Bus- oder Tram-Depot

Ich hätte zum Kommentar von Reto Voneschen noch Ergänzungen.

Da wir ja in der Stadt nach wie vor und in regelmässigen Abständen über ein Tram sprechen, wird wohl zwangsläufig auch die Frage auftauchen, wie und ob überhaupt beim Neubau bereits Rücksicht auf ein Tram genommen werden kann oder soll. Dazu kommt, dass der vorgesehene Betrag von 100 Millionen mit einer Ungenauigkeit von +/- 20% angegeben wird.
Unter diesen Umständen und den Erfahrungen mit Nachtragskrediten möchte ich das Stadtparlament (und auch Reto Voneschen ;-)) bitten, hier ganz besonders wachsam zu sein!
Ich finde auch, dass der frei werdende Platz ein schlagkräftiges Argument ist. Es darf aber nicht vom Bau und den Kosten selber ablenken.

Was mich aber zusätzlich noch beschäftigt, ist, dass beim Bau Büros und nicht Wohnungen vorgesehen sind. Die Lage wäre aus meiner Sicht sehr attraktiv. Ist doch das Sittertobel als Naherholungsgebiet direkt vor der Haustüre. Die 3 Häuser, die abgerissen werden müssen könnten zumindest teilweise ersetzt werden und mit der Aufwertung der Lachen würde eine Brücke zur Stadt geschlagen.
Möglicherweise kommt man darauf nochmals zurück.

Kommunikationspanne

So könnte man es nennen.
Nachdem ich die Stadt bereits für ihre inhaltliche Art der Kommunikation kritisiert habe, kommt jetzt die erste Quittung.
Parkplatz-Raub nennt das Ostschweizer Wirtschaftsportal Leader die Ankündigung der Stadt, 89 Parkplätze aufzuheben.

Quelle: Facebook

Zuerst einmal zum Titel:

Als Raub bezeichnet man in Kriminologie und Rechtsvergleichung einen Deliktstypus, bei dem ein Eigentumsdelikt durch Gewaltanwendung begangen wird; das Objekt wird zum Raubgut. (Quelle:Wikipedia)

Dazu müssten a) die Parkplätze Eigentum der Autofahrer sein und b) die Stadt mit Gewaltanwendung drohen….Und der Raub ist nicht neu, er geht weiter…es gab demnach vorher schon einen Raubzug. Welcher das sein soll ist nicht bekannt. Völliger Blödsinn also.

Nun zum Inhalt

Hier könnte man es eigentlich lesen:
„Die Parkplätze sollen nach der Umsetzung des UG 25 aufgehoben werden“
Sprich, solange die Plätze im UG25 nicht existieren, solange werden die 89 Plätze auch nicht aufgehoben.

Weiter
„Die UG-25-Realisierung steht allerdings noch in den Sternen.“
Ja das tut sie tatsächlich. Allerdings ist das Projekt längst bewilligt. Es fehlen einzig Investoren aus der Wirtschaft. Die halten sich aber zurück.
Hier müsste doch das Blatt anknüpfen. Oder ist am Ende ein Parkhaus gar nicht so lukrativ wie man uns weismachen möchte?

Und weiter:
„Kein Wort verliert der Stadtrat darüber, was Handel und Gewerbe in der Innenstadt von dem weiteren Parkplatzraub halten: nämlich gar nichts. In Zeiten von Online- und ausländischer Shopping-Konkurrenz ist für die hiesigen Betriebe eine leichte Erreichbarkeit auch mit dem Individualverkehr bekanntlich überlebenswichtig.“
Es wird also weiterhin an einem sogenannten Raub festgehalten, obwohl die 89 Plätze bis auf Weiteres gar nicht verschwinden werden.
Zudem ist das eine leere Behauptung. Es gibt keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen der Anzahl Parkplätze und dem Lädelisterben. Eine rein subjektive Aussage.

Alles in allem ein völliger Bullshit-Artikel. Ein Titel, der völlig sinnfrei und falsch ist sowie mit Inhalt, der nachweislich fehlerhaft ist, da die Parkplätze ja gar nicht aufgehoben werden. Aber so ködert man halt Leute, die nach wie vor der Meinung sind, man käme bei den Parkplätzen zu kurz.
PS: wenn das UG25 realisiert wird, stehen mehr Parkplätze zur Verfügung als heute.

