Eins – Setzen!

Auf FM1Today sieht man heute die neue Kabine des Mühleggbähnli.
Darin kommt auch der Designer der Kabine zu Wort:

Ich habe die Mühleggbahn sozusagen massgeschneidert.

Mir gefällt die Kabine ja, aber passgenau trifft vielleicht auf den Tunnel zu. Für den Transport von Menschen, die nicht mehr ganz so gut zu Fuss sind, trifft die Aussage nicht zu. Zweck ist ja in erster Linie der Transport und nicht der optische Eindruck.
Bitte die Stehplatz-Ausführung mit Sitzgelegenheit nachrüsten, danke!

Kleines Update:
Das Tagblatt hat ebenfalls reagiert und erwähnt, dass die fehlenden Sitzgelegenheiten durchaus Thema werden könnten:

Dass es im neuen Mühleggbähnchen keine Sitzplätze mehr geben soll, könnte noch zum Diskussionsthema werden. Erste kritische Bemerkungen dazu finden sich bereits in den Social Media.

 

Die Abzocker mit Humor

Ich höre ja immer wieder, mit Radarfallen sollen wir nur abgezockt werden. Das aber die Kantonspolizei St. Gallen regelmässig die Standorte von Radarkästen veröffentlicht wird gerne übersehen. Und jetzt legt die Kantonspolizei noch Einen drauf. Sie erklärt euch mit viel Humor und einem Video des Postillion (Deutsches Satire-Portal), wie einfach es doch ist, keine Geschwindigkeitsbusse mehr einzufangen.
So geht das. Mit Humor für unsere Sicherheit. Ganz ganz dickes Lob an die Kantonspolizei St. Gallen!!!

und hier das Video auch für Nicht-Facebook-Benutzer

Neues Buskonzept – Kritik am Vorgehen

Gestern waren im Stadtparlament mehrer Traktanden zur VBSG gelistet.
Es ging um die Umsetzung des neuen Buskonzepts, also neue Linienführung, Linienerweiterung in die Spisegg und die daraus notwendig gewordene Beschaffung von neuen Bussen.

Soweit so gut, irritiert haben mich aber ein paar Voten resp. das Abstimmungsverhalten einiger Fraktionen.
Es wurde in den Fraktionserklärungen (insbesondere CVP und SVP) mehrere Enthaltungen angekündigt.
In den Abstimmungsresultaten (zwischen 10 und 20 Enthaltungen) erkennt man auch, dass die „Drohung“ war gemacht wurden.
Nur nützt das nichts. Es wirkt Gleichgültig, wenn man mit dem Vorgehen des Stadtrates nicht einverstanden ist, aber dann nicht den Mut aufbringt, sich mit einem Nein dagegen zu stellen. Es ist aber auch nicht das erste mal, bei dem man insbesondere mit der CVP keine konstruktive Verkehrspolitik machen kann.

Und dann kam da auch noch Kritik auf:

Die FDP-Fraktion wünsche sich eine «sachgerechte Auslegeordnung zu diesem Thema», die sämtliche Auswirkungen aufzeige, vor allem in finanzieller Hinsicht.

In ein ähnliches Horn stiess Daniel Stauffacher, Präsident der CVP/EVP-Fraktion. «Es wird häppchenweise umstrukturiert, ohne dass uns vorgängig das Endziel klar kommuniziert wird.»
«Zudem ist für uns der direkte Nutzen für den Steuerzahler teilweise zu wenig erkennbar. Bei uns wächst ein Unbehagen gegen die bestehenden Mechanismen.» Folglich werde sich die CVP/EVP-Fraktion der Stimme enthalten.

Dann sind wir froh, dass die Idee von FDP-Stadtrat Fredy Brunner, die VBSG in eine AG auszulagern, im Jahr 2013 bachab geschickt wurde. Dann hätten die Fraktionen, die damals für eine Auslagerung waren, nämlich noch weniger Einblick und Mitspracherecht erhalten…

Hier die „Drohung“ und die Abstimmungsresultate

 

Auf 51 zählen können sie ja…

…aber einen Entscheid des Verwaltungsgericht lesen ist scheinbar nicht möglich.
Mir wurde jetzt mehrfach gesagt, dass der Entscheid, die 51 Parkplätze am Marktplatz aufzuheben, nicht berücksichtigt, dass das Stimmvolk die Umgestaltung des Marktplatzes abgelehnt hat.

