Marktplatzforum I – Vertiefung

Ich habe mir mittlerweile das Protokoll und die Zusammenfassung des ersten Forums zum Marktplatz vertiefter angeschaut. Dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich hier kurz ausführen möchte.

Parkgarage Union/Schibenertor

Ich finde keine Erwähnung der neuen Pläne, die das Tagblatt am 15. März 2017 ins Spiel gebracht hat. Klar, nichts ist definitiv. Trotzdem, sollte die Parkgarage dank einem Union-Neubau doch zu Stande kommen, hätte dies wohl auch einen grösseren Einfluss auf den Blumenmarkt.

ÖV unter den Boden

Weder in der Zusammenfassung noch in der Medienmitteilung oder dem Tagblatt wird die Idee einer unterirdischen Führung des ÖV erwähnt oder vertiefter angeschaut. Ein Grund dürften die hohen Kosten sein. Davor dürfte sich der Stadtrat auch am meisten fürchten, wenn es zu einer 3. Abstimmung kommt. Allerdings gibt es dazu durchaus Gründe, die Idee nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Dazu ein Abschnitt aus dem gültigen Richtplan

Calatrava

Wenn es für die Gesamtsituation besser ist, die Calatrava-Halle zu verschieben, dann sollten wir uns mit den teiweise aufgeflackerten „Sentimentalitäten“, diese Möglichkeiten auch nicht verbauen.

Alles in allem aber sehe ich viele gute Ansätze. Das Forum scheint mir durchaus geeignet zu sein, für die 3. Auflage des Marktplatzes Voraussetzungen zu schaffen, die auch breit aktzeptiert werden.
Eines dürfte aber sicher sein, billiger als die letzte Vorlage wird es kaum werden 😉

 

Marktplatzforum I – Schnellschuss

Ich habe mir einen relativ kurzen Einblick in das Protokoll zum Marktplatzforum I gegönnt.
Konnte einen kleinen Jauchzer trotz Zuhörern nicht verkneifen.

In fasst allen Gruppen sind Parkplätze kein Thema mehr und, das hat mich doch eher überrascht, der ÖV soll unter den Boden!!! Muss gleich meine U-Bahn Pläne hervorkramen…
So macht Protokolllesen Spass!

Kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass die Stadt die mehrfach genannte, unterirdische ÖV-Achse in ihrer Medienmitteilung nicht erwähnt

 

 

Oberleitungen in St.Georgen

Der Quartierverein St.Georgen stört sich an der geplanten Elektrifizierung der Hauptachse für die VBSG Busse. Etwas das ich nachvollziehen kann.
Es gäbe aber durchaus prüfenswerte Alternativen. In einigen Städten sind schon seit mehreren Jahren elektrische Busse unterwegs, die sich an den Haltestellen via Induktion aufladen.. Über Nacht werden dann die Batterien wieder voll geladen. Es besteht zudem die Möglichkeit, auf bestehenden elektrifizierten Strecken, die Batterien via Oberleitungen zu laden.

Nicht zuletzt wurden die Busse von Solaris auf der IAA Nutzfahrzeuge zum Bus of the Year 2017 ausgezeichnet. Man kann ja mal auf https://www.solarisbus.com/ vorbeischauen 😉

Update vom 29.3.2017

Die VBSG hat mit einem Tweet auf meine Idee reagiert:

Im St.Galler Tagblatt vom 29.3.2017 nimmt Ralf EIgenmann von der VBSG Stellung zur Opposition aus dem Quartier. Wenn ich lese, dass 1km Fahrleitungen rund 1 Million kostet und das Laden der Batterien ein Problem darstellt, dann frage ich mich, ob die VBSG sich meine Idee vorgängig wirklich angeschaut hat.
Mit den Induktionsschlaufen im Boden wird genau das Laden an Haltestellen ermöglicht. Zusätzlich kommt eine Elektrifizierung mit Oberleitungen nicht vor 2021. Das sind 4 Jahre, die durchaus auch für die Suche nach Alternativen genutzt werden könnten.

Renovation Stadttheater

Als Nicht-Fachmann kann ich mich nicht zu den Kosten äussern.
Was ich aber machen kann, ist ein Alternativ-Vorschlag für das 4.5 Millionen teure Provisorium zu machen.

Warum nutzt man nicht die leerstehende St. Leonhardskirche dafür? Musicals fanden dort ja schon statt. Bäume bleiben verschont und die Kosten dürften deutlich tiefer liegen.

Von Norlando Pobre from Sankt Gallen, Switzerland – St. Leonhard – St. Gallen – HDR, CC BY 2.0, Link

OpenData Ansporn Part II

Ok, das könnte noch ein Weilchen dauern, dis ich die Datensammlung und die Visualisierung so habe, wie ich sie mir vorstelle. In der Zwischenzeit hier eine erweiterte Version der Parkplatz-Statistik.
Es sind insgesamt 3 Übersichten über alle Parkhäuser.

Im Moment werden die Daten einmal in der Nacht aktualisiert
Abgesehen vom Einstein, Burggraben und Olma. Hier liefert der RSS Feed der PLS-AG zur Zeit keine Daten. Das selbe gilt für den Zeitstempel. Der ist im Januar stehen geblieben. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis das korrigiert wird.

