Spalier stehen.

Es waren v.l.n.r Marcel Dobler, Karin Weigelt, Gastredner, Brigitte Bailer (?) und Mathias Gabathuler.

Wenn man nun noch weiss, dass Mathias Gabathuler der Rektor der Kantonsschule am Brühl ist, dann kommt eben dieser Nebengeschmack zum Vorschein.
Ein Anlass unter Parteiflagge, in einer öffentlichen Institution, deren Rektor für die besagte Partei für den Nationalrat kandidiert, ist aus meiner Sicht ein massiver Fauxpas!

Marcel Dobler hat mir via Facebook zwar versichert, dass die FDP für den Anlass Miete bezahlt hat. Es ändert aber nichts daran, dass hier Partei-Werbung in einem öffentlich-rechtlichen Bildungsinstitut veranstaltet wurde.

Aus meiner Sicht hat die Kanti am Brühl nun 2 Möglichkeiten. Entweder sie öffnet die Räumlichkeiten (gegen Miete) für alle anderen Parteien, oder sie sieht ein, dass es sich das für eine Institution aus dem Bildungsbereich nicht gehört, Parteiveranstaltungen durchzuführen. Letzteres wäre der richtige Weg.

2 Kommentare

  1. Man wüsste dann sehr gerne, was sie dann auch inhaltlich zu sagen hatten.
    z.B. dass Internet nicht mit Mobilfunk gleichzusetzen ist, wäre dann wohl die zentralste Aussage.
    Geht gern vergessen. Auch, dass Mobilfunkende Kinder häufiger Tumore am Kopf haben als nicht mobilfunkende Kids. Und dass funkende Kids häufiger Konzentrationsstörungen haben. … Alles Schweizer Studien, die gern übersehen werden, vor allem an Schulen.
    Mehr auf meiner Seite https://www.hansuelistettler.ch/elektrosmog/37-erfolgreiche-einsprache-gegen-sender-in-wil

    1. Lieber Hansueli
      Mein Beitrag hat mit deiner Kampagne gegen Mobilfunk herzlich wenig zu tun. Bitte missbrauch die Kommentarfunktion auf meinem Blog nicht für deine private Mission.
      Als Zeichen lasse ich deinen Kommentar stehen, erlaube mir aber, ihn als irrelevant zu kennzeichnen, indem ich ihn durchstreiche

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