Dem ist nicht so:

Die Ansicht, wonach der angestrebte Zweck (Neugestaltung Marktplatz/Bohl/Blumenmarkt) noch nicht verbindlich feststehe, weshalb die Parkplatzaufhebung nicht erforderlich sei, verkenne, dass der Zweck der Verkehrsanordnung eine Verkehrsberuhigung und Ausdehnung des Fussgängerbereichs sei und nicht die Neugestaltung des Marktplatzes

Ich denke, dieser Auszug sollte ausreichen, das Gegenteil zu beweisen.
Kurz zusammengefasst. Die Aufhebung der Parkplätze ist eine Verkehrsanordnung und keine Neugestaltung des Marktplatzes.

Die vollständige Begründung könnt ihr gerne hier nachlesen. Es lohnt sich! Nicht zuletzt auch deshalb:

Die meisten Beschwerdeführer seien aber in Bereichen tätig oder Vermieter/Verpächter, wo keine spezielle Abhängigkeit von sehr nahe gelegenen Parkplätzen auszumachen sei. Dies gelte insbesondere bei Bäckereien/Konditoreien, Schuh-, Kleider- und Schmuckgeschäften, Restaurants, Drogerien/Hörberatungen/Arztpraxen, Verwaltungen, Banken und Versicherungen sowie Anwaltskanzleien. Zu berücksichtigen sei, dass sich in einer Gehdistanz von weniger als 300 m von aufzuhebenden Parkplätzen die Parkhäuser Unterer Graben, Brühltor, Burggraben und Manor mit rund 960 Parkplätzen sowie rund 240 Strassenparkplätze befinden würden. Diese Wegstrecken seien auch für normale Einkäufe oder beim Transport umfangreicher Akten zumutbar. Mit sehr umfangreichen Akten könne zum Abladen zugefahren werden. In einer Entfernung von unter 500 m Luftlinie vom Marktplatz gebe es sodann weitere Parkhäuser mit rund 350 Parklätzen und etwa 380 Strassenparkplätze. Insgesamt seien in einer Entfernung von weniger als 500 m vom Marktplatz 1‘310 Parkgaragen- und 620 oberirdische Parkplätze vorhanden, wobei das Angebot in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen sei. Dies insbesondere durch Erweiterung des Parkhauses Brühltor um 150 Plätze und Schaffung von 140 Plätzen mit dem neuen Parkhaus Manor. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass gleichzeitig 2 x 20 oberirdische Parkplätze aufgehoben worden seien, resultiere ein Plus von 250 Parkplätzen. Der Vorhalt betreffend Zunahme der Anzahl Autos verfange daher nicht. Die Parkhäuser seien erfahrungsgemäss kaum je vollständig besetzt. Im Übrigen scheine sich der Ausbau des Parkhauses Unterer Graben abzuzeichnen

 

Du Vollknoten du

Zitat aus dem Artikel:

„Für einen Vollknoten St. Gallen bräuchte es am Bahnhof St. Gallen bauliche Anpassungen.“

Eigentlich ist es erfreulich, wenn unsere Verkehrsministerin Druck machen will. Allerdings wäre es auch schön, wenn die Bauerei rund um den Bahnhof mal ein Ende finden würde. Insofern darf man unseren Bahnhof schon Vollknoten schimpfen 😉

Minus 51 Parkplätze

Das Verwaltungsgericht hat entschieden, 51 Parkplätze in der Innenstadt dürfen ersatzlos gestrichen werden. Den Entscheid kann man hier nachlesen
In den sozialen Medien rauchen bereits die Köpfe, die Empörung ist gross.
Und wie immer, die Läden sterben noch schneller, die Stadt vereinsamt und schuld sind die angeblich fehlenden Parkplätze (so der grösste Teil der Reaktionen)

Dabei darf man ruhig festhalten:

  1. Es war ein, im Stadtparlament gefällter Entscheid, die Parkplätze aufzuheben (Demokratisch)
  2. Es gab rund 30 Einsprachen gegen diesen Entscheid, man konnte sich also durchaus wehren
  3. Der Rechtsweg konnte beschritten werden und das Verwaltungsgericht hat nun die Aufhebung bestätigt

Somit ist sowohl demokratisch als auch rechtsstaatlich alles so gelaufen, wie man es in einem Rechtsstaat erwarten kann.