OpenData Ansporn – Part I

Ich habe mir wieder ein Mal etwas in den Kopf gesetzt und ja, es hat mit Parkplätzen zu tun.
Diesmal liegt es aber ein bisschen anders also sonst.
Dr eigentliche Grund für mein Gehversuche in Richtung Datenvisualisierung ist, dass ich die Stadt von OpenData überzeugen will.
Es gibt zwar hunderte von Beispielen, wie in anderen Städten mit offenen Daten gespielt wird, aber keine Beispiele aus St. Gallen. Da bin ich auf die Idee gekommen, etwas mit meinen Lieblingsdaten zu entwickeln.

Die Idee

Eine sogenannte Heatmap über die aktuelle Auslastung der Parkgaragen in der Stadt.
Also eine Karte, die die Belegung der Parkgaragen in farbig darstellt. Je voller ein Parkhaus, desto deutlicher ist soll es auf einer Karte sichtbar sein.

Erste Schritte

Da mir das Hacker-KnowHow fehlt und ich höchstens in Ansätzen verstehe, was es dazu braucht, versuche ich es in einem ersten Schritt mit Klickibunti-Tools. In diesem Fall ist es Microsoft Power BI

Die erste Map

Mit Hilfe von Power BI sind auch Nichtprogrammierer in der Lage, eine Datenquelle (in diesem Fall der RSS-Feed der PLS-SG) anzuzuapfen und die aufgenommenen Daten zu transformieren. Nachdem ich die Daten ausgelesen und in lesbare Zeichen umgewandeln konnte, werden die Daten mit den Zugehörigen Koordinaten in einer Karte dargestellt.
Je grösser der Kreis, desto mehr freie Parkplätze sind vorhanden

 

Erstes Fazit

Es macht Spass
Allerdings bin ich noch nicht da, wo ich sein möchte.
Erstens gefällt mir das mit Microsoft nicht so richtig. Hier muss ich eine andere Möglichkeit für die Visualisierung suchen. Zweitens klappt das mit den Farben nicht. Die Kreise ändern zwar die Grösse, aber nicht die Farbe. Für einen ersten Wurf bin ich ganz zufrieden. Die Grundidee steht

Parkplatznot? Wo denn?

Die St.Galler Nachrichten reiten einmal mehr auf den Parkplätzen rum. Mittlerweile grenzt es an Gehirnwäsche, was die verschiedenen Gruppierungen in der Stadt veranstalten.
St.Gallen hat KEIN Parkplatzproblem!


Wenn dann hat St. Gallen ein Problem mit seinem Parkleitsystem und den jammernden Gewerbetreibenden und Hauseigentümern. Ich habe bereits mehrfach in meinen Blogbeiträgen darauf hingewiesen, dass diejenigen, die am lautesten nach Parkplätzen schreien auch diejenigen sind, die nichts oder fast nichts für eine zukunftsorientierte Innenstadt beitragen.

Hier die Auslastungen unserer doch so überfüllten Parkgaragen (alle Auswertungen gibts hier)

Und zu unserem Parkleitsystem:

Wenn wir eine lebenswerte Innenstadt wollen, dann müssen ALLE an einem Strick ziehen. Jammern und eben, auf dem Sofa sitzenbleiben, bringt niemandem etwas!

Und nicht zuletzt, die Entwicklung der Anzahl Parkplätze seit 1995

Union abreissen – Unter welchen Bedingungen

Scheinbar wird ein Abbruch des Uniongebäudes diskutiert. Da stellt sich mir die Frage, unter welchen Bedinungen? Der heutige Tagblatt Artikel lässt da einiges offen.
Es sieht jedoch so aus, als ob sich die Investoren nach wie vor der Meinung sind, dass die Parkgarage gebaut wird, sonst würden sie wohl kaum weiter planen.

Nebenbei, wenn das Union-Gebäude abgerissen wird, dann bitte in Absprache mit der Umgestaltung des Marktplatzes. Ich könnte mir durchaus eine offene Markthalle anstelle des Uniongebäudes vorstellen. Eine Parkgarage brauchts aber dazu nicht 😉

Waaghaus – Ein Unort?

Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes poppt jeweils auch das Waaghaus auf. Die Meinung, dass es sich um einen Unort handelt scheint weit verbreitet. Dabei sah es schon bedeutend schlimmer aus. Mann denke an die offene Drogenszene Anfang der 90er zurück.
Heute steht das Untergeschoss im Waaghaus zwar häufig leer, wird aber immer wieder mit Leben gefüllt. In unregelmässigen Abständen wird der „düsteren Halle“ ein neues Gesicht verpasst. Ein vielfältiges Gesicht, so wie es sich für eine Stadt gehört. Es wäre meiner Meinung nach schade, wenn hier ohne jegliche Not ein Platz „verschönert“ würde. Wir brauchen kein Ganzjahres HalliGalli im Waaghaus, sondern ein Ort, an dem ohne grosse Aufwände die verschiedensten Anlässe stattfinden können. Und das bietet das Waaghaus heute und zwar so wie es ist.
Ein lebhafter Unort wie er sonst kaum mehr zu finden ist. Eine Chronolgie zum Marktplatz findet ihr übrigens hier