Was sagt der HEV zur Sanierung der Migros Bach

So wie es aussieht, hat sich die Migros für eine grosse Sanierung entschieden. Geschah dies im Hinblick auf einen Neubau, der in weite Ferne gerückt ist? Gibt es zu wenig Platz, weil die SBB die Abstellgleise weiter benützen will? Ich kenne die Beweggründe der Migros nicht, denke aber nicht, dass sie so viel Geld in eine Sanierung investiert, wenn ein möglicher Neubau in den Startlöchern steht.

Auf alle Fälle gibt es Anzeichen, dass es mit dem Bahnhof St.Fiden weiterhin ungelöste Probleme gibt.
Hier wäre wohl langsam mal wieder eine Information seitens der Stadt angebracht. Immerhin steuern wir auf den für 2017 geplanten städtebaulichen Wettbewerb mit 8 bis 10 Teams zu

Interessant wäre auch noch, was der Hauseigentümerverband St.Gallen zur Sanierung der Migros St.Fiden meint. Letztendlich hat sich Christoph Solenthaler deutlich dazu geäussert.
Für ihn und den HEV steht der Neubau der Migros St.Fiden an vorderster Stelle. (siehe dazu den Leserbrief von Christoph Solenthaler vom 9. März 2017)

 

Der HEV reagiert

In der heutigen Ausgabe des Tagblatts nimmt der Hauseigentümerverband Stellung zu meinem Leserbrief vom 8.3.2017. Selbstverständlich bin ich so fair und veröffentlicht den Text von Christoph Solenthaler.

Gerne zeige ich auch, welche Unterlagen ich zitiere. Es handelt sich um (siehe auch Blogbeitrag vom 3.12.2016) die von der Stadt erstellt Umfrage „Neugestaltung Marktplatz, Bohl und BLumenmarkt

Ich bin übrigens froh, dass sich der Präsident so klar äussert. Nun wissen wir, woran wir sind und auch, dass ich mit meiner Kritik nicht falsch lag, sondern dass der HEV nicht wirklich viel Interesse an einer attraktiven Innenstadt zeigt.

Der HEV – Bratwurst mit Senf

Ich bin erstaunt. Der Hauseigentümerverband der Stadt St. Gallen schreibt in seiner Hauszeitung (Ausgabe Februar 2017, PDF)

Partizipation à la Saint Gall Was bei der Bratwurst undenkbar, ist bei Projekten zur Entwicklung der Stadt die Norm: Interessengruppierung und Einzelpersonen dürfen zu Markplatz, Arealen oder der Bahnhofgestaltung in partizipativen Verfahren ihren Senf abgeben. …Dass vielleicht – wie in anderen Städten auch – der frühzeitige Dialog mit potentiellen Investoren und betroffenen Grundeigentümern die Lösungsfindung beschleunigt, könnte auch in St.Gallen vermehrt Schule machen. Dass in diesem Feld noch Potential besteht, mussten gerade die Initianten des Parkhauses Schibenertor auf bittere Weise erfahren.

Da sträuben einem schon ein wenig die Haare. Es ist gerade mal ein paar Monate her, dass die Stadt im Zuge der Umgestaltung des Marktplatzes 50 Grundeigentümer angeschrieben hat. Geantwortet haben gerade mal 17!!! #kurzverbloggt vom 3.12.2016

Den Damen und Herren würde es gut anstehen, wenn sie in den Themenforen eine aktive Rolle übernehmen würden. Es kann und darf nicht sein, dass der HEV ausschliesslich die Politik für leerstehende Gebäude und mangelnde Standortattraktivität verantwortlich macht, selber aber nur aus den Dachwohnung auf die Gassen hinabblickt.

Update: Dieser Beitrag wurde in leicht abgeänderter Form auch als Leserbrief im Tagblatt vom 8.3.2017 veröffentlicht

Die Inititiative nimmt Fahrt auf

Ich rede von unserer lokalen Mobilitätsinitiative.
Diese will die Abstimmung vom 7. März 2010 rückgängig machen. Zur Erinnerung, die Abstimmung wurde von der St.Galler Bevölkerung deutlich angenommen.

Ziel ist es, dass der Individualverkehr (in erster Linie zielt das Begehren auf unsere Autos) wieder zunehmen darf. Die Argumente der Befürworter lauten so:

  • Abwägen statt plafonieren: Eine allgemeine und einseitige Beschränkung des motorisierten Individualverkehrs ist nicht sinnvoll, weil sie sich negativ auf die Wirtschaft und das innerstädtische Gewerbe auswirkt.
  • Kanalisieren statt umleiten: Starke Verkehrsachsen und genügend Parkplätze entlasten die Quartiere von Such- und Auswegverkehr.