Wenn der Entscheid nun einmal mehr Wellen wirft, dann nur, weil die Leute, mal wieder Empörung demonstrieren wollen. Wer mit dem Auto in die Stadt fahren will, der kann das tun, er/sie findet jederzeit einen Parkplatz. Wer nun lieber in die Shoppingcenter ausserhalb gehen will, auch der /die kann das tun. Sollte jedoch die Klappe halten, wenn es um das Ladensterben in der Innenstadt geht.
Etwas mehr Bewegung würde übrigens nicht schaden und die Wege in der Innenstadt sind nicht unbedingt länger als zum Beispiel in der Shoppingarena.

Das Tagblatt resp. Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion sieht es übrigens ganz ähnlich (was nicht unbedingt der Regel entspricht)

Meine Welt

Seit heute ist „Die Ostschweiz“ online und ich darf ein Teil davon sein.
Ich habe also seit heute meine eigene Kolumne ;-). Natürlich musste ich erstmal den Begriff Kolumne suchen. Im Duden steht dazu:

von stets demselben [prominenten] Journalisten verfasster, regelmäßig an bestimmter Stelle einer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichter Meinungsbeitrag

Cool, ich bin also prominent und darf meine Meinung schreiben.
Das habe ich für den Start der neuen Online-Zeitung für die Ostschweiz auch getan und ich werde noch prominenter 😉

Unter #Baurswelt könnt ihr meine Meinung (findet ihr auf #kurzverbloggt nicht) nachlesen.
Heute: Wissen statt Geräte

PS: Mir wurde zwar Lesen und Schreiben beigebracht, aber zu Schreiben habe ich eigentlich nie gelernt. Ich hoffe, man merkt es auch 😉

Grund zum Lachen

Gestern hat die Stadt St. Gallen ihre Pläne für die Zürcherstrasse in der Lachen interessierten Leuten vorgestellt.
Vorneweg, die Pläne scheinen mir vernünftig und umsetzbar. Was genau geplant ist, hat Reto Veneschen im Tagblatt bereits veröffentlicht. Da aber alles erst als Voarbinformation gezeigt wurde und die Pläne erst noch durchs Stadtparlament (voraussichtlich Juni 2018) müssen, gehe ich nicht gross darauf ein. Ich teile aber die Einschätzung, dass Widerstand programmiert ist, mit Reto Voneschen nicht.

Viel wichtiger erachte ich es, hier ein ganz dickes Lob an alle verantwortlichen Personen zu richten. Nicht weil mich die Pläne aus den Socken hauen, sondern weil die Stadt einmal mehr die Chance gepackt hat und interessierte Bewohner frühzeitig ins Boot geholt hat.

Die Präsentation gestern hat mir gezeigt, dass hier sehr viel Vorarbeit geleistet wurde. Es wurden Mikrosimulationen erstellt, 13! Varianten ausgearbeitet, Gespräche mit Gewerbe, Anwohnern und Interessengruppen geführt und nicht zuletzt hat die Stadt ihre Idee präsentiert, bevor auch nur 1 Franken gesprochen wurde. Wir hatten also die Chance, uns einzubringen und Fragen zu stellen. Fragen direkt an die Fachverantwortlichen, die alle vor Ort waren!

So stelle ich mir das vor. Ganz ganz tolle Arbeit und ich bin gespannt, was das Stadtparlament sagt und wie es weitergeht.

Nachtrag zum „Mehrzweckstreifen“
Es gibt von der Beratungsstelle für Unfallverhütung ein Merkblatt dazu (PDF)

Mehrzweckstreifen

Weihnachtsbeleuchtung an der Rorschacherstrasse?

Nachtrag vom 27.4.2018: Hier nun auch die offizielle Medienmitteilung der Stadt

Via Twitter erfahre ich gerade, dass auf der Rorschacherstrasse, Höhe des Kantonsspitals eine weitere Lichtsignalanlage geplant ist. Also nicht beim Abzweiger Rorschacherstrasse/Frohbergstrasse, sondern beim Fussgängerübergang Bürgerspital/Kantonsspital.
Das wäre dann die 3. Signalisation zwischen Kreuzung St Fiden und Schibenertor.
Mit Verlaub, ein Irrsinn! Sämtliche Verkehrsteilnehmer werden dadurch auf einer so kurzen Strecke mehrfach zu Stop and Go genötigt. Besonders viele Freunde machen sich die Verantwortlichen hier definitiv nicht.
Hab übrigens kurz nachgemessen. Die gesamte Strecke beträgt ca. 650m

 

Die Info ist auch Online bei der Stadt (PDF) einsehbar