Update vom 15.11.2018
Es ist eben schon so, dass die unglückliche Medienmitteilung auch noch 2 Wochen danach wirkt:
Beispiel dieser Leserbrief im St.Galler Tagblatt

Die Stadt hebt diese Parkplätze erst auf, wenn das UG25 fertig ist

Parkplatz Vision Innenstadt

So, habe nun mal die bestehenden Zahlen von 2017 mit den neuen Zahlen aus der Medienmitteilung der Stadt und dem Artikel im Tagblatt ergänzt.
Wichtig: es handelt sich um die öffentlich zugänglichen Parkplätze. Plätze von Dauermietern sind nicht eingerechnet!

Erklärung:
Die Zahlen basieren auf den aktuellen Daten auf der Webseite der Stadt St.Gallen. Für das Jahr 2021 wurden die neu entstehenden Parkplätze im UG25 (326) dazu- und die Parkplätze (89) aus der Medienmitteilung sowie die Plätze rund um den Marktplatz (51) abgezählt. Im Endeffekt steigt also bis zum Jahr 2021 die Zahl der Parkplätze in der Innenstadt weiter.

EBZ = Erweiterte blaue Zone
Ticket = Parkplätze mit Ticketautomat

Es gibt demnach keinen einzigen Grund, sich über die Anzahl Plätze zu beschweren. die Zahlen steigen. Einzig die faulen Säcke, die nicht bereit sind auch nur einen Meter weiter zu laufen, können motzen. Auch wenn sie im Kybunpark in etwa die selben Strecken zurücklegen müssen.

Offen ist, wie viele Parkplätze nach der Sanierung letztendlich im Parkhaus Burggraben zur Verfügung stehen. Es ist die Rede von 10% weniger, weil die Grösse der Plätze den neuen Autogrössen angepasst wird. Auch dann steigt die Anzahl der Plätze.

Hoch gepokert

David Gadze liegt vermutlich richtig. Iso Senn hat hoch gepokert und gewonnen. Er bekommt mehr Parkplätze für sein UG25. Ob damit auch endlich Investoren gefunden werden bleibt allerdings offen.
Was passiert, wenn trotz der zusätzlichen Plätze für die Öffentlichkeit niemand Geld in das neue Parkhaus einschiessen will und die längst bewilligte (vor 2 Jahren) Erweiterung nicht realisiert wird?
Ein Beispiel was passieren kann, wenn die Wirtschaft ihre Felle davonschwimmen sieht, liefert die FDP-Fraktion diese Woche.
Sie bittet die Stadt, während der Sanierung der Burggraben-Tiefgarage für Ersatz zu sorgen! Was für eine bodenlose Frechheit! Vermutlich spekuliert die Fraktion aber darauf, dass der neue Besitzer der Tiefgarage Burggraben ja die Cityparking AG ist. Deren Hauptaktionär ist ja bekanntlich die Stadt St.Gallen. Ergo, die Stadt hilft sich ja selbst, wenn sie während der Sanierung Parkplätze auf dem Platztorareal zur Verfügung stellt.
So nicht meine Herren von der FDP – Wer derart laut nach Hilfe von der Stadt und dem Steuerzahler schreit (siehe auch Projekt Zukunft Innenstadt) hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Löst die Probleme (ganz im liberalen Sinne) selber und verzichtet darauf, das Geld beim Steuerzahler zu holen. Dann klappts vielleicht auch mal mit einer Steuersenkung

Interpellation-Aufhebung-von-Parkplätzen-ohne-Kompensation

Diese Interpellation ist noch nicht öffentlich verfügbar. Sie wurde mir von der Stadt im Rahmen eines Medienverteilers am 30.10.2018 via Mail zugesandt.

Eine Warnung

Ich habe mich gestern in die Nesseln gesetzt und in meiner Wut etwas vorschnell einen Kommentar geschrieben, der sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat. Den Kommentar habe ich transparent als falsch deklariert.
Heute kommt das St.Galler Tagblatt mit einer Erklärung und weiteren Informationen daher. Informationen, die auch für mich absolut neu sind. Informationen, die man nur bekommt, wenn man aktiv auf die Stadt zugeht.