Ganz ähnlich tönt es auch in den sozialen Medien, insbesondere auf Facebook.
Dort wird einem auch schon mal nahegelegt, doch nach Zürich zu ziehen, wenn es einem nicht passt 😉
Das mehr Autoverkehr diese Probleme (die des Detailhandels in der Innenstadt) nicht löst, dürfe mittlerweile den meisten bekannt sein. Insbesondere den Lesern dieses Blogs.
Ich habe mehrfach aufzeigen können, dass die Stadt KEIN Parkplatzproblem hat.
Aber auch das Grundeigentümer und der Detailhandel selber eine grosse Mitverantwortung an dem Ladensterben tragen.

Gerne fasse ich das hier nochmals zusammen:

Das ist nur eine Teilauswahl, die aufzeigen soll, dass man mit einer „Vekehrsliberalisierung“ auch in der Innenstadt keinen Blumentopf gewinnt. Im Gegenteil. Es werden viele gute Ansätze zu Nichte gemacht.
Mir ist klar, dass der Individualverkehr in Zukunft anders aussehen wird und die Autos ökologischer werden. Das ist gut für die Emissionen, aber der Platzbedarf sinkt deshalb nicht.

Ich wiederhole es gerne immer und immer wieder. Die Probleme im Detailhandel sind zum einen den Entwicklungen in der Gesellschaft geschuldet und zum Anderen auch hausgemacht. Mit einer Mobilitätsinitiative retten wir kein einziges Geschäft.

Nerviger Tourismus

Nein, der Tourismus nervt mich nicht, überhaupt nicht.
Viel mehr die dafür verantwortliche Organisation in unserer Stadt. Verlangt sie doch neu 880’000 anstelle von 450’000 pro Jahr für ihre Arbeit. Es kann nicht sein, dass hier die Stadt in die Bresche springen muss. Es ist wie beim Rest in der Stadt. Wenn die Geschäfte schlecht laufen, dann sind alle anderen schuld nur nicht die Organisationen selber. Wann lernen diese Institutionen endlich, ihre eigenen Probleme selber zu lösen, anstatt das Verpasste mit finanziellen Forderungen an die Allgemeinheit aufzuholen?
Die Stadt ist für die Rahmenbedingungen verantwortlich, nicht für das Versagen des Vereins. Mir graut es davor, dass wir nun mit Boris Tschirky auch noch eine zweite Person (Thomas Scheitlin ist ja schon dabei) aus diesem Umfeld in den Stadtrat wählen sollen. Jemand, der von Organisationen wie dem HEV oder von Pro CIty unterstützt wird. 2 Organisationen, die nicht müde werden, die Probleme in der Innenstadt dem Staat zuzuschieben. Diese Vereine und Verbände sollen endlich selber Verantwortung übernehmen, über Mietzinse und neue Geschäftsmodelle nachdenken. Nehmt endlich die Finger aus dem Arsch und hört auf zu Jammern!

Was sich die Pro City und der HEV in der Stadt so leistet, hier und hier könnt ihr es nachlesen

Hab noch kurz recherchiert. Die finanzielle Situation von St.Gallen Tourismus ist im Übrigen gar nicht so schlecht. Es wäre durchaus möglich, hier an anderer Stelle zu mehr Geld zu kommen

Quelle: Jahresbericht 2016

Parkplatznot? Wo denn?

Die St.Galler Nachrichten reiten einmal mehr auf den Parkplätzen rum. Mittlerweile grenzt es an Gehirnwäsche, was die verschiedenen Gruppierungen in der Stadt veranstalten.
St.Gallen hat KEIN Parkplatzproblem!


Wenn dann hat St. Gallen ein Problem mit seinem Parkleitsystem und den jammernden Gewerbetreibenden und Hauseigentümern. Ich habe bereits mehrfach in meinen Blogbeiträgen darauf hingewiesen, dass diejenigen, die am lautesten nach Parkplätzen schreien auch diejenigen sind, die nichts oder fast nichts für eine zukunftsorientierte Innenstadt beitragen.

Hier die Auslastungen unserer doch so überfüllten Parkgaragen (alle Auswertungen gibts hier)

Und zu unserem Parkleitsystem:

Wenn wir eine lebenswerte Innenstadt wollen, dann müssen ALLE an einem Strick ziehen. Jammern und eben, auf dem Sofa sitzenbleiben, bringt niemandem etwas!

Und nicht zuletzt, die Entwicklung der Anzahl Parkplätze seit 1995