PG Kreuzbleiche teilweise geschlossen

Zwischen dem 10. Juli 2017 und dem 6. August 2017 werden im Parkhaus Kreuzbleiche dringende Sanierungsarbeiten vorgenommen. Während dieser Zeit ist das zweite Untergeschoss geschlossen. Damit stehen während rund einem Monat weniger Parkplätze zur Verfügung. (MM Stadt St.Gallen)

Ich gehe davon aus, dass während dieser Zeit auch die Überwachungskameras eingebaut werden. Ebenfalls interessant wäre, ob die PLS-AG die Anzeige der freien Anzahl Parkplätze während dieser Zeit anpasst 😉

News zum Bahnhof St.Fiden

Gestern war im Tagblatt ein ziemlich erhellender Artikel zum Bahnhof St.Fiden.

Aus meiner Sicht der interessanteste Abschnitt, ist der Teil mit den Abstellgleisen, die für die neuen SBB-Komponenten verlängert werden sollen. Das heisst, die Geleise bleiben bestehen.

Dass es in Zukunft keinen Halt für Fernzüge geben wird, war mir von Vornherein klar. Die Stadt hat immer betont, dass der Bahnhof kein Knotenpunkt werden wird. Weder für die Bahn, noch für die VBSG.
Es erschliesst sich mir allerdings nicht, wie man ein so grosses Quartier entwickeln will, ohne eine angemessene Erschliessung mit dem ÖV. Zumal auch die Olma voraussichtlich weiter hin zum Bahnhof wächst.

Da soll dann keiner Jammern, wenn der Autoverkehr zwischen Langgasse und Rorschacherstrasse zunimmt.

Zukunft ÖV St.Gallen

Ich erlaube mir, ein paar Blogposts und Statistiken in einem Beitrag zusammenzufassen. Die hohe Zahl an Autos und der sinkende Anteil an ÖV-Benutzern hat mich dazu verleitet.

Die sinkenden Zahlen

VBSG Fahrgastzahlen 2012 bis 2016

Die Fahrgastzahlen sind seit 3 Jahren rückläufig. Weshalb das so ist, weiss niemand so genau. Die VBSG selber nennt die Baustelle Bahnhofplatz als möglichen Grund. Der Fahrplan, die Linienführung oder der Tarifverbund Ostwind scheinen kein Thema zu sein. Dieser Frage sollte unbedingt nachgegangen werden.
Mich würde zum Beispiel interessieren, wie viele Pendler in den Gewerbe und Industriezonen arbeiten und aufgrund von ÖV-Einschränkungen auf das Auto setzen. Leider verfügt die Stadt über keine Erhebungen.


Verteilung des Verkehrs
Quelle: Geschäftsbericht VBSG 2016 (PDF)

 

Unter den 10 grössten Städten (inkl. Agglomerationen) der Schweiz liegt St.Gallen beim Autoverkehr hinter Lausanne (68%) und Lugano (77%) auf dem 3. Platz. Städte wie Winterthur (61%), Bern (54%) oder Basel (57 %) weisen deutlich weniger Autoverkehr auf. Ein kleiner aber wichtiger Seitenhieb in Richtung  Mobilitätsinitiative.

Mobilität Agglomeration St.Gallen

Der Anteil am Autoverkehr ist erschreckend hoch, auch im Vergleich zu anderen Städten. Zusammen mit den sinkenden Zahlen bei der VBSG eigentlich eine kleinere verkehrstechnische Katastrophe. Hier muss die Stadt handeln. ÖV und Langsamverkehr müssen wieder deutlich gegenüber dem Autoverkehr zulegen!

Vergleich der 10 Bevölkerungsreichsten Agglomerationen – Autoverkehr

Quelle: Bundesamt für Statistik – Verkehrsverhalten der Bevölkerung 2015 (PDF)

Die Pendler

Pro Tag fallen rund 20’000 Autofahrer in die Stadt ein. Die Zahl der ÖV-Pendler beträgt nur gerade 15`0000!
Ob es an der Erreichbarkeit oder am Parkplatzangebot liegt? Fakt ist, hier liegt viel Potential drin. Ich zweifle allerdings ob Massnahmen wie Tropfensysteme oder Mobilitypricing wirklich nützen. Viel wichtiger erscheint mir, dass die Arbeitsplätze für Pendler einfach(er) erreichbar sind.