Wenn die Stadt aktiv mit einer Medienmitteilung rausgeht, dann muss diese vollständig und transparent sein. In der gestrigen Mitteilung war dies nicht der Fall. Im Gegenteil. Liest man heute den Artikel im Tagblatt, dann merkt man schnell, was alles unterschlagen wurde. Von Korrekturgesuchen über Baubewilligungen bis zu Verkehrsanpassungen und Aufstocken von Parkplätzen fehlt so ziemlich alles, was zur transparenten Erklärung notwendig ist.

Die Stadt tut gut daran, in Zukunft die Stadtbewohner so zu informieren, dass sie auch ohne das Tagblatt in der Lage ist, die Mitteilung einordnen zu können. Das war gestern definitiv nicht der Fall.
Was sie damit auslöst ist schnell ersichtlich und betrifft auch mich und meinen Blog. Halbwissen, Gerüchte, Spekulationen, Wut, Misstrauen sind die logische Konsequenz.
In meinem Fall trifft so ziemlich alles zu. Ich habe die Schnauze ziemlich voll, ja, ich hatte schon den Gedanken, das Thema Parkplätze hinzuschmeissen.
Ich weiss nicht, was die Stadt mit dieser Informationspolitik bezwecken will? Geht es darum einen Wissensvorsprung zu sichern? Hat die Stadt Angst vor Reaktionen? Liegt es an der Mentalität einiger städtischen Angestellten?

Ich erwarte von der Stadt eine offene und transparente Informationspolitik. Geheimniskrämerei, wie sie in einigen Direktionen aktiv gelebt wird, hat keine Zukunft. Im Gegenteil. Die Stadt verspielt Vertrauen und muss damit rechnen, dass sie zum Buhmann wird.

Das betrifft auch #kurzverbloggt. Noch schmeiss ich nicht hin. Nein, ich werde in Zukunft aktiv auf die Direktionen zugehen und die Informationen einfordern. Wenn die Stadt nicht in der Lage ist, für Transparenz zu sorgen, dann übernehme ich das.
Ich bin mir bewusst, dass ich damit auch Gefahr laufe, zu einem Wutbürger zu werden. Das nehme ich in Kauf.

Ihr dürft euch also darauf freuen, dass ich sämtliche Informationen und ihre Beschaffung hier dokumentieren werde. Ohne Rücksicht! Und ja, es wird Klartext geschrieben. Die Zeiten in denen ich auf Personen Rücksicht nehme sind vorbei.

Muss ich korrigieren?

Ja, müsste ich. Ich habe habe aber mittlerweile die Schnauze voll.
Einmal mehr habe ich einen Medienmitteilung/Zeitungsartikel falsch ausgelegt.
Ich bin jedoch nicht mehr bereit, mich 2 Stunden lang hinzusetzen und eine Mitteilung Wort für Wort auseinanderzunehmen um sie zu verstehen.
Entweder schaffen es die Medien und die Stadt, Meldungen so aufzubereiten, dass man sie versteht oder sie lassen es bleiben.
Unmöglich was da aktuell an die Öffentlichkeit gelangt.
Und nein, ich bin bei weitem nicht der Einzige, der die Meldungen nicht kapiert. Die Reaktionen in den sozialen Medien und in meinem persönlichen Umfeld zeigen, niemand versteht die Mitteilungen.

Kommentar zu St.Parkplatz

Update: Ich war anscheinend nicht in der Lage die Medienmitteilung der Stadt richtig einzuordnen. Sonja Lüthi erklärt das in ihrem Kommentar zu diesem Text

Das bedeutet demnach, die Parkplätze (grün) werden erst aufgelöst, wenn das UG25 steht. Die roten Parkplätze werden per Ende Januar 2019 aufgelöst

Hier der ursprüngliche Kommentar (Transparenzhalber lasse ich ihn stehen)

