Bahnhof St.Fiden – Kein Busdepot

Ich bin immer dabei, wenn man sich unkonventionelle Gedanken bei der Stadtentwicklung macht. Es dürfen gerne auch visionäre und utopische Planspielerein sein. Damit kommt man auch auf neue und frische Gedanken. Die WISG hat das am Bahnhof St.Fiden getan. Dafür gibts von mir auch ein Daumen hoch. Allerdings halte ich die Idee des VBSG-Depot in St.Fiden für falsch und erkläre auch gerne weshalb.

ÖV-Brachland

Der Bahnhof St.Fiden benötigt aus meiner Sicht tatsächlich eine Aufwertung. Die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz ist zwingend. Damit meine ich sowohl den Bahnhof selber, als auch eine bessere Anbindung an die VBSG. Der Zeitpunkt, einen neuen ÖV-Hub einzurichten ist gut. Pendler sollten die Chance bekommen, am Bahnhof St.Fiden auf die VBSG umzusteigen. Eine Feinverteilung für den Osten der Stadt ist für die Entwicklung halte ich für unabdingbar. Nicht zuletzt auch um ein Zeichen an den Kanton und den Bund zu setzen, dass wir bereit sind, ein Drehkreuz in den Thurgau und in Richtung See zu forcieren. Dazu braucht es aber kein Busdeppot.

Investition der Stadt

Ich sehe nicht ein, wehsalb die Stadt eine Ankerinvestition oder eine Anschubfinanzierung leisten soll. Die Stadt soll die Hürden für private Investoren tief halten. Der Wille, die Erreichbarkeit des Entwicklungsgebiet hoch zu halten muss genügen. Ein ÖV-Hub und damit ein Druckmittel beim Kanton aufzubauen muss reichen. Mehr sollten/können wir uns nicht leisten. Mit einem neuen Hotel ist der erste Schritt für private Investoren getan. Nun müssen die Leute auch unkompliziert dahin kommen. Auch dafür braucht es aber kein Busdepot

Fernbusterminal

Diese Idee wäre gar nicht so schlecht. Allerdings sehe ich da das Problem der Autobahnzubringer. Weder die Einfahrten noch die Ausfahrten liegen dafür optimal. Zuviel Verkehr müsste durch die Quartiere geführt werden. Natürlich darf man da auch laut und über Konventionen hinwegdenken. Den Bund als Betreiber der Autobahn davon zu überzeugen, dass wir die Ein- und Ausfahrten gerne anders legen würden halte sogar ich für zu utopisch und eigentlich auch nicht für notwendig. Dann doch lieber den gesamten Abschnitt vom Olmadeckel bis zurm Stephanshorntunnel überdecken. Ein Busdepot brauchts dafür nicht. Am Bahnhof Nord bietet sich auch die Chance, die Fernbusse mit deutlich weniger Aufwand sinvoll zu bedienen. Sogar am Güterbahnhof könnte man darüber nachdenken.

Güterbahnhof

Wenn wir schon dabei sind, die Teilspange Güterbahnhof/Liebegg könnte man ja auch nochmals grundsätzlich überdenken. Das wäre aus meiner Sicht der bessere Standort für ein neues Busdepot.

Mein Fazit

Wenn wir den geplanten Standort für das Busdepot im Lerchenfeld für falsch halten, sollten wir die Entwicklungsgebiete tatsächlich genauer unter die Lupe nehmen. Die Chancen für unsere Stadt sind durchaus noch intakt. Ob Bahnhof St.Fiden, Bahnhof Nord oder Güterbahnhof. Eine ganzheitliche Sicht mit einem weitem Zeithorizont sind sicher der richtige Weg. Laut über Visionen nachdenken schaden definitiv nicht. Die Stadt hat mit ihrer neuen „Perspektive räumliche Stadtentwicklung St.Gallen ⁄ Themen, Ziele und Strategien“ vom November 2018 einen wichtigen ersten Schritt getan. Das darf auch die WISG zur Kenntnis nehmen und sich intensiv um die Wirtschaft bemühen und ihr den Bahnhof St.Fiden als Entwicklungsgebiet zu verkaufen. Ob da ein Busdepot das richtige Verkaufsargument ist, wage ich zu bezweifeln.
Ein Bitte noch, auch an die Adresse der WISG – Bleibt dran, aber so, dass die Inevstoren nicht abspringen. Dass die Migros nun lieber saniert als neu zu bauen liegt auch daran, dass neue Ideen zu spät kommen. Hier verzögert nicht die Stadt, sondern eher die Wirtschaft. Ihr dürft euch gerne auch mal selber an der Nase nehmen 😉

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