Das Tram

So könnte/soll das St.Galler Tramnetz dereinst aussehen. Die Linien entsprechen heute ziemlich genau der Buslinie 3 (Bahnhof – Heiligkreuz) und Linie 1 (Stephanshorn – Winkeln)

 

Das Tram bietet sicherlich einige Vorteile gegenüber den Gelenksbussen. Allerdings ist es auf Schienen angewiesen. Kommt hinzu, dass es entweder einen Wendeplatz benötigt, oder in beide Fahrtrichtungen fahren können muss. Zusammen mit dem neu zu erstellenden Schienennetz, der Beschaffung neuer Trams und der teilweise notwendigen Eigentrassierung, müssen meiner Meinung nach deutlich grössere Vorteile als bisher erkennbar entstehen. Ansonsten scheint mir St.Galler Tram völlig jenseits.
Es sei denn, man blicke nach China und mache sich auch für St.Gallen Gedanken, über ein Tram, dass ohne Schienen auskommt

Neue Buslinien

Die VBSG plant mit einer Erweiterung der Linie 3 vom Heiligkreuz bis nach Wittenbach. Mit Oberleitungen versteht sich.
Auch in St.Georgen sollen die Autobusse durch Troleybusse mit neuen Oberleitungen ersetzt werden. Dafür fällt die Linie 11 nach Mörschwil weg, resp. soll durch Postautos „ersetzt“ werden.
Die genauen Beweggründe kenne ich nicht. Auffallend ist jedoch, dass kaum eine Strecke oder ein Quartier eine Aufwertung erhalten wird, sondern lediglich an den bestehenden Linien optimiert wird.
Hier würde ich mir die Thematik „zusätzliche ÖV-Hubs“ wünschen. Der Bahnhof St.Fiden scheint bereits verloren, der Bahnhof Winkeln jedoch in weiter Ferne.

Smartcity mit autonomen Fahrzeugen

Zum Schluss noch etwas zu den autonomen Bussen. Mit der SBB und der Post sind zwei der grössten Transportunternehmer bereits fleissig am Testen. Etwas anders machen es die Verkehrsbetriebe Fribourg (TPF). Die haben bereits eine eigene Linie in Betrieb genommen. Ob die VBSG bereits ähnliche Pläne hat, oder es den Grossen“ überlässt? Wir werden sehen.

Und sonst…

Da wären noch 3 Grossbaustellen, die in der Zukunft sicherlich auch zum ÖV Thema werden. Der Bahnhof St.Fiden hat heute so gut wie keine Anschlüsse an das VBSG-Netz. Mit der ufwertung soll sich das gemäss Stadt auch nicht ändern.
Der Uni-Neubau am Platztor wird durch die Linie 3 erschlossen. Allerdings entsteht in unmittelbarer Nähe mit dem UG25 auch ein sehr grosszügig dimensioniertes Parkhaus. Wer da die Nase vorne hat?
Und nicht zuletzt der Bahnhof Nord, der zwar unmittelbar an die Geleise angrenzt, aber im Süden, sprich über die Rosenbergstrasse (noch?) über keinen VBSG-Anschluss verfügt.

Unser Stadtrat Peter Jans und die VBSG haben in Zukunft einiges zu tun. Hoffen wir, dass wir den autmobilen Pendlerverkehr sinnvoll reduzieren und die Zahl der Fahrgäste wieder steigern können

Die Quellen und weiterführende Infos findet ihr auf meiner ÖV/Tram Seite

Ihr Bünzlis könnt mich mal!