Die Stadt setzt ein völlig falsches Zeichen!
Die Aufhebung der Parkplätze rund um den Marktplatz wurde demokratisch aufgegleist und in einer parlamentarischen Abstimmung bestätigt. Danach erfolgte die rechtliche Einordnung durch Einsprachen. Diese wurden alle zurückgezogen oder vom Verwaltungsgericht abgewiesen.
Damit war die Aufhebung beschlossene Sache. Politisch und Rechtlich.
Wenn die Stadt nun zurückkrebst und diese Aufhebung weiter verzögert, dann missachtet sie die politischen Prozesse und sendet ein völlig falsches Signal.
Die Stadt macht einmal mehr den Bückling vor der Parkplatz-Lobby. So geht das nicht. Die Parkplätze sind aufzuheben! Die Stadt hat sich hier nicht (auch übergangsweise nicht) über geltende Entscheide hinwegzusetzen, nur weil die Wirtschaft nicht in der Lage ist, Investoren für ein bewilligtes Projekt zu finden.
Es könnte durchaus so weit kommen, dass die 3. Vorlage zum Marktplatz in Gefahr ist. Dann nämlich, wenn bis auf Weiteres keine Investoren gefunden werden und die Parkplätze nicht kompensiert werden können.
Ich erwarte vom Stadtrat, dass er auf diesen Entscheid zurückkommt und den Auftrag, die Parkplätze aufzuheben, so rasch als möglich umsetzt. Ohne Rücksicht auf die Jammeri der Parkplatz-Lobby

Wie weiter in St.Parkplatz?

Nachdem gestern mal wieder eine Interpellation zum Thema Parkplätze eingereicht wurde und heute die Stadt mit einer Medienmitteilung nicht unbedingt für Klarheit sorgte, schreibe ich mal auf, woran unsere Stadt krankt.
Oder wisst ihr noch, was genau läuft und wie es mit den Aufhebungen, den Ersatzplätzen, dem UG25 usw. weiter geht?
Ich nicht, hab den Überblick verloren!

Die Parkplatzfrage in St.Gallen ist ein Dauerbrenner. Alle spielen mit (ja, ich auch). Trotzdem weiss niemand so genau was da alles läuft.

Hier meine Einschätzung, weshalb das so ist:

  1. Niemand weiss, wie die Auslastung der Parkplätze wirklich ausschaut
  2. Niemand ist gewillt, für Transparenz zu sorgen. Viel mehr wird weiter bewusst für Verwirrung gesorgt, in dem man völlig unterschiedliche Dinge vermischt.
  3. Dass die Stadt als Infrastruktur-Verantwortliche auch Hauptaktionär der Cityparking AG und damit sowohl Mitspieler als auch Verantwortliche zur Durchsetzung von politischen Entscheiden ist, macht es nicht besser
  4. Wir haben ein Parkleitsystem aus dem letzten Jahrtausend, dass derart unzuverlässig ist, dass sich kaum jemand darauf verlässt und lieber 20 min nach einem Parkplatz sucht ist noch das Tüpfelchen auf dem „i“

Wenn wir dieses unsägliche Thema endlich mal vom Tisch haben wollen, dann funktioniert das nur über offensive Kommunikation, klaren Standpunkten und dem Willen, die Problematik gemeinsam anzugehen.
Heckenschützen (wie die Interpellation von gestern) bringen niemanden weiter. Also hört auf damit und schafft endlich Transparenz!

Hier könnt ihr selber nachlesen:
St.Galler Tagblatt: 89 oberirdische Parkplätze in der St.Galler Innenstadt sollen verschwinden: Stadtrat unterstützt Parkhausprojekt UG 25

Medienmitteilung der Stadt St.Gallen: Parkplatzaufhebungen in der Innenstadt – Stadtrat unterstützt das Parkhausprojekt UG 25

Die unsägliche Interpealltion der FDP St.Gallen veröffentliche ich nicht. Sie ist erst gestern eingereicht worden.
Kurz, sie fordern von der Stadt Ersatzplätze für das Parkhaus Burggraben (das saniert wird). Sie sind jedoch nicht in der Lage eine korrekte Anzahl Plätze anzugeben. Statt 279 fordern sie Ersatz für 425 Plätze! Ein Tippfehler? Eine bodenlose Frechheit (was es ohnehin schon ist)? Ich weiss es nicht

Noch ein Nachtrag zur UG25-Unterstützung der Stadt:
Die Parkplätze am Marktplatz, Blumenmarkt, Metzgergasse usw. werden voraussichtlich erst aufgehoben, wenn das UG25 ausgebaut wurde…es zieht sich hin… (meine Interpration der Medienmitteilung)
Geht das zu langsam, wird mit Sicherheit die Forderung kommen, dass die Stadt mit der Cityparking AG einsteigen soll.
Warte eigentlich nur noch auf diese Mitteilung