Dumm oder Dummheit

Ein offener Brief an Manfred Trütsch, Präsident des Automobilclub Schweiz Sektion St.Gallen-Appenzell

Sehr geehrter Herr Trütsch

In ihrem Gastbeitrag vom 1. Mai auf dem Onlineportal „Die Ostschweiz“ schreiben sie folgende Zeilen:

Ungemach droht überdies von linker und grüner Seite, die die Teilspange Liebegg ab unterirdischem Kreisel Güterbahnhof verhindern wollen. Wie diese Kreise das verhindern wollen, steht allerdings in den Sternen, es fehlen die überzeugenden Argumente. Opposition und Obstruktion aus Prinzip ist immer möglich, wenn man bedenkt, dass gegen die Dummheit selbst die Götter vergebens kämpfen.

Quelle: Die Ostschweiz

Sie schreiben nicht, dass die Argumente dumm wären, sondern sie unterstellen den Personen, die angeblich aus reiner Opposition und Obstruktion handeln, pauschal Dummheit.

Aber wer weiss, als gebildeter Mann, der von der Erweiterung der Autobahnerweiterung ausschliesslich Vor- und keine Nachteile zu befürchten hat, wollten sie vielleicht mit ihrem Text auch nur Opposition oder Obstruktion betreiben.

Ich habe kein Problem, wenn sie sich für die Engpassbeseitigung und weitere Autobahnen einsetzen. Ich habe auch keine Problem, wenn sie die 12 Argumente die aus unserer Sicht dagegensprechen, zerpflücken. Aber ich habe ein grosses Problem, wenn jemand einen soliden Anteil an Bewohnern der Stadt St.Gallen Dummheit unterstellt.

Und gestatten sie mir noch einen Hinweis. Wir bekämpfen nicht den Tunnel Liebegg sondern die gesamte Teilspange inklusive Kreisel am Güterbahnhof 😉

mit freundlichen Grüssen

Marcel Baur

Stadtparlamentarier
Grünliberale Partei der Stadt St.Gallen

Ein Kommentar

  • Gregor Dengler

    Ich hab den Artikel auch gelesen und war auch erstaunt, dass Herr Trütsch noch nicht mal versucht die Argumente gegen die Teilspange zu zerpflücken, sondern stattdessen einfach alle Kritiker der Teilspange kollektiv als Dumm und Ideologiegetrieben darstellt. Aus meiner (Stadt St. Galler) Sicht, gibt es eigentlich nur wenige Argumente dafür, speziell, da sich die Stadt ja auch noch finanziell daran beteiligen soll. Aus meiner Sicht dürfen die Appenzeller diese Strasse gerne ohne Kreise (und Ein/Ausfahrt beim Güterbahnhof) bauen, aber bitte auch selber finanzieren. Grundsätzlich sollte die Stadt kein Interesse daran haben, das Pendeln aus dem Appenzellerland auch noch mit städtischen Steuermitteln zu fördern.

    Aus meiner (kantonalen) Sicht ist das Argument 9. von http://www.teilspange.ch entscheiden:
    „9. Die Teilspange Güterbahnhof erschliesst lediglich den Raum Teufen-Bühler und evtl. Gais.“
    Der Vorschlag A25 in Herisau würde hier wohl mehr kantonale Probleme lösen (Verkehrsproblem mit Durchgangsverkehr in Gossau), als es die Teilspange tut und eventuell auch Leute aus dem Raum Gais zum Weg über Appenzell und A25 leiten, was wiederum die Situation hier entschärfen könnte.

Schreibe einen Kommentar zu Gregor Dengler Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.