So ihr Revolutionäre, ihr linksalternativen Kulturschaffenden und Kommerzclubpartyvolk, ihr Ladenbesitzer, Hauseigentümer, Anwohner, Dompfarrer, Saitenschreiber und Tagblattleser. Ihr Stadtparlamentarier und Bewilligungsverteiler, ihr Geldgeber und Rathaussesselkleber, ihr FestspielVIPs und Openairchiefs wollt immer Alles, aber nichts teilen.
Wir alle sind Bünzlis! Wir schaffen es nicht, gemeinsam im Stadtpark für eine lebenswerte Stadt zu kämpfen, wir schaffen es nicht, eine nostalgische Chilbi auf dem Gallusplatz ohne Misstöne zu organisieren und wir schaffen es nicht, ein kleines Jazzin Festivals weiterzuführen. Spielplatzsitzer werden vertrieben und Gouvernanten in Uniform versuchen sich als Tante Klara auf den Hügeln und in der Innenstadt.
Nein, es liegt nicht immer am Geld, es liegt an all den Ansprüchen, die wir Bünzlis an jede noch so kleine Hundsverlochete haben. Sie muss perfekt sein und sie darf auf keinen Fall Lärm machen. Das Bier muss immer gleich viel kosten und die Bratwürste sind durchnormiert. Auf den Sonnenschirmen muss ein Schütze sichtbar und die Festbänke von der Feuerwehr geprüft sein.
Passt uns Bünzli nur ein einziges kleines Detail nicht, dann ist Aufstand angesagt.
Wenn aber eine Revolution gegen den Bünzli in uns allen ausgerufen wird, dann, dann kommt niemand!

Wir wollen etwas ändern? Wir wollen eine lebendige Stadt? Jeder soll sein Plätzchen finden?
Tja, wenn unseraller Bünzli stärker ist als der Wille, gemeinsam etwas zu verändern, dann können wir die Stadt auch zu Grabe tragen. Fragt sich nur, ob wir uns auf ein passendes Sargmodell einigen können.

Revolution!9000 – Mitmachen

 

Mitmachen & Teil der Revolution werden.

Wie ist die Revolution organisiert?
Diese Revolution ist keine Organisation, sie ist eine Idee. Sie ehrt die Demokratie und lehnt jede Gewalt ab. Wer sich mit der Idee identifiziert, kann ohne jemanden zu fragen im Namen der Revolution auftreten und die Idee verbreiten.

Wie kann man Mitglied bei der Revolution 9000 werden?
Wenn du dich mit der Idee identifizierst, kannst du ohne jemanden zu fragen im Namen der Revolution auftreten, die Idee verbreiten und dich somit zum Mitglied der Revolution machen. Du schuldest nur dir und der Idee Rechenschaft, sonst niemandem. Du brauchst Haltung, Mut und Vision.

Das Tagblatt haut ab, endgültig?

Was für ein Wochenstart, die Lobhudelei von Stefan Schmid über die „heimliche Hauptstadt“ der Schweiz macht stinkig.

„Nirgendwo ist der Reichtum der Schweiz sichtbarer als an den Ufern der Limmat. Wohn- und Bürotürme schiessen in die Höhe, aus ehemaligen Industriebrachen werden hippe Trendquartiere, die modernen Nomaden des globalisierten Kapitals lassen sich in chicen Wohnungen nieder, zu horrenden Mietkonditionen.“

„Die nationale Politik sollte sich entschlossener auf die Zentren fokussieren. Dort geht die Post ab. Dort entscheidet sich, ob die Schweiz international konkurrenzfähig bleibt.“

„Von Randregionen hat niemand gelebt. Ein starkes Land braucht starke Zentren.“

„Wir berichten bis Samstag täglich auf zwei Seiten über dieses Zentrum, das wie kein zweites nach oben strebt. Eine pulsierende Stadt, die fasziniert.“

Und das von der einzigen, letzten Zeitung, die wir in unserer Stadt mit knapp 80’000 Einwohner noch haben. Eine Zeitung, die keinerlei Konkurrenz hat!
Diese letzte, in der Ostschweiz verbliebene Zeitung haut ab, ab nach Zürich, und wie! Mit einer Lobeshymne, die das Blatt eigentlich über unserer „Metropole“ verfassen müsste! Man fragt sich, ob diese Woche nicht der Anfang vom definitiven Ende ist. Eine der 10 grössten Städte der Schweiz ohne eine tägliche Zeitung?

Oder versucht sich da der Chefredakteur beim Mutterhaus einzuschleimen?

Wird Zeit für eine Revolution in unserer Republik….. #insider

Kurzzeitgedächtnis Stadtrat

Es ist noch kein halbes Jahr her, da hat der Stadtrat seine Evaluation zur Videoüberwachung in der Stadt St.Gallen präsentiert. Darin hiess es  unter anderem:

„Der Stadtrat hat seit Einführung der Videoüberwachungsmassnahmen bereits bewiesen, dass er sich seiner Verantwortung in diesem sensiblen Bereich bewusst ist und sich stets am Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert. Es sieht keine Veranlassung, weitere Videoüberwachungen einzuführen.“

Nun ist für Dienstag 13.6.2017 im Stadparlament folgendes Theme traktandiert:

„Reglement über die Videoüberwachung der Parkgaragen Kreuzbleiche und Rathaus“

Darin geht es um 2 neue Standorte für eine Videoüberwachung. Ein in der Tiefgarage im Rathaus und eine in der Parkgarage Kreuzbleiche.
Es hat also nur knapp 4 Monate gedauert, bis unser Stadtrat neue Standorte vorschlägt.

Aufgewärmt – Nazca Linien

Ich muss meine Idee nochmals aufwärmen, sorry.
Am 4. Forum „Zukunft Innenstadt“ wurden 10 Themengebiete ausgewählt, die in den nächsten Monaten intensiv angeschaut werden sollen. Eines davon heisst „Signaletik – Welche Schilder sind erforderlich, dass sich Gäste in der Stadt zurechtfinden? „. Ein weiteres Themenfeld lautet: „Touristische Aktivitäten und Angebote – Was fehlt den Touristen?“ und noch ein Drittes: „Digitale Vernetzung – Braucht es ein offenes Netz? Welche Apps könnten den Touristen dienen?“ Zusammen mit der Neugestaltung Altstadt und der Pflästerung ergeben sich grosse Chancen für meine Idee „Stadtlehrpfad“

Und so sieht die Idee aus:

Die neu gepflästerten Gassen erhalten einen Gehweg zur Orientierung in der Innenstadt. Dieser Gehweg könnte durch Abschleifen oder Teer auch die Probleme für Seh- und Gehbehinderte Menschen entschärfen.

Mit einer durchdachten Linienführung entstünde ein Pfad vorbei an touristischen Sehenswürdigkeiten.

Geschickt integrierte „Wegweiser“ und Informationen dienen sowohl Touristen als auch Auswärtigen bei der Orientierung.

Wenn der Pfad dann noch mit einer mobilen App, angereichert mit Infos, unterstützt wird, dann schlagen wir gleich 3 Themengebiete aus dem Forum und entschärfen die Diskussion um die Pflästerung. Geschickt aufgemacht, würde die Stadt um eine zusätzliche Attraktion, die sich geschickt vermarkten lässt, reicher.

Die Idee hatte ich ursprünglich vor rund einem Jahr. Nun hat sie durch das Forum neuen Auftrieb erhalten 😉

VBSG – Zum 3. Mal in Folge weniger Fahrgäste

Die St.Galler Nachrichten vermelden heute für das Jahr 2016 einen Rückgang der VBSG-Fahrgäste um 4.8%
Zwar wird die Baustelle am Banhhofplatz erwähnt, das dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein.
Denn bereits 2015 und 2014 wurden weniger Fahrgäste verzeichnet:
2015 waren gemäss Ralf Eigenmann die E-Bikes mitverantwortlich und 2016 gab es keinen ersichtlichen Grund.

Quelle: VBSG Geschäftsbericht 2016 (PDF)

Das wir in der Stadt eine hohe Zahl an Autopendler haben, sollte uns zu Denken geben.
Ist unser ÖV zu wenig attraktiv? Stimmen Nachfrage und Angebot in Bezug auf Fahrplan und Linien?
Fragen, die man durchaus ins Parlament tragen könnte.

Viel ÖV-Potential in St.Gallen

Das Bundesamt für Statistik hat heute die Zahlen zum Verkehrsverhalten der Bevölkerung 2015 veröffentlicht.
Besonders aufgefallen ist mir der hohe Anteil an Autos und der tiefe Anteil Eisenbahn im Vergleich zur Agglomeration Zürich und Winterthur oder Zug. Es scheint, als ob ein ausgebautes Angebot an Bahn (spez. S-Bahn) den entscheidenden Unterschied ausmacht. Bus und Tram haben überall einen eher geringen Anteil. Wenig erfreulich ist die Tatsache, dass in St.Gallen eher auf das Auto als auf den ÖV resp. auf die Bahn ausgewichen wird. Entweder ist das Auto zu attraktiv, oder der ÖV keine wirkliche Alternative.
Da freut man sich doch auf die anstehende Mobilitätsinitiative in der Stadt oder Freie Fahrt auf Kantonsstrassen im Kanton , die den Anteil an Autofahrten wohl noch weiter erhöhen wird.
Das muss nicht sein!